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Studentenleben live

Die Mühle dreht sich weiter

Trotz leichtem Widerwillen freue ich mich, als ich am ersten Unitag das Gebäude der Bucerius Law School wieder betrete. Und damit der Einstieg nicht gleich zu anstrengend wird, gibt’s erstmal ein „Welcome Back-Frühstück“. Zu Croissants und Kaffee unterhalte ich mich mit Leuten über New York und Shanghai, sehe auch Gesichter wieder, die ich nicht so sehr vermisst habe, und fühle mich ein bisschen komisch. Schon wieder hier? So schnell ging das also! Das Auslandssemester, von dem alle sagen, es wäre die beste Zeit des Studiums, vorbei.

Aber ganz schnell bin ich auch schon wieder drin in meinem alten Leben. Gehe routiniert vom Spind zur Mensa, setze mich voll beladen mit Gesetzestexten in die Vorlesung und kann mich sogar konzentrieren, ohne die ganze Zeit von Kapstadt zu träumen – eindeutig ein Vorteil, wenn zwischen Auslandssemester und Studienstart ein Praktikum liegt, das einen wieder ein bisschen an die harte Realität gewöhnt. Ein Quäntchen südafrikanische Gelassenheit konnte ich mir trotzdem bewahren, und so sind die ersten Tage komplett ohne Besuch in der Bib, dafür mit langen Kuchen-Sessions in der Coffee Lounge und abendlichen Kino-Besuchen gespickt. So könnte es von mir aus erstmal weitergehen!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jan 29, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jan 29, 2015

Studentenleben live

eBook-Reader

Neulich in der Uni flippte einer meiner Freundinnen schier aus, als sie vor mir auf dem Tisch einen eBook-Reader liegen sah. Noch vor einem Jahr habe ich die diese Industrie selbst aufs schärfste verurteilt. Es kann ja wohl nicht sein, dass man eine Geschichte nur auf einem Bildschirm liest, ohne dabei das Gefühl des Umblätterns und den Geruch der Seiten in der Nase zu haben. Diese Entwicklung darf man ja wohl nicht unterstützen! Und auch wenn normale Bücher wohl nicht vollständig vom Markt zu verdrängen sind, so gibt es doch einige literarische Ergüsse, die zumindest erstmalig nur elektronisch veröffentlicht werden.

Warum habe ich als Kritikerin nun so ein Teil vor mir liegen? Nun ja, ich bin in den letzten Jahren zu einer Bahn-Leserin geworden, lese fast ausschließlich im Zug, fahre aber auch pro Woche mindestens zwei Stunden lang. Der Bestand ungelesener, mich interessierender Bücher der örtlichen Bibliothek schrumpft seitdem konstant. Als ich vor einigen Monaten im Online-Katalog dann nach einem bestimmten Buch suchte, fiel mir auf, dass es dieses zwar gab – aber nur als eBook-Version. Ich kam ins Grübeln. Bei der Auswahl an elektronischen Büchern in der Bibliothek … Dafür würde sich die Anschaffung eines solchen Geräts schon fast lohnen. Mama und Papa erfüllten mir den Wunsch zu Weinachten.

Nach mittlerweile rund einem Monat mit diesem neumodischen Lesegerät kann ich bilanzieren: Der Vorteil an dem Reader ist definitiv, dass man platzsparend viele Bücher mitnehmen kann. Im Urlaub, in der Bahn, beim Babysitten. Ich habe immer 20 dicke Bücher in der Tasche, die zusammen so viel wiegen wie ein dünnes. Genau so einfach ist das Beschaffen neuer Bücher: ein bisschen im Online-Katalog der Bibliothek stöbern, runterladen, auf den eBook-Reader ziehen. Oder eine Freundin fragen, die ungefähr alle Bücher der Welt auf ihrem Computer hat – und in fünf Minuten hat man ein halbes Bücherregal. Ob das wirklich ein Vorteil ist, oder ob ich irgendwann metaphorisch unter der Menge an Büchern begraben werde, weiß ich allerdings noch nicht.

Der Nachteil ist definitiv, dass mir beim Lesen das Lesegefühl fehlt. Ich kann nicht den Finger zwischen die Seiten legen, das Buch in der Hand halten und ein richtiges Lesezeichen hineinlegen.

Mein Fazit: Ich werde meinen eBook-Reader in Zukunft sicherlich weiterhin nutzen, um Bücher, die ich kostenlos bekommen kann, zu lesen. Müsste ich mich zwischen Buch und eBook entscheiden, würde ich jedoch trotz des höheren Preises immer das haptische Buch wählen.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jan 28, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jan 28, 2015

Studentenleben live

Stippvisite in der französischen Botschaft

Von meiner Französischdozentin erhielt ich eine E-Mail, dass es für ihre Studierenden die Möglichkeit gab, an einem Besuch der französischen Botschaft teilzunehmen. Natürlich meldete ich mich an: Ich kannte die deutsche Botschaft und strebte einen Vergleich an, dem zumindest historisch gesehen die französische Botschaft von vorneherein nicht standhalten konnte. Aber vielleicht gab es ja andere interessante Dinge zu entdecken.
Ein wenig wunderte ich mich über die strengen Formalitäten: Anmeldefrist unglaublich weit im Voraus, Kopie des Personalausweises einreichen und kurz vorher kam noch eine E-Mail, man solle sich bitte zu Begriffen wie Deflation, Inflation etc. pp. informieren. Ich war etwas irritiert. Offensichtlich sollte ein Wirtschaftsvortrag gehalten werden. Davon würde ich trotz eingehender Wikipedia-Konsultation wahrscheinlich wenig verstehen.
Französische Botschaft, 17:02 Uhr. Ich war zwei Minuten zu spät, mein Name war schon zweimal aufgerufen worden und er war auffällig, weil er nicht wie alle Frauennamen in Tschechien auf –ová endet. Die einzige Deutsche war zu spät, oje.
Es gab dann tatsächlich einen Vortrag. Er war zwar weniger wirtschaftsbasiert als aufgrund der schrecklichen E-Mail angenommen, behandelte aber dennoch französisch-tschechische Wirtschaftsbeziehungen. Es war spannend, denn in dieser Konstellation kommt man schon rein geografisch nicht an Deutschland vorbei.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
Jan 23, 2015