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Studentenleben live

Studium: Go for it!

Das ist der Kreislauf der Dinge: Ich ziehe aus Berlin weg und eine sehr gute Freundin von mir zieht her. Ich beende mein Studium und sie spielt mit dem Gedanken, eins zu beginnen. Wir haben intensiv über diesen Schritt gesprochen, sie ist sich nämlich noch nicht ganz sicher. Nach dem Abitur hat sie zunächst eine Ausbildung und schließlich eine Weiterbildung absolviert. Durch diese Weiterbildung hat sie schnell aufsteigen können. Dennoch verspürt sie den Wunsch, sich noch weiter zu bilden. Ein Studium an einer Fachhochschule wäre da perfekt. Sie könnte auf ihrer Berufserfahrung aufbauen und sich somit für die nächsten Sprossen auf der Karriereleiter qualifizieren. Trotzdem hat sie Angst, dass sie nach Beendigung eines Studiums zu alt sein könnte. Ich habe ihr gleich eine Vielzahl von Gegenbeispielen bieten können, bei denen das Alter gar kein Problem ist. Mein Verlobter war bei Beendigung seines Masterstudiums beispielsweise 29. Jetzt arbeitet er bei VW und gehört in seinem Team mit zu den Jüngeren. Zweites Beispiel: (Ehemalige) Kommilitonen. Schon in meinem Bachelor gab es viele, die 25 oder älter waren. Einer war sogar schon 30. In meinem Master wird eine Kommilitonin demnächst 33. Auch sie hat vor dem Studium eine Ausbildung gemacht.

Wie ihr also seht, lautet meine Devise: Go for it! Ich denke, ein (absolviertes) Studium ist niemals umsonst. Es zahlt sich immer aus und öffnet zum Beispiel Türen, die vorher verschlossen waren. Genau das sollte man sich immer vor Augen halten, wenn man mal frustriert über den Büchern hängt und für eine Klausur büffelt. Natürlich kann man aber auch ohne Studium ein tolles Arbeitsleben haben. Am Ende muss es jeder für sich selbst entscheiden.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 25, 2015

Studentenleben live

Von der MA-Verteidigung in den Flieger

In meinem Kopf hatte ich es immer wieder vermieden weiter darüber nachzudenken, doch nun lässt es sich nicht mehr verdrängen: Die Verteidigung der Masterarbeit will noch geschafft werden als letzter Schritt auf dem Weg zum Studienabschluss. Da die Ausreise für mich schon viel präsenter ist, musste ich mich immer wieder daran erinnern, dass am folgenden Donnerstag meine Anwesenheit in der Uni nochmal erwünscht war. Unter diesen Umständen fiel es mir auch reichlich schwer, mich auf die Prüfung konzentriert vorzubereiten, da sie mir trotz ihrer relativen Wichtigkeit (im CP-System) sehr nebensächlich vorkam.

Als der Tag dann endlich da war, war ich doch tatsächlich aufgeregt, was es mir leichter machte, mich endlich auf das Kommende zu fokussieren. Im Nachhinein hat die Prüfung sogar Spaß gemacht, da sie mir endlich die Gelegenheit gab, über die Inhalte, die ich monatelang alleine und ohne große Rückkoppelung bearbeitet hatte, zu sprechen. Zum Teil kamen auch einige gewiefte Fragen; doch nichts, was sich mit einigem Nachdenken nicht meistern ließ.

Das war es erst mal mit der Uni. Bye, bye schönes Studentenleben, bye, bye Forschung. Es geht wieder etwas Neues los ... Statt Arbeitssuche lautet mein nächstes Projekt erst einmal: Lima. Bald fange ich dort ein sechsmonatiges Praktikum an.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Feb 24, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Feb 24, 2015

Studentenleben live

Alles eine Frage des Geldes

Ich möchte wirklich gerne ein Praktikum machen und habe zwei im Hinterkopf, die ich wirklich vielversprechend finde: bei Thalia und beim Deutschen Taschenbuch Verlag in München. Klingt doch super! Also los, Ansprechpartner ermitteln und raus mit den Bewerbungen.

Zumindest von Thalia kam ziemlich schnell eine Antwort und das Vorstellungsgespräch im hauseigenen Café war auch sehr entspannt und anregend. Der einzige Haken: das Praktikum wäre unbezahlt. Puh, das versetzt der Motivation natürlich erstmal einen ziemlichen Dämpfer. Selbstverständlich sollte es an erster Stelle um die neuen Erfahrungen gehen, die man während solch einer Anstellung sammeln kann, aber drei Tage die Woche voll arbeiten und mit leeren Taschen nach Hause gehen? Eine schöne Vorstellung ist das ja irgendwie nicht. Dabei geht es gar nicht unbedingt ums Geldverdienen, sondern viel eher um das Gefühl, für seine Arbeit und Anstrengungen entlohnt zu werden. Meine Mutter war sauer „Das ist doch Ausbeutung. Wieso solltest du das denn dann überhaupt machen wollen? Da kannst du ja genauso gut woanders arbeiten gehen.“ Naja, irgendwo hat sie damit recht. Aber ich schätze, dass die stupide Arbeit an der Supermarkt-Kasse oder das Ausschenken von Bier in einer Kneipe mich beruflich auch nicht wirklich weiterbringen – zumindest, wenn ich irgendwann mal etwas mit meinem Studium anfangen will.

Das ist auch der Grund, weshalb ich mich dazu entschieden habe, in den sauren Apfel zu beißen und das Praktikum bei Thalia anzutreten. Dass eine Anstellung wie diese vergütet wird, ist heutzutage ja leider eher eine Ausnahme als die Regel und sollte bei meiner Entscheidung ja nun auch wirklich nicht der ausschlaggebende Punkt sein. Stattdessen freue ich mich auf die Einblicke in den Buchhandel und die vielen, neuen Eindrücke, die damit verbunden sind. Außerdem werde ich nicht nur in die vielfältigen Teilbereiche der Buchhandlung hineinschnuppern können, sondern darf auch einen Schwerpunkt wählen, der mich besonders interessiert, und das wäre natürlich die Kinder- und Jugendbuchliteratur! Wer weiß, vielleicht hilft mir dieses neue Wissen ja mal weiter.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Feb 23, 2015