interaktiv

Studentenleben live

Auf ins "richtige" Südafrika

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

19.11.2014

Passend zum Ende meines Auslandssemesters kam mich meine Mutter besuchen und wir machten eine Reise entlang der Ostküste Südafrikas. Eine Reise in das „wirkliche“ Südafrika, denn Kapstadt, das Westkap insgesamt und die schöne „Garden Route“ sind ziemlich westlich geprägt. Nicht umsonst wird Kapstadt als „Europa in Afrika“ bezeichnet. Und hier habe ich wirklich das erste Mal das Gefühl, in Südafrika tatsächlich in Afrika zu sein. Wir fahren durch Kleinstädte, in denen wir als Weiße deutlich hervorstechen, bestaunen die runden Strohhütten namens Rondavels, in denen ursprüngliche afrikanische Stämme wie die Xhosa und Zulu leben, und tauchen tiefer in die Geschichte des Landes ein.

Das Highlight der Reise ist ein zweitägiger Abstecher in das Königreich Lesotho, eines der ärmsten Länder der Welt. Hier halten sich die meisten Menschen mit Schaf- und Kuhherden über Wasser, aber die bittere Armut ist überall spür- und sichtbar. Die Zustände der Straßen sind katastrophal, überall sind chinesisch geförderte Baustellen mit Arbeitern, die bestimmt nicht besonders viel Geld für die Schufterei bekommen. Von den in den kargen Hügeln verstreuten Dörfern winken uns in Decken gewickelte Menschen zu, von denen viele weder Strom noch fließendes Wasser haben. Auf unserer Tour besuchen wir einen traditionellen Heiler und tanzen und singen mit den Sesotho-Frauen. Ein einmaliger Abstecher in das, was man bei dem Wort „Afrika“ im Kopf hat. Und eine Erinnerung an den Luxus, den wir in der westlichen Welt, aber auch in anderen Teilen Südafrikas erfahren.

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