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Studentenleben live

Research Seminar

Das Research Seminar war die letzte Pflichtveranstaltung des Studiums – wenn man das Kolloquium mal außen vorlässt. Die Prüfungsleistung hierfür sah folgendermaßen aus: Zuerst mussten wir auf drei bis vier Seiten ausarbeiten, wie wir unsere Masterarbeit gestalten wollen, sprich: Welche Problemstellung wollen wir bearbeiten? Welchen methodischen Ansatz wählen wir? Welche Forschungsfragen sollen beantwortet werden und wie sieht die grobe Gliederung? Ich kann euch versichern, dass man mit all diesen Sachen sehr schnell vier Seiten füllen kann.

Wir hatten eine Deadline bekommen, bis zu der wir diesen sogenannten „Research Approach“ abgeben sollten. Damit hatten wir den ersten Teil der Prüfungsleistung erbracht. Der zweite Teil sah vor, die ausgearbeitete Vorgehensweise in einer kurzen Präsentation vorzutragen und anschließend in einer Feedbackrunde mögliche Verbesserungsvorschläge und Anmerkungen zu besprechen.

Tja, um es kurz zu halten: Ich konnte überraschenderweise feststellen, dass ich bezüglich der Vorgehensweise mit am weitesten war. Viele meiner Kommilitonen hatten noch keine Gliederung. Meine dagegen war schon zu 99,9 Prozent fix. Aber wie heißt es so schön: Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Außerdem ist es ja kein Wettrennen. In diesem Fall macht die Qualität den Ton! Und das ist genau das, womit ich mich derzeit beschäftige: wissenschaftliches Arbeiten und Recherche. Ich möchte zeigen, dass ich den Durchblick habe.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Nov 6, 2014
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Nov 6, 2014

Studentenleben live

Wieder kleine Schritte wagen

Puh, das ist ein Leben. Zehn Tage nach meiner Entlassung aus dem Krankenhaus wagte ich mich langsam wieder in die Welt der Uni. Ach du meine Güte, ich hatte ganz vergessen, wie kompliziert die ganze Bürokratie ist! Ich stehe jetzt so kurz vor meinem Bachelor und laufe Gefahr, dass es doch nichts wird. Mein Schreibtisch ist ein einziges Chaos: Ich suche nach irgendwelchen Scheinen, muss aber einsehen, dass ich sie in meinen Unterlagen nicht finden werde. Schade, dass man diese Leistungsnachweise nicht digital irgendwo ablegen kann. Okay, ist eben so. Trotzdem wollte ich an die Uni und versuchen, etwas mehr Herr über den Orgakram zu werden.
Aber man hat so viele Gründe, die einen davon abhalten, die Sache richtig anzupacken: Draußen ist es kalt, mein Fahrradsitz ist nass, hier in der Wohnung liegen noch andere Dinge, die erledigt werden sollten, ich bin krank, ich bin müde und, und, und. Das sollte nicht einreißen!
Ich darf nicht vor den Aufgaben davon rennen, aber das ist so leicht gesagt. Mal schauen, ob ich dem Ziel Bachelorabschluss doch noch etwas näher kommen kann. Vielleicht, wenn ich mir kleine Ziele setze?
Die Mission für den erste Tag lautet, die Scheine für die Veranstaltungen „Nutzungskonflikte in Trinkwassereinzugsgebieten“, „Naturschutz“, „Landschaftsplanung“ und „Bewertung von kontaminierten Flächen“ zu organisieren. Man darf gespannt sein.
Ach was, das wird schon! Mir wird schon niemand den Kopf abreißen, wenn ich mal was nicht kann. Wichtig ist es, die nötigen Schritte zu gehen. Also Hopp, Mia! Rauf auf den nassen Fahrradsitz, lass dich nicht von Müdigkeit beirren und klopfe mutig an die Tür der Sekretariate.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Nov 5, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Nov 5, 2014

Studentenleben live

Endlich wieder Kind sein

Ich hatte Herbstferien! Wie lange ist das her, dass ich nicht in Semesterzeiten, sondern in Schulferienzeiten gedacht habe? Ich habe ja keine kleinen Geschwister, für die das noch eine Rolle spielen könnte. Auch meine studierenden oder schon arbeitenden Freunde begrüßten mich mit einem: "Ach wie süüüüüß, du hast Herbstferien!"

Natürlich ist meine eigene Schulzeit wieder ein Stückchen näher gerückt, seitdem ich am Gymnasium mein Praktikum absolviere. Wie war ich in der siebten Klasse? Habe ich auch schon angefangen, mich so zu stylen und Mamas Schminkkasten zu plündern oder war das zu meiner Zeit alles ganz anders? Was hatte ich eigentlich für Abifächer, welche konnte ich abwählen und gab es bei uns in der Schule auch so viele Exkursionen?

Außerdem versuche ich natürlich, mich in die jüngeren Schüler hineinzuversetzen und mir zu überlegen, wie man Latein spielerisch vermitteln kann. Es gibt da gefühlt 1.000 Möglichkeiten – ich habe sogar gebastelt. Ich habe bestimmt seit zehn Jahren kein buntes Tonpapier mehr gekauft!

Eine ganz andere Frage ist, ob ich überhaupt in der Position bin, jüngeren Menschen etwas beizubringen. Fachlich sehe ich da kein Problem. Ich habe schon einige Semester studiert und was ich nicht weiß, kann ich in guten Nachschlagewerken und Internetdatenbanken nachgucken. Es geht mir eher um die Erziehung, die Lehrerinnen und Lehrer (heutzutage immer mehr?) leisten sollen. Wieso kann ich einem Elfjährigen, den ich kaum kenne, „befehlen“ sich auf seinen Platz zu setzen und die Aufgabe zu lösen? Besonders irre finde ich, dass er es auch noch macht! An meiner Schule sind die Schülerchen so brav, dass sie tatsächlich machen, was die Lehrkräfte sagen. Wo sind alle Ideen der kindlichen Freiheit? Auch wenn ich kaum etwas über alternative Schulkonzepte weiß, kann ich verstehen, dass es manchen Lehrern irgendwann falsch vorkam, die Kinder in eine Richtung zu lenken, ohne zu fragen, ob sie das eigentlich wollen. Nur, kann es ganz ohne Druck überhaupt funktionieren?

Welches Kind wacht schon morgens auf und sagt sich: „Lateinvokabeln lernen, auja!“?

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Nov 4, 2014
Autor: Rose
Rubrik: studium
Nov 4, 2014