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Studentenleben live

Jonglieren mit Leistungspunkten

Nach meiner Zeit im Krankenhaus hab ich mir überlegt, ob ich nicht vielleicht doch ein Urlaubssemester einlegen soll. Schließlich hab ich mich jedoch dagegen entschieden, weil mir eigentlich nur noch die Bachelorarbeit fehlt. Eines schönen Tages sitze ich also vor meinen Unterlagen, um nochmal nachzuprüfen, ob ich wirklich alle Scheine zusammen und mehr Punkte als nötig habe. Und dann, Moment! Ich war immer davon ausgegangen, dass ich 168 Leistungspunkte für den Bachelor brauche, das steht nämlich auch auf dem Datenblatt mit den aufgeführten Leistungen. Beim Blättern durch die Studienordnung sehe ich aber die Zahl 180. Das kann doch wohl nicht wahr sein?! Mein Herz bleibt für einen Moment stehen. Ich war irgendwie in dem Irrglauben gefangen, dass es mit 168 Punkten getan ist. Nochmal rechne ich nach, auf welche Punktzahl ich komme, wenn ich noch die eine Hausarbeit abgebe und, so Gott will, die Bachelorarbeit bestehe. WAS? 179 Punkte? Mir würde also noch genau ein Punkt fehlen? Na toll! Ist denn nicht irgendwo ein kleines Pünktchen aufzufinden?

Ein paar Tage später finde ich mich bei einem Dozenten wieder, der unseren Studiengang mit betreut. Ich schildere ihm meine Lage, dass ich lange krank war und jetzt alles ein bisschen drunter und drüber geht. Zusammen rechnen wir nochmal durch. Und? Puh, zu meiner großen Erleichterung habe ich in meinem Modulhandbuch eine Leistungspunktequelle übersehen. Im Rahmen der Bachelorarbeit (12 ECTS) kommt nämlich noch eine Wissenschaftliche Projektarbeit (2 ECTS) dazu. Halleluja!

Vorsichtshalber habe ich aber doch noch eine Vorlesung belegt, zwar auch nicht ganz regulär, weil ich so spät im Semester eingestiegen bin, aber sicher ist sicher!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Dec 10, 2014
Autor: Mia
Rubrik: studium
Dec 10, 2014

Studentenleben live

Kulturschock?

Menschen reden immer gleich von heftigen Kulturschocks, wenn jemand sich in der Fremde aufhält. Ich weiß nicht, ob ich sowas wirklich habe, aber manchmal überfordert mich die israelische Mentalität ein wenig.

Da sind zum Beispiel Momente, in denen mir wildfremde Menschen einen Platz unter ihrem Schirm anbieten, nur weil ich gerade ein paar Meter weiter durch denselben Regenschauer stapfe. Und da sind etliche Menschen, die mir ihre Handynummer gegeben haben. Wahrscheinlich machen sie das einfach nur aus Höflichkeit, denn anschließend antworten sie ein- oder keinsilbig, wenn ich davon Gebrauch mache. Es kommt mir so vor als gäbe es hier etliche Menschen, die nur an der Oberfläche kratzen und nie erzählen, was sie wirklich beschäftigt oder was sie insgeheim von anderen Menschen halten.

Ich habe einfach die ganze Zeit dieses Gefühl, dass alles nur Schein ist. Ich kann nicht einschätzen, ob jemand mich mag oder einfach nur sein Land gut repräsentieren will, und manchmal wünsche ich mir nichts sehnlicher als deutsche Kälte. Obwohl es im Westen dank vorweihnachtlicher Friedensstimmung gerade wohl nicht weniger scheinheilig zugeht. Aber das ist wenigstens nur einmal im Jahr. Vielleicht habe ich doch einen kleinen Kulturschock?

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Dec 9, 2014
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Dec 9, 2014

Studentenleben live

Schönes WG-Leben

Die ersten Wochen des Semesters sind wie im Zeitraffer an mir vorbeigerauscht. Obwohl ich dachte, mit diesem Stundenplan würde es etwas entspannter laufen, ist meine Woche in Wirklichkeit nun doch ziemlich vollgepackt. Ein paar Zusatzkurse zusammen mit meiner Cousine, ein Aushilfsjob plus meine neu entdeckte Motivation zum Sport – und der Stress ist perfekt. Doch in Zeiten wie diesen merke ich umso mehr, wie viel Glück ich mit meiner Mädels-WG habe. Während viele Erstis, die in den ersten Tagen zelten oder in Notunterkünften unterkommen mussten, zusätzlich noch nach einer Wohnung suchen, habe ich die ultimative Bleibe schon längst gefunden.

Meine Mädels und ich wohnen nun schon seit über einem Jahr zusammen in Göttingen und ich muss wirklich sagen, dass es ein großer Vorteil ist, dass wir uns schon seit Jahren kennen. Denn während andere erst noch feststellen müssen, ob sie auf der gleichen Wellenlänge sind, sind wir vier bereits ein eingespieltes Team. Und zusammen macht das Studentenleben auch einfach mehr Spaß!

„Ich hätte nie gedacht, dass dir dein Leben in Göttingen einmal so gefallen würde.“ Das hat meine Mutter inzwischen schon mehr als einmal gesagt, und da muss ich ihr wirklich recht geben. Mir war klar, dass es anders werden würde als meine ersten beiden Semester in Bonn, aber im Nachhinein stelle ich fest, dass ich nichts Besseres hätte machen können! Hier ist es nicht verwerfliches, wenn abends um zehn noch ein Berg Waffeln gebacken wird. Außerdem hat eine meiner Mitbewohnerinnen mir letztens erst Mühle beigebracht. Und auch sonst ist eine ganze Menge los. Ständig ist irgendwer zu Besuch, es gibt Spekulatius und wir trinken jeder mindestens einen Liter Tee am Tag. Und dass das Leben in so einer WG wirklich spitze ist, merken auch andere. Manche scheinen überhaupt nicht mehr gehen zu wollen. Und auch, wenn die eine oder andere höchstwahrscheinlich für ein Auslandssemester ausziehen wird, hoffe ich doch, dass es noch eine ganze Weile so entspannt in unserer WG bleiben wird.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Dec 8, 2014
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Dec 8, 2014