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Studentenleben live

Urlaub

Nachdem ich alle Prüfungen fertig hinter mir hatte, hatte ich endlich mal wieder Zeit, meine Familie zu besuchen. Mein Vater war nämlich 60 geworden und das musste natürlich gefeiert werden. Ich war eine ganze Woche zu Hause, was für meine Verhältnisse ungewöhnlich lang ist. Sogar an Weihnachten habe ich es nur drei oder vier Tage ausgehalten, was aber auch daran lag, dass meine Familie beschlossen hatte, die Feiertage auf Mallorca zu verbringen. Jedenfalls hatte ich in der kurzen Zeit viele Freunde nicht gesehen und musste noch so einiges in Nürnberg erledigen. Die freie Zeit kam mir demnach mehr als gelegen. Und ganz nebenbei konnte ich mein ehemaliges Kinderzimmer ein bisschen ausmisten und viele Sachen erledigen, die während der Prüfungszeit liegen geblieben waren.

Seit ein paar Tagen bin ich wieder in Leipzig und mache hier ungefähr dasselbe wie in Nürnberg: Freunde treffen, das Fahrrad reparieren, putzen – und einen Urlaub planen. Kommende Woche fahre ich nämlich mit meinem Freund nach Spanien, um ein paar Freunde zu besuchen. Wir kennen ein paar Mädels, die in Deutschland Au-pair gemacht haben und die uns nach Valencia und Madrid eingeladen haben. Mein Freund hat Familie in Lissabon, sodass wir von Madrid aus noch nach Portugal weiterfahren werden. Eigentlich will ich schon seit Ewigkeiten Portugiesisch lernen und erst dann hinfahren, wenn ich es ein bisschen kann, aber was soll’s? Ich kann auch nächstes Semester anfangen, Portugiesisch zu lernen.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Mar 4, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Mar 4, 2015

Studentenleben live

Mein erster Eindruck von Lima

Als ich nach zweistündiger Verspätung zerknittert, müde und wach zugleich, am Flughafen ankam und auch nach der dritten Runde im Empfangssaal nicht die Leute finden konnte, die mich abholen sollten, brauchte ich einen Plan B. Ich suchte mir ein zuverlässig wirkendes Taxi und fand Ricardo. Er war eine gute Wahl, da er wirklich außerordentlich aufgeschlossen war und mir, ohne irgendwie aufdringlich zu werden, viel über die Stadt berichtete.

Zwei Dinge davon sind mir besonders deutlich im Gedächtnis hängen geblieben: Zum einen fand ich imposant, dass die Stadt in vergleichsweise wenigen Jahren auf ihre geschätzte Einwohnerzahl von zehn Millionen gewachsen ist. Offensichtlich gab es einen Konflikt im Land, dem viele Menschen in Richtung Hauptstadt entfliehen wollten. Die Infrastruktur konnte da natürlich nicht mithalten und so gibt es heute große und noch größere Slums (angeblich die größten Lateinamerikas). Ich hatte gar nicht erwartet, dass hier so viele Menschen leben.

Beeindruckt war ich auch von der Größe der Stadt. Als das Taxi spät nachts auf die Costa Verde (Grüne Küste) und damit auf die Schnellstraße zwischen Strand und Steilklippe zusteuerte, konnte ich vom Stadtviertel Chorrillos, mit seinem überdimensionalen, leuchtenden Jesuskreuz, fast bis zum Flughafen schauen – ein rund 30 Kilometer langer leuchtender Streifen und ein wirklich schöner Anblick in klaren Nächten.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Mar 3, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Mar 3, 2015

Studentenleben live

Leicht wie eine Feder …

… fühle ich mich nun. Erst vor wenigen Tagen habe ich endlich meine Masterarbeit abgegeben. Die Arbeit der letzten sechs Monate hat ihren Abschluss gefunden – zumindest was den schriftlichen Teil angeht. Anfang April erwartet mich schließlich noch die Verteidigung. Bis dahin werde ich aber erst einmal meine allerletzten Semesterferien genießen. Auch wenn sie sich schon gar nicht mehr so anfühlen, da ich ja weiß, dass ich nach der mündlichen Prüfung fertig bin – keine Vorlesungen, Prüfungen, Präsentationen o.Ä. mehr.
Auch wenn sich diese Zeilen so einfach schreiben lassen und man meinen sollte, dass ich sehr wohl weiß, was mir nun bevorsteht bzw. was eben nicht mehr, so muss ich ehrlich gestehen: Ich brauche noch Zeit, um das alles zu begreifen. Die vergangenen Monate waren sehr stressig und haben quasi meine ganze Freizeit in Arbeit verwandelt. Dass ich jetzt nach meinem Feierabend im Büro und am Wochenende wirklich nur die Dinge tun kann, die mir Freude bereiten, ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Die letzte Hürde ist genommen und das muss natürlich gefeiert werden! Da sich meine Freunde über ganz Deutschland verteilen, sogar mehr als nur einmal.
Irgendwie bin ich auch ein bisschen stolz auf mich. Genau dasselbe hat auch die Frau vom Copy-Shop gesagt, als ich meine Thesis dort abholte: „Mensch, noch so jung und schon den Masterabschluss so gut wie in der Tasche. Was Sie da alles geschafft haben … Sie können wirklich stolz auf sich sein.“

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Feb 27, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Feb 27, 2015