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Studentenleben live

Der Masterplan

Kleines Zwischenfazit: Das Psychologie-Studium ist zwar definitiv nicht so stressig wie Medizin, aber so entspannt wie ich gedacht hatte, ist es zumindest in der Prüfungszeit auch nicht. Die Prüfungen zu bestehen, ist bei Psychologie hingegen gar kein Problem, wie ich finde. Hier ist die große Herausforderung eher, möglichst gut zu sein und eine Eins vor dem Komma zu erreichen. Denn mit einer Zwei wird es schwierig, einen Platz für den Master zu finden – und den möchte ich eigentlich schon gern machen.

Das Psychologie-Studium macht mir nämlich sehr viel mehr Spaß als das Medizin-Studium. Die Inhalte liegen mir viel mehr und auch die Art wie man lernt kommt mir total entgegen: Es geht weniger um Detailwissen, sondern eher um das Verstehen etwas größerer Zusammenhänge. Trotzdem muss man sie natürlich auch auswendig lernen. Man lernt aber mit einem anderen Fokus, weil die Prüfungen Freitext-Antworten verlangen und nicht im Multiple-Choice-Modus abgehalten werden. Deshalb lerne ich nicht nur stupide auswendig, sondern so, dass ich das Gelernte wiedergeben, verknüpfen oder sogar übertragen kann. Doch auch wenn mir die drei Module des ersten Semesters (Einführung in die Psychologie, Biopsychologie und Statistik) Spaß gemacht haben, bin ich jetzt froh, die Prüfungen hinter mit zu haben und endlich wieder frei zu sein.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Feb 20, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Feb 20, 2015

Studentenleben live

Helau?

Früher fand ich Karneval klasse. Bibi Blocksberg, Marienkäfer, Micky Maus, Teufelin, Alien, Hermine Granger – und das sind nur die Kostüme, an die ich mich spontan erinnern kann. Mit zunehmendem Alter kam dann allerdings irgendwie immer mehr Alkohol dazu. Alkoholisierte Menschen sind an einem einzelnen Abend in der Disco kein Problem, aber fast eine Woche lang von morgens bis abends, dazu noch verkleidet, gezwungen gut gelaunt und zum Teil schockierenderweise älter als meine eigenen Eltern … nichts für mich. Wer Spaß am Feiern hat, dem möchte ich diesen gar nicht schlechtreden, aber ich persönlich schließe mich in der Regel an „Altweiber“ in meinem Zimmer ein und komme erst am Aschermittwoch wieder heraus, um ja dem Trubel zu entgehen.

Das hat in den vergangenen Jahren gut geklappt. Dieses Jahr wurde ich allerdings von einer Kölner Freundin zu einem Anti-Karnevals-Film-Marathon in Köln eingeladen. Mein Freund, meine Familie und der Großteil meiner Freunde aus Düsseldorf waren wahlweise verkleidet feiern oder in karnevalsfreie Zonen geflohen, also dachte ich mir, ein bisschen Anti-Karnevalsgesellschaft wäre ganz schön und machte mich auf den Weg.

Vielleicht hätte ich vorher mal genauer nachdenken sollen. Von Düsseldorf nach Köln zu fahren, ist wie vom Regen in die Traufe zu kommen. Das merkte ich schon, als ich aus der geschmückten Bahn am Düsseldorfer Hauptbahnhof ausstieg, beim Gleiswechsel mit Helene Fischer zugeschallt wurde und im Regional-Express nach Köln dann ungefähr die einzige nicht verkleidete Person war. Dennoch war ich ganz optimistisch, heil anzukommen. Immerhin war der Zug nicht so überfüllt, wie er hätte sein können.

Dann kam Köln. Es war nicht das erste Mal, dass ich besagte Freundin besuchte, und ich weiß mittlerweile genau, welche U-Bahn und welchen Bus ich wo nehmen muss. Nur leider standen überall verkleidete Menschen, die auf den Karnevalsumzug warteten. U-Bahnen und besonders Busse würden hier wohl heute eher nicht verkehren. Einer Reise-App auf meinem Smartphone, Nachfragen bei Passanten und Telefonaten mit meiner Freundin, die mir geduldig den Weg aus dem Getümmel erklärte, retteten mich aber schließlich und es wurde noch ein schöner Abend – ganz ohne Karneval.

