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Studentenleben live

Abgabe

Es ist endlich geschafft! Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich, bei strahlendem Frühlingssonnenschein, meine Bachelorarbeit abgegeben. 48 Seiten über die vielversprechende neue Energiepflanze „Sambucus ebulus“ umfasst mein naturwissenschaftliches Abschlusswerk für meine universitäre Gesellenprüfung. Ich bin so froh und dankbar, dass ich es nach vielen Hochs und vor allem ausgedehnten Tiefs nun doch noch fertiggebracht habe. Als ich mit einem USB-Stick vor dem Copy-Shop stand, war ich schon ziemlich nervös und irgendwie war mir auch schlecht. Aber ich wollte es endlich hinter mich bringen. Im Laden wurde mir gesagt, ich solle erst mal alles durchchecken und dann eine Seite zur Probe ausdrucken. Wenn die passt, soll ich erst einmal nur ein Exemplar der Arbeit ausdrucken (beim Prüfungsamt müssen drei Exemplare abgeben werden) und auch das ganz sorgfältig prüfen. Noch bevor ich die erste Probeseite gedruckt habe, ist mir aufgefallen, dass zum Schluss doch noch etwas mit den Seitenzahlen schief gegangen ist. Mitten in der Arbeit gibt es einen Sprung von drei Seiten. Na toll. Was nun? Nochmal nach Hause an den PC und eine weitere Kampfsitzung mit meinem persönlichen Panikprogramm MS Word 2013 starten? Ich entschied mich dagegen und habe die Arbeit mit Seitenfehler fünf Mal ausgedruckt. Nach dem Drucken sollte man auf keinen Fall mehr in die Arbeit schauen. Zu fatal wäre es, dann doch noch einen Fehler zu finden – und den findet man unter Garantie. Daran habe ich mich gehalten.

Und nun ist es vorbei. Verrückt. Zur positiven Verstärkung bin ich direkt nach der Abgabe im Prüfungsamt zum Uni-Shop gegangen und habe mir einen kuscheligen Uni-Bayreuth-Pullover gegönnt. So kann ich endlich auch ein bisschen Zugehörigkeitsgefühl zeigen. Ich denke, die Abgabe der Bachelorarbeit ist dafür ein gut gewählter Moment, denn an diesem Tag ist man unheimlich glücklich und stolz und fühlt sich der Uni ganz schön nah. Mit Stolz werde ich ihn tragen, denn er wird mich an einen guten Tag erinnern.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Mar 12, 2015

Studentenleben live

Verspätetes Silvester

Eine Woche bin ich nun schon wieder in Deutschland. Nach Israel zu gehen, war rückblickend eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen habe. Hier in Ludwigsburg scheint sich in meiner Abwesenheit nicht viel verändert zu haben. Die Baustelle an der PH ist vom Erdgeschoss in den Keller verschoben worden und mein Zimmer ist auch noch dasselbe, nur dass jetzt eine mit „Fernweh“ beschriftete Kiste neben meinem Schreibtisch steht, voll mit Flyern, Land-, Post- und Wanderkarten, Tickets, Souvenirs und so weiter.
Irgendwie bin ich seit meiner Rückkehr total in Neuanfangs- und Umstrukturierungslaune, meine, mein Leben umkrempeln zu müssen, wie andere Leute sich das zu Silvester vornehmen. So bin ich jetzt auf der Suche nach einer Klavierlehrerin, um endlich mein E-Piano von seiner Staubschicht zu befreien, und nach einem Nebenjob, um meine Finanzen mal dauerhaft in den Griff zu bekommen und ein bisschen das Gefühl zu haben, dass ich auch etwas leiste. Das klingt jetzt hart und als wäre ich ein kleines verwöhntes Gör, aber ich finanziere mich momentan wirklich von BAföG, Kindergeld, Unterhalt sowie Taschengeld von meiner Tante. So gut fühlt sich das nun echt nicht an.
Hätte ich nicht das Praxissemester vor mir, würde ich wahrscheinlich auch noch gleichzeitig meinen Führerschein in Angriff nehmen und mal wieder einen neuen Sport ausprobieren. Aber so reichen mir diese zwei Pläne gerade aus. Die Jobsuche ist nämlich gar nicht so einfach, wenn man nicht Auto fahren kann, sich zum Kellnern zu ungeschickt findet, keine Lust hat, auf Messen zu promoten oder Telefonistin in einem Callcenter zu sein. Auch nicht, wenn man nicht weiß, ob man für Bekleidungsgeschäfte stilsicher genug ist, für einen Barjob ausreichend Gelassenheit, Coolness und Ausstrahlung mitbringt und, und, und. So viel bleibt da irgendwie gar nicht übrig, und oft sind die Angebote zu weit entfernt, erfordern Vorkenntnisse oder finden vormittags statt. Aber ich gebe nicht auf!

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Mar 11, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Mar 11, 2015

Studentenleben live

Praktikum & Planungsworkshop

Generell war mein Arbeitsbeginn bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Sprung ins kalte Wasser. Die Kolleginnen kamen gerade aus ihren Urlauben zurück und machten sich direkt an die Stapel von Arbeit, die sich angehäuft hatten, ohne wirklich Zeit für mich oder ein einführendes Gespräch aufzubringen. Ich wurde eingespannt, ohne eine Idee vom weiteren Kontext des Programms und den internen Abläufen zu haben. Alles war zu erfragen: Wo sitze ich? Wo ist die Küche? Wie sind die Passwörter? Wo ist dies, wo ist jenes?

Gleich in meiner zweiten Woche ging es zu einem Planungsworkshop in einen Vorort von Lima. Es war etwas chaotisch, da ich diese Pläne gar nicht kannte und doch überrascht war, dass ich mitfahren würde. Das Tagungszentrum, in dem wir unterkamen, war dafür dann aber auch das Paradies schlechthin: sehr gutes und abwechslungsreiches Essen, schöne Zimmer und ein toller Seminarraum. Ich konnte so die Kolleginnen aus dem Vierländerprojekt persönlich kennenlernen und bekam eine Ahnung von den konkreten Punkten des Programms. Über kleinere Aktivitäten konnte ich mich zudem auch aktiv einbringen. Ich durfte etwa WarmUps leiten, den Kollegen zuarbeiten, Tageszusammenfassungen schreiben und eine komödiantische Show über die Highlights eines Vortages führen. Dennoch war es insgesamt sehr anstrengend für mich, da ich die meiste Zeit passiv blieb, viel zuhören musste und aufgrund der vielen Abkürzungen und nummerischen Projektbezeichnungen wenig verstand. Mir blieben nur die gelegentlichen Verständnisfragen an meine Sitznachbarinnen. So war ich alles in allem doch sehr froh, wieder nach Lima zurückzukehren.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Mar 10, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Mar 10, 2015