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Studentenleben live

Altphilologen gesucht!

Als ich diesen Satz auf einem Aushang an der Bibliothek sah, musste ich genauer hinschauen. Altphilologen werden irgendwo gesucht? Das ist ja der Wahnsinn! Der Aushang war vom Slawischen Seminar. Einzige Bedingung: Man sollte die kyrillische Schrift lesen können. Nach meinem FSJ in Serbien, wo ja zum Teil kyrillische Schrift verwendet wird, ist das Lesen für mich kein großes Problem. Ich war sofort eingestellt. So leicht kann es manchmal gehen. Wer einen Blick auf die Blätter wirft, die ich nun für die HiWi-Stelle Korrektur lesen muss, dem schwirrt wahrscheinlich der Kopf vor lauter unbekannten Zeichen und Symbolen.

Mein Job ist es nämlich, die digitalisierte Version eines mittelalterlichen Wörterbuchs Altslawisch-Altgriechisch durchzusehen. Das heißt, jeden Eintrag lesen und prüfen, ob auch alle „merkwürdigen“ Zeichen vom Computer erkannt worden sind und richtig dargestellt werden. Natürlich kann man sich fragen: Wer braucht denn eigentlich ein Wörterbuch, um von der einen toten Sprache in die andere zu übersetzen? Aber mal ehrlich: Die Frage des „wozu?“ kann man sich bei den meisten Wissenschaften stellen. Und ich bin mir sicher, dass dieses Wörterbuch vielen Forschern extrem nützt und vielleicht auch irgendwann für eine große Erkenntnis sorgt. Und mit der Digitalisierung soll das Werk möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden, ohne dass sie in eine Bibliothek ans andere Ende der Welt fahren oder sogar das fragile Original benutzen müssen. Ich werde mir also von niemandem einreden lassen, dass mein HiWi-Job nutzlos wäre. Speziell sicher, aber eine Stelle im Callcenter, bei der man die Menschen mit Anrufen stört oder versucht, arme einsame Rentner über den Tisch zu ziehen, finde ich noch sinnloser. Oder Flyer für irgendeine Veranstaltung zu verteilen, zu der man selbst nie gehen würde und die entweder keiner annimmt, oder sie gleich in den nächstgelegenen Papierkorb wirft. Da lobe ich mir doch meinen ruhigen und gemütlichen Arbeitsplatz, die netten Kollegen, die flexible Zeiteinteilung und den Arbeitsalltag – gefüllt mit außergewöhnlichem Hirnjogging.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Jan 19, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Jan 19, 2015

Studentenleben live

Vom Urlaub in die Praxis

Gestern habe ich meine Zusage für das Praxissemester bekommen. Ab April werde ich also vier Tage die Woche in einer Sprachheilschule sein, viel von der Arbeit in so einer Einrichtung mitbekommen, viel selbst unterrichten und hoffentlich eine Menge Spaß haben.

Das einzig nervige ist, dass meine Stelle in Sindelfingen ist. Wir dürfen uns die Schule für dieses Praktikum nämlich leider nicht aussuchen. Ist wohl organisatorisch für die Uni und sicher auch die Schulen einfacher, wenn einfach alle halbwegs sinnvoll auf die kooperierenden Schulen verteilt werden. Irgendwie kann ich das nachvollziehen. Eine Stunde werde ich dann aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein. Aber immer noch besser, als umziehen zu müssen. So erging es nämlich einer Freundin von mir. Die Schule sieht dafür echt schön aus, es gibt tolle Angebote und ein gutes Schulkonzept. Gespannt bin ich, wer mit mir zusammen an der Schule sein wird. In der Regel ist man nämlich zu zweit. In unterschiedlichen Klassen zwar, aber zumindest bei den Unterrichtsbesuchen unserer betreuenden Dozenten schaut man sich einander zu. Vielleicht habe ich Glück und der- oder diejenige hat ein Auto. Dann könnte ich gegen ein bisschen Spritgeld ganz bequem mit zur Schule fahren.

Ansonsten habe ich ein bisschen Sorge, dass mich das Praktikum nach einem ziemlich entspannten Urlaubssemester im Ausland ganz schön überfordern könnte. Wieder an fünf Tagen in der Woche etwas tun (einen Tag muss ich nämlich noch zu praktikumsbegleitenden Veranstaltungen an der Hochschule) und wirklich regelmäßig etwas vorbereiten – das habe ich lang nicht mehr gemacht. Bisher reichte es immer, sich am Ende des Semester richtig reinzuhängen, um die Leistungsnachweise fristgerecht erbringen zu können

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Aber ich freue mich natürlich auf ein Semester voller Erfahrungen und schöner Momente und hoffe sehr, dass ich noch einmal eine Bestätigung bekomme, warum ich eigentlich Sonderpädagogik studiere.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jan 19, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jan 19, 2015

Studentenleben live

Last Christmas - als Studentin!

Traurig aber wahr: Das vergangene Weihnachten war mein letztes als Studentin. Ende März werde ich meinen Studentenstatus gegen das Berufsleben eintauschen. Knapp fünf Jahre Studium neigen sich dann dem Ende zu. Noch ein Grund mehr, die Festtage vollends zu genießen. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich bereits eine Klausur und zwei Präsentationen hinter mir. Direkt nach den Weihnachtsferien musste weitergebüffelt werden: Die übrigen Klausuren und Präsentationen wollten schließlich auch abgehakt werden. Irgendwie kam mir das Wintersemester schon immer stressiger vor als das Sommersemester. Liegt wahrscheinlich an den Weihnachtstagen. Ich kenne keine Studenten, die ihre Lernsachen über die Feiertage ausgepackt haben. Weihnachten war schon immer für die Familie und gute Freunde vorgesehen. Und nach Weihnachten ging es immer entspannt in die letzten Tage des Jahres, um es an Silvester noch einmal so richtig krachen zu lassen. Tja, da einem durch diese „Zwangspause“ meist knapp zehn Tage zum Lernen gefehlt haben, begann der Januar oft mit Power-Sessions zum Lernen, Vorbereiten und so weiter. Dieses Jahr ist es bei mir ähnlich. Ich muss zwar nicht für Klausuren lernen, aber dafür an meiner Masterarbeit weiter arbeiten. Ähnliche Situation, ähnliches Vorhaben: Weihnachten genieße ich ohne meinen Laptop, ohne Bücher und ohne Umfrageauswertungen mit meinen Liebsten.

Ich frage mich gerade, ob Weihnachten nächstes Jahr anders sein wird, wenn ich nicht mehr Studentin bin: Habe ich mehr Zeit, um die (Vor-)Weihnachtszeit zu genießen? Kommt wahrscheinlich auf den Job an. Denn Werbekampagnen können einen in der Vorweihnachtszeit auch ordentlich auf Trab halten, das habe ich ja schon als Praktikantin erfahren. Und schließlich sind Werbung, PR und Marketing die Bereiche, in denen ich einen Job finden möchte.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jan 16, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jan 16, 2015