Fazit: Karneval lässt sich auch als Karnevalsmuffel meistern – aber im nächsten Jahr bleibe ich vielleicht doch lieber zu Hause.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 19, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 19, 2015

Studentenleben live

Wenn einer eine Wohnung sucht ...

… dann kann er was erleben.

Nachdem meine Wohnzeit im schönen Wohnheim Vauban nun endgültig abgelaufen ist, muss ich mir in Freiburg eine neue Bleibe suchen. Alle, die jemals in der gleichen Situation waren wie ich, wissen, was das bedeutet: Stress pur. Es gibt einfach mehr Menschen als Zimmer. Schon bevor ich mit der Suche angefangen habe, hatte ich eigentlich keine Lust mehr. Aber statt zu verzagen sagte ich mir, nehme ich es mal mit Humor und schaue, was für verrückte Menschen und Geschichten mir so über den Weg laufen.

Eine der ersten Wohnungen, die ich besichtigte, wurde von einem älteren Herrn vermietet, der so schwerhörig war, dass er mich am Telefon kaum verstehen konnte. Nachdem wir uns dann auf einen Termin zur Besichtigung verständigen konnten, erzählte er mir noch lang und breit von der Wohnung, in der er wohnte. Warum das für mich interessant sein sollte? Das fragte ich mich auch, bis er mir anbot, ich könnte dann auch seine Sauna mitbenutzen. Aha … Na, vielen Dank auch für dieses schmierige Angebot.

Die Zweite Wohnung war nett gelegen und auch die Mitbewohnerinnen sehr sympathisch. Leider war das Zimmer komplett verschimmelt und der Vermieter weigerte sich, etwas dagegen zu tun. Muss er leider auch nicht, in Freiburg wird jemand das verschimmelte Zimmer nehmen – mit Sicherheit. Eine Freundin von mir, die auch gerade auf Zimmersuche ist, erzählte von einer Wohnung mit Mäusen (freilaufend…). Da weiß ich jetzt auch nicht, was mir lieber wäre.

Bei der dritten Wohnung habe ich mich gefragt, ob ich im falschen Film bin – oder ob Freiburg wirklich so klein ist. Ich kam zu Tür rein und die eine Mitbewohnerin begrüßte mich: „Hallo, dich kenne ich, du warst schon mal hier zur Wohnungsbesichtigung.“ Nach ein paar Sekunden kam auch sie mir bekannt vor und ich erinnerte mich an meine allererste Woche in Freiburg, wo ich noch nicht einmal offiziell eingeschrieben war und nach Zimmern gesucht hatte … Oh mein Gott, das ist doch nicht die Wohnung von damals ohne Heizung? Doch, das war sie. In den vergangenen vier Jahren haben es die Vermieter wohl immer noch nicht geschafft, die Wohnung an die Zentralheizung anzuschließen.

Die vierte Wohnung habe ich gestern besichtigt. Am Telefon hatte mir die Vermieterin schon erklärt, dass es sich um eine besondere WG handelt. Es wohnen außer ihr nämlich noch ihre 15-jährige Tochter und zwei Studis in der Wohnung. Die wichtigste Voraussetzung sei natürlich gegenseitige Rücksicht. Außerdem dürfen ausschließlich Frauen einziehen, die sich vegetarisch ernähren. Puh. Nachdem sie mir noch gefühlte 100 weitere Regeln ihres Haushaltes erklärt hatte, schaltete sich auch die Tochter ein, die bis dahin still auf dem Sofa gesessen hatte. „Darf ich dir noch einen Tanz vortanzen? Ich liebe nämlich Bollywood und habe mir selbst einen ausgedacht.“ Also habe ich doch tatsächlich einem pubertierenden Mädchen mit fester Zahnspange im Sari und klappernden Armreifen beim Tanzen zugeschaut. Was erlebt man nicht alles bei der Zimmersuche in Freiburg.

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Feb 18, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Feb 18, 2015