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Studentenleben live

Alles eine Frage des Geldes

Ich möchte wirklich gerne ein Praktikum machen und habe zwei im Hinterkopf, die ich wirklich vielversprechend finde: bei Thalia und beim Deutschen Taschenbuch Verlag in München. Klingt doch super! Also los, Ansprechpartner ermitteln und raus mit den Bewerbungen.

Zumindest von Thalia kam ziemlich schnell eine Antwort und das Vorstellungsgespräch im hauseigenen Café war auch sehr entspannt und anregend. Der einzige Haken: das Praktikum wäre unbezahlt. Puh, das versetzt der Motivation natürlich erstmal einen ziemlichen Dämpfer. Selbstverständlich sollte es an erster Stelle um die neuen Erfahrungen gehen, die man während solch einer Anstellung sammeln kann, aber drei Tage die Woche voll arbeiten und mit leeren Taschen nach Hause gehen? Eine schöne Vorstellung ist das ja irgendwie nicht. Dabei geht es gar nicht unbedingt ums Geldverdienen, sondern viel eher um das Gefühl, für seine Arbeit und Anstrengungen entlohnt zu werden. Meine Mutter war sauer „Das ist doch Ausbeutung. Wieso solltest du das denn dann überhaupt machen wollen? Da kannst du ja genauso gut woanders arbeiten gehen.“ Naja, irgendwo hat sie damit recht. Aber ich schätze, dass die stupide Arbeit an der Supermarkt-Kasse oder das Ausschenken von Bier in einer Kneipe mich beruflich auch nicht wirklich weiterbringen – zumindest, wenn ich irgendwann mal etwas mit meinem Studium anfangen will.

Das ist auch der Grund, weshalb ich mich dazu entschieden habe, in den sauren Apfel zu beißen und das Praktikum bei Thalia anzutreten. Dass eine Anstellung wie diese vergütet wird, ist heutzutage ja leider eher eine Ausnahme als die Regel und sollte bei meiner Entscheidung ja nun auch wirklich nicht der ausschlaggebende Punkt sein. Stattdessen freue ich mich auf die Einblicke in den Buchhandel und die vielen, neuen Eindrücke, die damit verbunden sind. Außerdem werde ich nicht nur in die vielfältigen Teilbereiche der Buchhandlung hineinschnuppern können, sondern darf auch einen Schwerpunkt wählen, der mich besonders interessiert, und das wäre natürlich die Kinder- und Jugendbuchliteratur! Wer weiß, vielleicht hilft mir dieses neue Wissen ja mal weiter.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Feb 23, 2015

Studentenleben live

Der Masterplan

Kleines Zwischenfazit: Das Psychologie-Studium ist zwar definitiv nicht so stressig wie Medizin, aber so entspannt wie ich gedacht hatte, ist es zumindest in der Prüfungszeit auch nicht. Die Prüfungen zu bestehen, ist bei Psychologie hingegen gar kein Problem, wie ich finde. Hier ist die große Herausforderung eher, möglichst gut zu sein und eine Eins vor dem Komma zu erreichen. Denn mit einer Zwei wird es schwierig, einen Platz für den Master zu finden – und den möchte ich eigentlich schon gern machen.

Das Psychologie-Studium macht mir nämlich sehr viel mehr Spaß als das Medizin-Studium. Die Inhalte liegen mir viel mehr und auch die Art wie man lernt kommt mir total entgegen: Es geht weniger um Detailwissen, sondern eher um das Verstehen etwas größerer Zusammenhänge. Trotzdem muss man sie natürlich auch auswendig lernen. Man lernt aber mit einem anderen Fokus, weil die Prüfungen Freitext-Antworten verlangen und nicht im Multiple-Choice-Modus abgehalten werden. Deshalb lerne ich nicht nur stupide auswendig, sondern so, dass ich das Gelernte wiedergeben, verknüpfen oder sogar übertragen kann. Doch auch wenn mir die drei Module des ersten Semesters (Einführung in die Psychologie, Biopsychologie und Statistik) Spaß gemacht haben, bin ich jetzt froh, die Prüfungen hinter mit zu haben und endlich wieder frei zu sein.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Feb 20, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Feb 20, 2015

Studentenleben live

Helau?

Früher fand ich Karneval klasse. Bibi Blocksberg, Marienkäfer, Micky Maus, Teufelin, Alien, Hermine Granger – und das sind nur die Kostüme, an die ich mich spontan erinnern kann. Mit zunehmendem Alter kam dann allerdings irgendwie immer mehr Alkohol dazu. Alkoholisierte Menschen sind an einem einzelnen Abend in der Disco kein Problem, aber fast eine Woche lang von morgens bis abends, dazu noch verkleidet, gezwungen gut gelaunt und zum Teil schockierenderweise älter als meine eigenen Eltern … nichts für mich. Wer Spaß am Feiern hat, dem möchte ich diesen gar nicht schlechtreden, aber ich persönlich schließe mich in der Regel an „Altweiber“ in meinem Zimmer ein und komme erst am Aschermittwoch wieder heraus, um ja dem Trubel zu entgehen.

Das hat in den vergangenen Jahren gut geklappt. Dieses Jahr wurde ich allerdings von einer Kölner Freundin zu einem Anti-Karnevals-Film-Marathon in Köln eingeladen. Mein Freund, meine Familie und der Großteil meiner Freunde aus Düsseldorf waren wahlweise verkleidet feiern oder in karnevalsfreie Zonen geflohen, also dachte ich mir, ein bisschen Anti-Karnevalsgesellschaft wäre ganz schön und machte mich auf den Weg.

Vielleicht hätte ich vorher mal genauer nachdenken sollen. Von Düsseldorf nach Köln zu fahren, ist wie vom Regen in die Traufe zu kommen. Das merkte ich schon, als ich aus der geschmückten Bahn am Düsseldorfer Hauptbahnhof ausstieg, beim Gleiswechsel mit Helene Fischer zugeschallt wurde und im Regional-Express nach Köln dann ungefähr die einzige nicht verkleidete Person war. Dennoch war ich ganz optimistisch, heil anzukommen. Immerhin war der Zug nicht so überfüllt, wie er hätte sein können.

Dann kam Köln. Es war nicht das erste Mal, dass ich besagte Freundin besuchte, und ich weiß mittlerweile genau, welche U-Bahn und welchen Bus ich wo nehmen muss. Nur leider standen überall verkleidete Menschen, die auf den Karnevalsumzug warteten. U-Bahnen und besonders Busse würden hier wohl heute eher nicht verkehren. Einer Reise-App auf meinem Smartphone, Nachfragen bei Passanten und Telefonaten mit meiner Freundin, die mir geduldig den Weg aus dem Getümmel erklärte, retteten mich aber schließlich und es wurde noch ein schöner Abend – ganz ohne Karneval.

Fazit: Karneval lässt sich auch als Karnevalsmuffel meistern – aber im nächsten Jahr bleibe ich vielleicht doch lieber zu Hause.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Feb 19, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Feb 19, 2015