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Studentenleben live

Die Bachelorarbeit

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

05.02.2015

Umgeben von Büchern und Zetteln schreibe ich diese Zeilen an meinem Schreibtisch. Ich stecke im Moment mitten in den Schreibarbeiten für meine Abschlussarbeit. Und wenn ich mir so meinen Schreibtisch anschaue, wird es Zeit, dass ich langsam mal fertig werde. Ich freu mich schon drauf, wieder Platz für andere Dinge zu machen. Aber ich freue mich auch, dass ich mir im Moment die Zeit nehmen darf, um „einfach nur“ die Arbeit zu schreiben, schließlich trage ich das Päckchen schon seit über einem halben Jahr mit mir herum.

Es gibt so viel Denkarbeit, Fleißarbeit und Motivationsarbeit, die mit so einer Arbeit verbunden ist – und es gibt Tage oder gar Wochen, in denen gefühlt einfach gar nichts geht. Da kommen dann Gedanken hoch wie: „Oh man, ich werde das nie hinkriegen“, „Ich sollte das Studium abbrechen“, „Bescheuertes Methanpotenzial, bescheuerter Zwergholunder, alles bescheuert, mir hängt mein Thema zum Hals raus“ oder einfach „Ich mag nicht mehr“. In diesen Notsituationen sollte man nicht allein bleiben, denn im ehrlichen Gespräch mit anderen, die auch unter den Freuden und Qualen einer Abschlussarbeit zu leiden haben, stellt sich heraus: Alle erleben tiefergreifende Schrecken rund um die Arbeit. Viele haben ebenfalls Angst, nicht fertig zu werden und diverse Schreckmomente, wenn Word, Excel oder einfach der ganze PC abschmiert, große Wutausbrüche beim Einfügen von Bildern und kleinere, wenn sie sich nicht entscheiden können welche Schriftart sie verwenden sollen.

In einem Monat ist mein Abgabetermin und eigentlich kann ich wirklich dankbar sein, dass rund um die Versuche meiner Bachelorarbeit gute Ergebnisse für die Biogaserträge des Zwergholunders herausgekommen sind. Das vereinfacht das Schreiben. Jetzt mach ich aber Schluss, denn mein Mann braucht nebenan etwas Unterstützung bei einem Wutausbruch – er formatiert gerade seine Masterarbeit.

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