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Studentenleben live

Wohnen in Lima

Ich habe schon in verschiedenen Städten in Lateinamerika gelebt, aber zum ersten Mal hatte ich das Glück, bereits vor Ankunft eine Wohnung zu haben. Ich habe sie über die Empfehlung einer Freundin gefunden. Insgesamt ist es im Vergleich zu Deutschland schon ein außerordentlich schwieriges Unterfangen, etwas Passendes zu finden. Wohngemeinschaften stellen hier nämlich leider kein populäres Konzept dar.

Ich war im Vorfeld sehr gespannt, wie das Haus wohl sein würde und wer meine Mitbewohner sind. Bis dahin hatte ich nur mit dem Vermieter zu tun. So fuhr ich vom Flughafen also direkt zu meiner neuen Adresse. Einer meiner 13 Mitbewohner öffnete mir und half mir, die Tasche in den zweiten Stock des dreistöckigen Hauses zu befördern.

Ich bin froh, hier zu wohnen. Es ist der ideale Ort für einen guten Start in der Stadt. Mein Zimmer ist schön und der Preis ist okay. Ich wohne im Herzen von Barranco, dem „Bohemian and Art“-Viertel von Lima, in der Nähe der einzigen Schnellbus-Linie der Stadt. Zudem ist die Uferpromenade in der Nähe, wo es sich gut joggen lässt und es eine Stelle gibt, von der aus man zauberhafte Sonnenuntergänge bewundern kann. Zudem sind meine Mitbewohner sehr nett. Zwar gibt es regen Ein- und Auszug (viele bleiben keinen Monat), doch auch einen, harten Kern.

Einziges und für mich erhebliches Manko ist, dass in diesem Haus nur einmal die Woche die Putzfrau kommt (sehr typisch für Lateinamerika, eine Putzfrau auch für private Haushalte zu haben). Nach drei Tagen ist das Waschbecken manchmal schon in einen grünen See verwandelt, die Toilette schrecklich und die Küche betrete ich nur noch, um Wasser heiß zu machen. Gut, dass ich die meiste Zeit im Büro verbringe.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Mar 6, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Mar 6, 2015

Studentenleben live

Urlaub

Nachdem ich alle Prüfungen fertig hinter mir hatte, hatte ich endlich mal wieder Zeit, meine Familie zu besuchen. Mein Vater war nämlich 60 geworden und das musste natürlich gefeiert werden. Ich war eine ganze Woche zu Hause, was für meine Verhältnisse ungewöhnlich lang ist. Sogar an Weihnachten habe ich es nur drei oder vier Tage ausgehalten, was aber auch daran lag, dass meine Familie beschlossen hatte, die Feiertage auf Mallorca zu verbringen. Jedenfalls hatte ich in der kurzen Zeit viele Freunde nicht gesehen und musste noch so einiges in Nürnberg erledigen. Die freie Zeit kam mir demnach mehr als gelegen. Und ganz nebenbei konnte ich mein ehemaliges Kinderzimmer ein bisschen ausmisten und viele Sachen erledigen, die während der Prüfungszeit liegen geblieben waren.

Seit ein paar Tagen bin ich wieder in Leipzig und mache hier ungefähr dasselbe wie in Nürnberg: Freunde treffen, das Fahrrad reparieren, putzen – und einen Urlaub planen. Kommende Woche fahre ich nämlich mit meinem Freund nach Spanien, um ein paar Freunde zu besuchen. Wir kennen ein paar Mädels, die in Deutschland Au-pair gemacht haben und die uns nach Valencia und Madrid eingeladen haben. Mein Freund hat Familie in Lissabon, sodass wir von Madrid aus noch nach Portugal weiterfahren werden. Eigentlich will ich schon seit Ewigkeiten Portugiesisch lernen und erst dann hinfahren, wenn ich es ein bisschen kann, aber was soll’s? Ich kann auch nächstes Semester anfangen, Portugiesisch zu lernen.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Mar 4, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Mar 4, 2015

Studentenleben live

Mein erster Eindruck von Lima

Als ich nach zweistündiger Verspätung zerknittert, müde und wach zugleich, am Flughafen ankam und auch nach der dritten Runde im Empfangssaal nicht die Leute finden konnte, die mich abholen sollten, brauchte ich einen Plan B. Ich suchte mir ein zuverlässig wirkendes Taxi und fand Ricardo. Er war eine gute Wahl, da er wirklich außerordentlich aufgeschlossen war und mir, ohne irgendwie aufdringlich zu werden, viel über die Stadt berichtete.

Zwei Dinge davon sind mir besonders deutlich im Gedächtnis hängen geblieben: Zum einen fand ich imposant, dass die Stadt in vergleichsweise wenigen Jahren auf ihre geschätzte Einwohnerzahl von zehn Millionen gewachsen ist. Offensichtlich gab es einen Konflikt im Land, dem viele Menschen in Richtung Hauptstadt entfliehen wollten. Die Infrastruktur konnte da natürlich nicht mithalten und so gibt es heute große und noch größere Slums (angeblich die größten Lateinamerikas). Ich hatte gar nicht erwartet, dass hier so viele Menschen leben.

Beeindruckt war ich auch von der Größe der Stadt. Als das Taxi spät nachts auf die Costa Verde (Grüne Küste) und damit auf die Schnellstraße zwischen Strand und Steilklippe zusteuerte, konnte ich vom Stadtviertel Chorrillos, mit seinem überdimensionalen, leuchtenden Jesuskreuz, fast bis zum Flughafen schauen – ein rund 30 Kilometer langer leuchtender Streifen und ein wirklich schöner Anblick in klaren Nächten.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Mar 3, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Mar 3, 2015