Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Neujahrsprognose: großer Gegner

Die allseits beliebte Tradition des Bleigießens sorgt doch jedes Jahr aufs Neue für Lacher am Neujahrstag. Um es treffend à la “Dinner for One” zu sagen: „Same procedure as every year”. Und so fand sich auch an diesem ersten Tag im neuen Jahr meine Familie zusammen, um herauszufinden, was 2015 wohl für uns bereit halten wird. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich nicht so wirklich daran glaube, dass eine kleine abstrakte Bleifigur die Zukunft voraussagt. Ich gehöre eher zu der Kategorie Mensch, die denkt, dass sich jedes vorausgesagte Ereignis auf irgendein bestimmtes Erlebnis im Jahr beziehen lässt. Man findet also immer etwas, von dem man behaupten kann: „Oh ja, das passt wie die Faust aufs Auge! Das war ganz sicher damit gemeint.“ Ein paar kleine Beispiele aus der Realität: Im diesjährigen Bleigießen offenbarte sich meinem Vater die Botschaft „Neue, spannende Aufgaben“ – passt perfekt, da er ab Januar einen neuen Job hat. Bei meiner Schwester hieß es „Immer standhaft bleiben“ – das ließe sich bei ihr auf sehr, sehr viele Situationen beziehen, da sie manchmal nicht sehr entscheidungsfreudig ist. Ich dagegen erhielt die Botschaft „großer Gegner“ – passt ebenfalls bestens, da ich im Februar meine Masterarbeit abgeben werde. Das Ergebnis der letzten vier bis fünf Monate Recherche, Analysen und Auswertungen dürfte diese Bezeichnung mehr als berechtigt tragen, denn mich hat diese Arbeit das eine oder andere Mal schon an den Rand des Wahnsinns gebracht. Irgendwann kann man es einfach nicht mehr sehen. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn ich die Arebit endlich abgeben kann. Denn dann heißt es: Der große Gegner ist bezwungen!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jan 22, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jan 22, 2015

Studentenleben live

Technik als Sklaventreiber

In den letzte Wochen habe ich enorm oft vor meinem Laptop gesessen und mich mit dem Schreiben meiner Bachelorarbeit beschäftigt. Das Textdokument, in dem ich unter anderem arbeite, ist mittlerweile mein größter Feind und leider stürzt Word immer und immer wieder ab.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich schon richtig viel probiert: Office Reparaturfunktion anwenden, die Daten auf verschiedenen Datenträgern abspeichern, Desktop aufräumen und andere zeitaufwändige Sachen. Als letzte Maßnahme habe ich das Gerät in die PC-Garage der Uni gebracht. Dort habe ich es verständig aussehenden Männern zur Reparatur in die Hände gegeben. Sie sollten das Ding innerhalb einer Woche hoffentlich wieder heile machen. Nach Hause bin ich dann natürlich ohne meinen Laptop. Als ich so allein und verloren in der Küche stand, kam mir ein Gedanken an meine Bachelorarbeit: „Mensch, hat mir mein Betreuer eigentlich schon zurück geschrieben? Da müsst ich doch schnell mal nachschauen.“ Tja, aber das konnte ich natürlich nicht, meinen Laptop hatte ich ja abgegeben. Zehn Minuten später dann der nächste Geistesblitz „Ach, wie es wohl bei der eBay-Auktion ausschaut?“ Auch das konnte ich aber nicht überprüfen. Die darauf folgende Erkenntnis erfreute mich sehr. Ich hatte plötzlich richtig viel Zeit. Es setzte ein Gefühl der Freiheit ein. Ich schmiedete Pläne, wollte mal wieder ein Buch lesen oder, ganz verrückt, ein Bild malen. Letztlich entschied ich mich dann doch für Aufräumen und tat der Wohnung etwas Gutes.

Da sieht man mal, wie versklavt man mittlerweile von Computern ist. Ob mit ihnen wirklich alles immer schneller und einfacher geht wage ich zu bezweifeln. Dennoch hoffe ich, dass mein persönlicher Sklaventreiber wieder fit wird. Einen Neuen wollte ich mir nämlich eigentlich erst nach Ende der Bachelorarbeit zulegen. Das wären dann noch acht Wochen. Puh, langsam werde ich nervös!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jan 21, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jan 21, 2015

Studentenleben live

Altphilologen gesucht!

Als ich diesen Satz auf einem Aushang an der Bibliothek sah, musste ich genauer hinschauen. Altphilologen werden irgendwo gesucht? Das ist ja der Wahnsinn! Der Aushang war vom Slawischen Seminar. Einzige Bedingung: Man sollte die kyrillische Schrift lesen können. Nach meinem FSJ in Serbien, wo ja zum Teil kyrillische Schrift verwendet wird, ist das Lesen für mich kein großes Problem. Ich war sofort eingestellt. So leicht kann es manchmal gehen. Wer einen Blick auf die Blätter wirft, die ich nun für die HiWi-Stelle Korrektur lesen muss, dem schwirrt wahrscheinlich der Kopf vor lauter unbekannten Zeichen und Symbolen.

Mein Job ist es nämlich, die digitalisierte Version eines mittelalterlichen Wörterbuchs Altslawisch-Altgriechisch durchzusehen. Das heißt, jeden Eintrag lesen und prüfen, ob auch alle „merkwürdigen“ Zeichen vom Computer erkannt worden sind und richtig dargestellt werden. Natürlich kann man sich fragen: Wer braucht denn eigentlich ein Wörterbuch, um von der einen toten Sprache in die andere zu übersetzen? Aber mal ehrlich: Die Frage des „wozu?“ kann man sich bei den meisten Wissenschaften stellen. Und ich bin mir sicher, dass dieses Wörterbuch vielen Forschern extrem nützt und vielleicht auch irgendwann für eine große Erkenntnis sorgt. Und mit der Digitalisierung soll das Werk möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden, ohne dass sie in eine Bibliothek ans andere Ende der Welt fahren oder sogar das fragile Original benutzen müssen. Ich werde mir also von niemandem einreden lassen, dass mein HiWi-Job nutzlos wäre. Speziell sicher, aber eine Stelle im Callcenter, bei der man die Menschen mit Anrufen stört oder versucht, arme einsame Rentner über den Tisch zu ziehen, finde ich noch sinnloser. Oder Flyer für irgendeine Veranstaltung zu verteilen, zu der man selbst nie gehen würde und die entweder keiner annimmt, oder sie gleich in den nächstgelegenen Papierkorb wirft. Da lobe ich mir doch meinen ruhigen und gemütlichen Arbeitsplatz, die netten Kollegen, die flexible Zeiteinteilung und den Arbeitsalltag – gefüllt mit außergewöhnlichem Hirnjogging.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Jan 19, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Jan 19, 2015