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Studentenleben live

Stippvisite in der französischen Botschaft

Von meiner Französischdozentin erhielt ich eine E-Mail, dass es für ihre Studierenden die Möglichkeit gab, an einem Besuch der französischen Botschaft teilzunehmen. Natürlich meldete ich mich an: Ich kannte die deutsche Botschaft und strebte einen Vergleich an, dem zumindest historisch gesehen die französische Botschaft von vorneherein nicht standhalten konnte. Aber vielleicht gab es ja andere interessante Dinge zu entdecken.
Ein wenig wunderte ich mich über die strengen Formalitäten: Anmeldefrist unglaublich weit im Voraus, Kopie des Personalausweises einreichen und kurz vorher kam noch eine E-Mail, man solle sich bitte zu Begriffen wie Deflation, Inflation etc. pp. informieren. Ich war etwas irritiert. Offensichtlich sollte ein Wirtschaftsvortrag gehalten werden. Davon würde ich trotz eingehender Wikipedia-Konsultation wahrscheinlich wenig verstehen.
Französische Botschaft, 17:02 Uhr. Ich war zwei Minuten zu spät, mein Name war schon zweimal aufgerufen worden und er war auffällig, weil er nicht wie alle Frauennamen in Tschechien auf –ová endet. Die einzige Deutsche war zu spät, oje.
Es gab dann tatsächlich einen Vortrag. Er war zwar weniger wirtschaftsbasiert als aufgrund der schrecklichen E-Mail angenommen, behandelte aber dennoch französisch-tschechische Wirtschaftsbeziehungen. Es war spannend, denn in dieser Konstellation kommt man schon rein geografisch nicht an Deutschland vorbei.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jan 23, 2015

Studentenleben live

Die Fahrkarten, bitte

Zu den vielen Vorteilen daran, Student zu sein, gehört neben billigeren Eintrittspreisen für Museen Theater und so weiter, Vergünstigungen bei Abonnements und geringeren Mitgliedsbeiträgen definitiv das Semesterticket. Für nur 150 Euro kann man innerhalb des VRRs, dem Düsseldorfer Verkehrsverbund, ein Fahrrad und am Wochenende und abends nach 19 Uhr eine weitere Person auf seinem Ticket mitnehmen. Diese Regelung nutze ich gerne, wenn Freunde von außerhalb zu Besuch kommen. Mittlerweile ist das Mitnehmen gerade mit einer Freundin aus Rheinland-Pfalz, die mich regelmäßig besuchen kommt, schon Routine und der Satz „Sie fährt bei mir mit“ kommt mir immer leichter über die Lippen.

Umso mehr verunsicherte mich die folgende Situation: Besagte Freundin und ich wollten eine weitere Freundin in der Nähe von Viersen besuchen und waren nur noch eine Station davon entfernt, als der Kontrolleur kam: „Fahrausweise bitte!“ Ich hielt ihm mein Semesterticket hin. Der Kontrolleur segnete es ab und wandte sich an meine Freundin: „Und Sie?“ – „Sie fährt bei mir mit.“ – „Das geht aber nicht.“ – Puh! Für einen Moment rutschte mir wirklich das Herz in die Hose. Schwarzfahren kostet 40 Euro und ich wäre ja schon irgendwie dran schuld. Dann fing ich an, mit dem Schaffner zu diskutieren. Der hatte sichtlich keine Lust auf Diskussionen und meinte nur, ich solle doch nochmal die Bestimmungen nachlesen, dann ging er – ohne ein Bußgeld zu verhängen.

Die Uni-Website gab mir zum Glück recht und auch den Tipp, sich von Kontrolleuren nicht verunsichern zu lassen. Jede Uni hat ein anders aussehendes Semesterticket und wenn man ein, zwei Städte entfernt ist, sind die Schaffner möglicherweise nicht ganz vertraut mit den jeweiligen Konditionen. So werde ich auch in Zukunft beruhigt Leute auf meinem Ticket mitnehmen – den Luxus muss man schließlich ausnutzen!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 22, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 22, 2015

Studentenleben live

Coming home

Weihnachtszeit – die Zeit, in der ich traditionell nach Hause komme. Ich schlafe ungewohnterweise wieder in meinem alten Kinderzimmer, treffe alte Freunde, lebe mein altes Leben. Es ist schön, die Leute zu sehen, ein paar entspannte Tage mit der Familie zu genießen und ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Aber mein richtiges Zuhause ist das nicht mehr. Da bin ich erst, wenn ich die Tür zu meiner WG aufschließe und in mein leeres Zimmer komme, in dem ich mich sofort so wohl fühle wie vor einem halben Jahr. Die Fotos meiner Reisen hängen noch, der Ausblick aus dem Zimmer hat sich nicht verändert und nach einer halbtägigen Auf- und Einräumaktion ist alles beim Alten. Zumindest fast, denn hier und da haben sich ein paar afrikanische Souvenirs eingeschlichen.

Weil Hamburg feiertagstechnisch nicht viel zu bieten hat, geht bei uns die Uni schon am 04. Januar los. Doch kein Grund für schlechte Laune, denn das bedeutet, dass ich meine ganzen Freunde früher wieder sehe. Die ersten paar Wiedersehen habe ich ja schon in Oxford und Paris hinter mich gebracht, und auch hier arbeite ich mich langsam zur „großen Wiedervereinigung“ vor. Ein paar erste Treffen, bei denen ich gar nicht weiß, womit ich anfangen soll, zu fragen oder zu erzählen, doch trotzdem ist irgendwie alles wie immer. Und auch, wenn ich ein bisschen Bammel vor den nächsten Jahren habe – Hausarbeiten, Seminararbeit, Schwerpunktprüfungen, Examensvorbereitung und schließlich die Krönung, das Examen – sagt mir mein Herz, dass ich endlich wieder zu Hause angekommen bin.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jan 22, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jan 22, 2015