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Studentenleben live

Schönes WG-Leben

Die ersten Wochen des Semesters sind wie im Zeitraffer an mir vorbeigerauscht. Obwohl ich dachte, mit diesem Stundenplan würde es etwas entspannter laufen, ist meine Woche in Wirklichkeit nun doch ziemlich vollgepackt. Ein paar Zusatzkurse zusammen mit meiner Cousine, ein Aushilfsjob plus meine neu entdeckte Motivation zum Sport – und der Stress ist perfekt. Doch in Zeiten wie diesen merke ich umso mehr, wie viel Glück ich mit meiner Mädels-WG habe. Während viele Erstis, die in den ersten Tagen zelten oder in Notunterkünften unterkommen mussten, zusätzlich noch nach einer Wohnung suchen, habe ich die ultimative Bleibe schon längst gefunden.

Meine Mädels und ich wohnen nun schon seit über einem Jahr zusammen in Göttingen und ich muss wirklich sagen, dass es ein großer Vorteil ist, dass wir uns schon seit Jahren kennen. Denn während andere erst noch feststellen müssen, ob sie auf der gleichen Wellenlänge sind, sind wir vier bereits ein eingespieltes Team. Und zusammen macht das Studentenleben auch einfach mehr Spaß!

„Ich hätte nie gedacht, dass dir dein Leben in Göttingen einmal so gefallen würde.“ Das hat meine Mutter inzwischen schon mehr als einmal gesagt, und da muss ich ihr wirklich recht geben. Mir war klar, dass es anders werden würde als meine ersten beiden Semester in Bonn, aber im Nachhinein stelle ich fest, dass ich nichts Besseres hätte machen können! Hier ist es nicht verwerfliches, wenn abends um zehn noch ein Berg Waffeln gebacken wird. Außerdem hat eine meiner Mitbewohnerinnen mir letztens erst Mühle beigebracht. Und auch sonst ist eine ganze Menge los. Ständig ist irgendwer zu Besuch, es gibt Spekulatius und wir trinken jeder mindestens einen Liter Tee am Tag. Und dass das Leben in so einer WG wirklich spitze ist, merken auch andere. Manche scheinen überhaupt nicht mehr gehen zu wollen. Und auch, wenn die eine oder andere höchstwahrscheinlich für ein Auslandssemester ausziehen wird, hoffe ich doch, dass es noch eine ganze Weile so entspannt in unserer WG bleiben wird.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Dec 8, 2014
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Dec 8, 2014

Studentenleben live

Irgendwo zwischen Mut und Naivität

Natürlich war es von Anfang an mein Bestreben, mit meinem mehrmonatigen Aufenthalt in Tschechien meine Sprachkenntnisse auszubauen, oder besser gesagt erst mal auf solide Grundpfeiler zu stellen. Bislang kann ich nämlich nur so viel, wie es einem das hobbymäßige Sprachenlernen bei schwankender Motivation eben erlaubt.

Ich wählte also nicht nur Sprachkurse, sondern auch Kurse in der Landessprache: Politik und Geschichte auf Tschechisch. Das war mutig. Oder vielleicht richtig dumm? Die Kurse klangen unheimlich spannend, aber für einen Fachfremden ist das schon ein hartes Stück Arbeit.

Mit Wörterbuch und Vokabelheft ausgestattet, milde von meinen tschechischen Kommilitonen belächelt, sitze ich also jetzt jeden Donnerstagmorgen in der Geschichtsvorlesung und freue mich, wenn in der Powerpoint-Präsentation Bilder vorkommen – weil sie auch ohne Sprache verständlich sind. Zumindest bis zu einem gewissen Grad. In diesen Momenten bin ich fast entspannt. Kaum geht aber die Quellenanalyse los, verkrampfe ich mich wieder, komme auf Hochtouren und rotiere, schließlich muss ich zuhören, Powerpoint lesen, mitschreiben, Vokabeln aufschreiben, Vokabeln nachschlagen und Gespräche mit der Nachbarin gleichzeitig managen.

Anfangs war ich nach jeder Veranstaltung ziemlich deprimiert und hatte Kopfschmerzen. Inzwischen mehren sich aber die Tage, an denen ich beschwingt ob meines Lernzuwachses stolz aus der Uni marschiere und fröhlich dem nächsten Kurs entgegen schaue, wohlwissend, dass ich dem Tschechischen gewachsen bin.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Dec 1, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Dec 1, 2014

Studentenleben live

Wettrennen bis zum Abschluss

Was meinen Kommilitonen und mir im Master der Medienwissenschaft auffällt, ist, dass Zeitdruck und Anspruchsniveau enorm gestiegen sind. Erklärt wird dies dadurch, dass im Master die Leute sind, die gute Leistung bringen und wir wenig Zeit haben, weil wir in nur eineinhalb Jahren unsere Masterarbeit schreiben.

Ich dachte, der Master wäre zur Vertiefung da. Stattdessen hecheln wir noch mehr als im Bachelor hinterher und schaffen immer gerade das, was wir bis zur nächsten Woche zu erledigen haben. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das sagen würde, aber ich würde sehr gerne mal einen der angebotenen Zusatztexte zur Vertiefung eines Themas lesen und nicht immer schon wieder beim nächsten Thema sein. Zwischendurch brauche ich nämlich immer mal wieder eine Auszeit. Ich kann nicht meine komplette Zeit darauf verwenden, alles aufzuholen. Außerdem fällt mir negativ auf, dass uns kaum Zeit gelassen wurde, uns kennenzulernen. Vielmehr kam zusätzlich zum Zeitdruck hinzu, dass der gesamte Studiengang von Anfang an in zwei Gruppen geteilt wurde. Das ermöglicht zwar konzentrierteres Arbeiten, hält einen aber auch von vielen Kommilitonen fern.

Vor kurzem fiel mir auf, dass ich gar keine Begeisterung mehr für die Themen verspüren kann. Viele meiner Kommilitonen bestätigen dies. Denn Begeisterung erfordert Hingabe und Zeit, sich auf etwas einzulassen. Die Zeit haben wir aber nicht. Das Umfeld, um Begeisterung verspüren zu können oder zu entwickeln, ist im Master meines Erachtens daher nicht gerade ideal. Für alle, die darüber nachdenken, ein Masterstudium an den Bachelor dranzuhängen, gilt also: Überlegt euch das gut, es braucht viel Ausdauer.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Nov 28, 2014
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Nov 28, 2014