interaktiv

Studentenleben live

Mein erster Eindruck von Lima

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

03.03.2015

Als ich nach zweistündiger Verspätung zerknittert, müde und wach zugleich, am Flughafen ankam und auch nach der dritten Runde im Empfangssaal nicht die Leute finden konnte, die mich abholen sollten, brauchte ich einen Plan B. Ich suchte mir ein zuverlässig wirkendes Taxi und fand Ricardo. Er war eine gute Wahl, da er wirklich außerordentlich aufgeschlossen war und mir, ohne irgendwie aufdringlich zu werden, viel über die Stadt berichtete.

Zwei Dinge davon sind mir besonders deutlich im Gedächtnis hängen geblieben: Zum einen fand ich imposant, dass die Stadt in vergleichsweise wenigen Jahren auf ihre geschätzte Einwohnerzahl von zehn Millionen gewachsen ist. Offensichtlich gab es einen Konflikt im Land, dem viele Menschen in Richtung Hauptstadt entfliehen wollten. Die Infrastruktur konnte da natürlich nicht mithalten und so gibt es heute große und noch größere Slums (angeblich die größten Lateinamerikas). Ich hatte gar nicht erwartet, dass hier so viele Menschen leben.

Beeindruckt war ich auch von der Größe der Stadt. Als das Taxi spät nachts auf die Costa Verde (Grüne Küste) und damit auf die Schnellstraße zwischen Strand und Steilklippe zusteuerte, konnte ich vom Stadtviertel Chorrillos, mit seinem überdimensionalen, leuchtenden Jesuskreuz, fast bis zum Flughafen schauen – ein rund 30 Kilometer langer leuchtender Streifen und ein wirklich schöner Anblick in klaren Nächten.

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