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Studentenleben live

Zum Thema Kisten

Ich bin jetzt schon seit über einem Jahr nicht mehr umgezogen und habe deshalb seltener mit Umzugskisten zu tun. In meinem Freundeskreis gab es aber in letzter Zeit zwei Umzüge, bei denen ich auch ein bisschen mithalf. Anfangs war bei beiden der Plan: Diesmal wird alles besser! Diesmal organisieren wir alles so optimal, dass keine Zeit verloren geht und wir reibungslos von Wohnort A nach Wohnort B gelangen. In der Praxis sah es dann anders aus. Wir saßen zusammen am Frühstückstisch vor dem großen Räumen und mussten bescheiden einsehen, dass schon jetzt die normalen Essenskonventionen nicht mehr galten: Es gab einfach keine Teller mehr.

Beim Kisten tragen kamen mir dann Kartons mit Kleidung und Uni-Unterlagen entgegen. Ich schleppte Kartons mit Aufschrift „Küche“, „Deko“ oder „Kinderzimmer“. Alles wunderbar, aber dann kam der Moment, in dem irgendwie keine Ordnung mehr herrschte. Verzweifelt schaute ich in einen Umzugskarton, in dem sowohl Bürokram als auch Deko waren. Moment, die Dekokisten sind doch schon weg. Was also tun? In solchen Momenten denke ich: Es muss doch eh alles in die neue Wohnung. Also stopfte ich noch eine Vorhangstange dazu und ab ging die Post. Ein: „Das brauche ich aber noch“ ließ ich einfach nicht gelten. In den meisten Fällen hat sich diese Notwenigkeit schnell erledigt. Dann packe ich die Vorhangstange eben zum Bürokram und runde die ganze Komposition noch mit etwas Hochzeitsdeko ab. Beim Auspacken kann es ja durchaus sein, dass die Ordner hinter einem Vorhang verschwinden sollen (die Stange ist dann schon da) und oben auf das Regal noch ein wenig Firlefanz zum Verschönern soll (dafür dann die Hochzeitsdeko). Wenn das mal nicht System hat!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jan 2, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jan 2, 2015

Studentenleben live

Wo ist das Licht?

Es dauert ein bisschen, bis ich erkenne, was es ist, das mich stört. Irgendwas ist. Es ist das Licht. Wenn ich in der Morgendämmerung zwischen den (zugegebenermaßen nicht so) hohen Gebäuden des Europaviertels zur Arbeit gehe, sehe ich kaum, ob der Himmel jetzt grau ist oder blau. Mir fehlt die Weite des Himmels aus Kapstadt. Egal ob vor meiner Wohnung in Observatory, am Strand in Clifton oder – natürlich – auf dem Tafelberg: Von überall konnte man das strahlende Blau sehen. Mir fehlen die bunt leuchtenden Farben, die Offenheit der Menschen, die Lässigkeit des Lebens. Stattdessen nur der Wecker, der jeden Morgen erbarmungslos klingelt, wütende belgische Fahrradfahrer in grellgelber Warnweste und mit Trillerpfeife bewaffnet, und diese klirrende Kälte. Außerdem ist Brüssel super-teuer und super-edel.

Und trotzdem kann man viel entdecken: Schmucke Kirchen verstecken sich in modernen Arbeitsvierteln und überraschenderweise höre ich hier fast weniger Deutsch als in Kapstadt. Nachts kann ich frei und unbesorgt herumlaufen, sowieso laufe ich so viel wie nie in Kapstadt. Das erste Mal zur Arbeit Radeln hat ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert und ein paar Sonnenstrahlen konnte ich unter meiner Mütze auch schon genießen. Trotz leichtem „Kap-Weh“ gefällt es mir hier.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Dec 24, 2014
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Dec 24, 2014

Studentenleben live

Rote Karte für den Präsidenten

Der 17. November ist in Tschechien ein Feiertag. Man gedenkt quasi doppelt: Dem Studentenaufstand 1939, der sich gegen die Schließung der tschechischen Universitäten und Hochschulen im damaligen Protektorat Böhmen und Mähren richtete, und, daraus resultierend, den 50 Jahre später stattfindenden ersten Protesten der samtenen Revolution. Eigentlich hatte man sich 1989 zum Gedenken an jenen Studentenprotest getroffen, doch daraus wurde recht bald eine Massendemonstration gegen die kommunistische Gegenwart.
Auch heute wird dieser Tag zu Demonstrationen genutzt, 2014 vor allem gegen Präsident Zeman. Die rote Karte für den Präsidenten einigte die Zeman-Gegner. Tatsächlich hatte sich der tschechische Präsident scheinbar (wieder mal) einiges zu Schulden kommen lassen. Abgesehen davon, dass er auf Dienstreisen in China und der Ukraine wohl mit Aussagen provozierte, die umgehend von der Regierung dementiert werden mussten, schwirrte eine Woche lang nur ein Thema durch die tschechischen Medien: Zeman, wie er mit wüstesten Beschimpfungen und vulgärsten Ausdrücken im Live-Interview über die russische Band „Pussy Riot“ herzog. Plötzlich wollte niemand mehr diesen Präsidenten gewählt haben, er sei eine Schande für Tschechien und solle einen Arzt zu Rate ziehen, um seine Alkoholprobleme zu lösen (Kommentar der Lidové Noviny, einer tschechischen Tageszeitung). Kurz: Der Rückhalt in der Bevölkerung sinkt enorm ...

 

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Dec 23, 2014
Autor: Inga
Rubrik: studium
Dec 23, 2014