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Studentenleben live

Last Christmas - als Studentin!

Traurig aber wahr: Das vergangene Weihnachten war mein letztes als Studentin. Ende März werde ich meinen Studentenstatus gegen das Berufsleben eintauschen. Knapp fünf Jahre Studium neigen sich dann dem Ende zu. Noch ein Grund mehr, die Festtage vollends zu genießen. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich bereits eine Klausur und zwei Präsentationen hinter mir. Direkt nach den Weihnachtsferien musste weitergebüffelt werden: Die übrigen Klausuren und Präsentationen wollten schließlich auch abgehakt werden. Irgendwie kam mir das Wintersemester schon immer stressiger vor als das Sommersemester. Liegt wahrscheinlich an den Weihnachtstagen. Ich kenne keine Studenten, die ihre Lernsachen über die Feiertage ausgepackt haben. Weihnachten war schon immer für die Familie und gute Freunde vorgesehen. Und nach Weihnachten ging es immer entspannt in die letzten Tage des Jahres, um es an Silvester noch einmal so richtig krachen zu lassen. Tja, da einem durch diese „Zwangspause“ meist knapp zehn Tage zum Lernen gefehlt haben, begann der Januar oft mit Power-Sessions zum Lernen, Vorbereiten und so weiter. Dieses Jahr ist es bei mir ähnlich. Ich muss zwar nicht für Klausuren lernen, aber dafür an meiner Masterarbeit weiter arbeiten. Ähnliche Situation, ähnliches Vorhaben: Weihnachten genieße ich ohne meinen Laptop, ohne Bücher und ohne Umfrageauswertungen mit meinen Liebsten.

Ich frage mich gerade, ob Weihnachten nächstes Jahr anders sein wird, wenn ich nicht mehr Studentin bin: Habe ich mehr Zeit, um die (Vor-)Weihnachtszeit zu genießen? Kommt wahrscheinlich auf den Job an. Denn Werbekampagnen können einen in der Vorweihnachtszeit auch ordentlich auf Trab halten, das habe ich ja schon als Praktikantin erfahren. Und schließlich sind Werbung, PR und Marketing die Bereiche, in denen ich einen Job finden möchte.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jan 16, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jan 16, 2015

Studentenleben live

Die Puppenstadt

Nach meiner dritten Woche in Brüssel beschloss ich, zwei meiner besten Freundinnen in Paris zu besuchen. Glücklicherweise hatten sie am Wochenende noch nichts vor und so war die Sache schnell geplant. In Paris schien mir das Französische gleich viel präsenter – hatte ich mich einfach nur schon an Brüssel gewöhnt oder lag es an den vielen internationalen Einflüssen der Stadt, dem Englisch, Spanisch und Italienisch, das man auf dem Weg von der Ständigen Vertretung zum Rat dauernd zu Ohren bekommt?
Nach ein paar Eingewöhnungsminuten ist es mit meinen Freundinnen fast so wie immer. Die eine ist frisch von ihrem Auslandssemester in Bogotá zurück, die andere hat gerade ein Praktikum bei der deutschen Botschaft in Shanghai absolviert. Wo fängt man da an zu erzählen? Am besten bei den Erfahrungen, die am neusten sind. Und so arbeiteten wir uns langsam Monat für Monat zurück bis zu unserem letzten Unitag in Hamburg, redeten über die gefährliche Metro im hektischen China, über Guerillakriege, die entspannte Atmosphäre in Kolumbien und den sich bestätigenden Käse-Fanatismus in Frankreich, während wir durch die Gassen dieser puppenhaft scheinenden Stadt schlenderten und frische Crêpes aßen. Obwohl es sich um ein Nachbarland zu Deutschland handelt, ist die Atmosphäre hier ganz anders. Es gibt ausgelassenen Auftritte von Orchestern auf den Straßen und ein gut ausgebautes Netz von Erasmus-Studenten. Ich bin mir sicher: Hier hätte es mir auch gefallen. Und nach diesem kleinen Vorgeschmack auf die „grande réunion“ meines Freundeskreises in Hamburg stieg – trotz zu erwartendem hohen Arbeitspensum – die Vorfreude auf den Unibeginn.

 

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jan 14, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jan 14, 2015

Studentenleben live

Eisregen oder die Tram schreibt Geschichte

Es war der erste winterliche Tag in Prag und ich war wieder mal zu spät dran. Mit öffentlichem Nahverkehr hatte ich in Tschechien auch im Winter nur gute Erfahrungen gemacht. Ich sorgte mich also kaum, als ich aus dem Haus spurtete und mich bereits auf dem obersten Treppenabsatz fast in die Horizontale beförderte: In der Nacht hatte es geregnet und dieser Regen war zu einer spiegelglatten Eisfläche gefroren.
Trotzdem trabte ich munter zur Straßenbahn. Vorbei an zentimeterlangen Eiszapfen; jeder Grashalm und jeder einzelne Ast war von einer dicken Eisschicht umgeben und es sah einfach märchenhaft aus. Meine einzige Sorge war, dass ich vergessen haben könnte, den Fotoapparat einzupacken und als ich an der Haltestelle ankam, wunderte ich mich nur kurz, warum so unglaublich viele Menschen dort standen. Gedankenversunken sah ich mich um und wartete. Mein Blick fiel auf die Oberleitungen über der Straße. Auch dort hingen Eiszapfen. Moment?! Dort hingen Eiszapfen?! Langsam dünkte mir, dass heute keine Straßenbahn kommen würde und dass das vielleicht auch der Grund war, warum so viele Leute hier vergeblich warteten. Auf der Gegenseite fuhr ein Ersatzbus vorbei.
Es würde also früher oder später ein Bus kommen, das war gut zu wissen. Er kam aber nicht.
Mein Kurs an der Uni hatte seit einer Viertelstunde begonnen als ich auf den Gedanken kam, mit der Metro zu fahren. Die würde wohl nicht eingefroren sein. Ich wartete also eine weitere Ewigkeit auf einen anderen Bus, in dem sich dann etliche Menschen drängelten. Sie waren trotzdem guter Dinge. Niemand meckerte. Ich war die einzige, die zu spät zum Seminar kam. Alle anderen waren wohl besser auf einen Wintereinbruch vorbereitet. Erst später erfuhr ich, dass erstmalig seit Bestehen der Prager Verkehrsbetriebe das komplette Straßenbahnnetz außer Betrieb war. Interessant, wie wenig das den Menschen hier auf die Laune schlägt!

 

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jan 13, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jan 13, 2015