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Studentenleben live

Mein Leben in der Kneipe

So stellt man sich das Studentenleben gemeinhin vor. Ab und zu ist man vielleicht in der Uni, aber eigentlich lebt man in einer der berühmt-gammeligen Studikneipen, die wohl jede Stadt mit einer Hochschule zu bieten hat. In Freiburg gibt es davon natürlich auch nicht zu wenige, aber ich habe das Glück, in einer Kneipe zu wohnen, ohne dort etwas konsumieren zu müssen oder im Zigarettenrauch der anderen Gäste zu ersticken.

Nach den verrückten Geschichten der Wohnungssuche habe ich letztendlich eine gefunden, die nicht weniger verrückt ist. In Freiburg wird einfach alles vermietet, was nicht schon eingestürzt ist und sich irgendwie zu einem bewohnbaren Raum umgestalten lässt. Seien es ehemalige Dienstbotenzimmer, Keller, alte Scheunen oder – wie in meinem Fall – eine ehemalige Wirtschaft.

Der ursprüngliche Eingang von der Straße aus ist mit einem Rollladen verschlossen, wir betreten die Wohnung über den ursprünglichen Notausgang mit Feuerschutztür. Mein Zimmer hat eine schmale Schiebetür, durch die beleibtere Stammgäste wahrscheinlich nur seitwärts gepasst haben dürften. Das ganze Zimmer hat dunkle Holzbalken, an denen noch Haken für die Jacken der Gäste angebracht sind. Außerdem zieht sich ein hohes Wandregal durch den Raum, auf dem wohl früher mal Bierhumpen, Pokale oder altes uriges Geschirr gestanden haben müssen. Direkt hinter der Tür ist noch ein kleiner Tresen, auf dem vielleicht das Telefon oder die Kasse gestanden haben könnten. Jetzt stehen natürlich überall meine Möbel und das „Kneipenfeeling“ will nicht so ganz aufkommen. Aber vielleicht lege ich mir ja auch noch ein paar Bierhumpen und alte Reklameschilder zu, um der Geschichte dieses Zimmers gerecht zu werden.

Na dann, Prost!

Autor: Rose  |  Rubrik: studium  |  Mar 24, 2015
Autor: Rose
Rubrik: studium
Mar 24, 2015

Studentenleben live

Endlich Ferien

Es ist vollbracht! Fünf Wochen, drei Hausarbeiten, ein Essay und 12.585 Wörter später ... endlich Ferien! Am liebsten würde ich gerade singend durch die Bibliothek tanzen, denn ich kann es immer noch nicht so ganz fassen. Vor zehn Minuten habe ich endgültig die letzte Mail an meine Morphologie-Dozentin verschickt und jetzt ist es endlich soweit. Keine Recherche mehr, keine Nervenzusammenbrüche wegen nicht funktionierender Technik. Nur noch Ruhe und Entspannung.

Obwohl die Semesterferien bereits vor sechs Wochen angefangen haben, gab es für meine Freunde und mich eigentlich noch keine Minute zum Verschnaufen. Hausarbeiten, Blockseminare, Praktika … Manche glauben gar nicht, womit man seine vorlesungsfreie Zeit in Wirklichkeit so verbringt. Manchmal ist das sogar stressiger als das Semester selbst. Zum Glück hat man aber eigentlich immer genug Zeit, alle Arbeiten bis zur Deadline fertigzubekommen – vorausgesetzt man leidet nicht an der, unter Studenten sehr verbreiteten chronischen Krankheit Aufschieberitis.

Ich durfte diesmal leider nicht allzu viel trödeln und so musste ich das alles, wofür ich eigentlich noch locker zwei, drei Wochen länger gehabt hätte, in kürzester Zeit durchprügeln. Aus diesem Grund habe ich viele Abende damit verbracht, mich durch die ausgeliehene Sekundärliteratur zu wühlen, und saß wochenlang Tag für Tag alleine bei uns im Lern- und Studiengebäude. Anfangs lief das Ganze noch ganz gut und so schaffte ich die ersten beiden Hausarbeiten in gerade mal zwei Wochen. Doch spätestens danach ließ nicht nur mein Konzentrationsvermögen, sondern auch meine Motivation ziemlich nach.

Aber jetzt bin ich endlich fertig. In einer Woche fahre ich zusammen mit meinem Papa in den Urlaub und da brauche ich mir dann keine Gedanken mehr um irgendwas zu machen. Drei Wochen mit dem Wohnmobil. Frankreich. Irland. Großbritannien. Ferien, ich komme!

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 24, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 24, 2015

Studentenleben live

Mit Inhalt füllen

In den letzten Monaten haben sich die Schlagzeilen über Terrorakte, die mit islamischen Extremisten in Verbindung gebracht werden, gemehrt. Immer wieder heißt es, dass sich die muslimische Gemeinde von diesen Akten der Gewalt distanziert, während andere Gruppen vor einer Islamisierung des Abendlandes warnen. Deutschland ist für kurze Zeit in Aufruhr: Die einen sind gegen den Islam, die anderen sprechen sich für eine offene und tolerante Gesellschaft aus. Was fehlt? Eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Islam. Aus diesem Grund hatte ich mit einem Freund die Idee, einen Vortrag zum Thema „Islamisches Recht“ zu organisieren.

Gespannt beobachten wir, wie sich der Raum nach und nach mit Menschen füllt, bis sogar Stühle aus den Nachbarräumen geholt werden müssen. Dann beginnt die charismatische Iranerin, die am Max-Planck-Institut zum „Islamischen Recht im Wandel“ forscht, mit ihrem Vortrag. Sie nimmt das Islamische Recht auseinander und entfernt die Stigmata von vorurteilsbesetzten Schlagwörtern. Das, was wir alle schon lange wussten – dass der Islam einfach wahnsinnig viele Auslegungsmöglichkeiten bietet – endlich mal mit Inhalt gefüllt.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Mar 23, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Mar 23, 2015