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Studentenleben live

Technik als Sklaventreiber

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

21.01.2015

In den letzte Wochen habe ich enorm oft vor meinem Laptop gesessen und mich mit dem Schreiben meiner Bachelorarbeit beschäftigt. Das Textdokument, in dem ich unter anderem arbeite, ist mittlerweile mein größter Feind und leider stürzt Word immer und immer wieder ab.

Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich schon richtig viel probiert: Office Reparaturfunktion anwenden, die Daten auf verschiedenen Datenträgern abspeichern, Desktop aufräumen und andere zeitaufwändige Sachen. Als letzte Maßnahme habe ich das Gerät in die PC-Garage der Uni gebracht. Dort habe ich es verständig aussehenden Männern zur Reparatur in die Hände gegeben. Sie sollten das Ding innerhalb einer Woche hoffentlich wieder heile machen. Nach Hause bin ich dann natürlich ohne meinen Laptop. Als ich so allein und verloren in der Küche stand, kam mir ein Gedanken an meine Bachelorarbeit: „Mensch, hat mir mein Betreuer eigentlich schon zurück geschrieben? Da müsst ich doch schnell mal nachschauen.“ Tja, aber das konnte ich natürlich nicht, meinen Laptop hatte ich ja abgegeben. Zehn Minuten später dann der nächste Geistesblitz „Ach, wie es wohl bei der eBay-Auktion ausschaut?“ Auch das konnte ich aber nicht überprüfen. Die darauf folgende Erkenntnis erfreute mich sehr. Ich hatte plötzlich richtig viel Zeit. Es setzte ein Gefühl der Freiheit ein. Ich schmiedete Pläne, wollte mal wieder ein Buch lesen oder, ganz verrückt, ein Bild malen. Letztlich entschied ich mich dann doch für Aufräumen und tat der Wohnung etwas Gutes.

Da sieht man mal, wie versklavt man mittlerweile von Computern ist. Ob mit ihnen wirklich alles immer schneller und einfacher geht wage ich zu bezweifeln. Dennoch hoffe ich, dass mein persönlicher Sklaventreiber wieder fit wird. Einen Neuen wollte ich mir nämlich eigentlich erst nach Ende der Bachelorarbeit zulegen. Das wären dann noch acht Wochen. Puh, langsam werde ich nervös!

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