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Studentenleben live

Nachtzug nach Lissabon

So ein Nachtzug ist schon eine feine Sache – eigentlich. Denn meine Geschichte dazu ging schon schlecht los: Gemeinsam mit meinem Freund hatte ich in Madrid einen ganzen Tag damit verbracht, bei RENFE (der spanischen Eisenbahngesellschaft) das Ticket zu kaufen. Die Internetseite hatte nicht funktioniert und wir mussten mehrere Bahnhöfe abklappern, bis wir jemanden gefunden hatten, der willig war, uns das Ticket zu verkaufen. Wir fanden aber, dass es sich gelohnt hatte, denn von Salamanca nach Lissabon für 30 Euro zu fahren ist wirklich ein gutes Geschäft.

Am Abend der Abfahrt sind wir zu unserer Pension gegangen, um unser Gepäck abzuholen, welches wir dort netterweise den Tag über unterstellen durften. Doch leider war keiner mehr an der Rezeption, obwohl wir abgesprochen hatten, dass wir unsere Sachen um 23 Uhr abholen würden. Wir haben also entspannt gewartet, schließlich würde der Zug ja erst in zwei Stunden losfahren. Nach einer halben Stunde sind wir langsam nervös geworden. Ich kam auf die Idee, in der Bar nebenan zu fragen – und hatte Glück: Die Bedienung kannte den Neffen des Besitzers der Bar aus der Schule und hat ihn aus dem Bett geklingelt. Der wiederum hatte die Nummer von dem Mann, der uns versprochen hatte, uns das Gepäck zu geben und so konnten wir ihn anrufen. Er hatte uns einfach vergessen und war kurze Zeit später da. Erleichtert machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, allerdings mussten wir und mittlerweile beeilen: Wir hatten noch eine halbe Stunde. Als wir am Bahnhof ankamen, sahen wir auf der Anzeige, dass der Zug 30 Minuten Verspätung haben würde. Aus den 30 Minuten sind zwei Stunden geworden. Nachts um drei ging es dann endlich los. Glücklich bezogen wir unser Abteil und freuten uns auf eine Mütze voll Schlaf. Aber leider war daran nicht zu denken. Im Zug hatte es um die 40 Grad, weil die Heizungssteuerung kaputt war. Auf den Plätzen am Fenster neben der Heizung konnte man gar nicht sitzen, weil man sich die Beine verbrannt hätte.

Nach langen, anstrengenden und vor allem wachen achteinhalb Stunden sind wir völlig erschöpft in Lissabon abgekommen. Wir waren so müde, dass wir uns ein Taxi zur Wohnung der Cousine meines Freundes leisteten und haben den kompletten ersten Tag verschlafen.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Mar 31, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Mar 31, 2015

Studentenleben live

Mitbewohner gesucht! (Teil 2)

Heute ist es soweit: Nachdem unsere Anzeige seit anderthalb Wochen online ist, kommen die ersten vorbei, um sich die frei werdenden Zimmer anzusehen. Schon seit gestern sind wir am Putzen und Staubsaugen. Es kommt mir fast ein bisschen so vor, als käme die Queen zum Tee.

Nicht nur, weil wir keinerlei Erfahrung mit WG-Castings und dergleichen haben, sind meine Mitbewohnerin Jojo und ich ziemlich aufgeregt. Immerhin werden wir bald mit zwei fremden Menschen Küche und Bäder teilen. Da will man natürlich die richtige Entscheidung treffen.

Heute kommen Theresa und Sonya zur Besichtigung zu uns, und vielleicht ist da ja sogar schon eine neue Mitbewohnerin dabei. Aber wie geht man so ein Treffen überhaupt an? Alles ganz locker oder die Bewerber bis ins letzte Detail durchlöchern? Wahrscheinlich ist eine gesunde Mischung aus beidem das Beste. Denn natürlich ist es wichtig, dass wir uns alle gut verstehen und Spaß miteinander haben können, aber andererseits dürfen Fragen wie beispielsweise die Finanzierung ebenfalls nicht vernachlässigt werden. Wäre es also sinnvoll, auf den guten alten Selbstauskunftsbogen zurückzugreifen? Auf der einen Seite ist das ja ziemlich nützlich, so hat man alles auf Papier und läuft nicht Gefahr, irgendein wichtiges Detail wieder zu vergessen. Aber irgendwie ist das auch blöd und unpersönlich. Schließlich suchen wir zwei neue Mitbewohner UND Freunde und keine Angestellten des Monats oder so.

Also, immer locker bleiben! Wie immer wird sich auch hier wahrscheinlich das meiste von selbst ergeben. Einfach nett und offen sein, dann merkt man sicher schnell, ob man WG-technisch zusammen passt – oder eben nicht.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 30, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 30, 2015

Studentenleben live

Die erste Bewerbung ...

… seit langem! Das letzte Mal, dass ich eine Bewerbung geschrieben habe, war für ein freiwilliges Praktikum nach der Beendigung meines Bachelors. Bis zum Masterstudium galt es nämlich, ein Jahr sinnvoll zu nutzen – und was wäre in diesem Falle besser geeignet als Berufserfahrung zu sammeln? Mit dem Beginn des Masters wurde ich schließlich als Werkstudentin übernommen. Somit musste ich keine neue Bewerbung verfassen. Doch jetzt nach der Beendigung meines Masters ist es wieder soweit: Anschreiben, Motivationsschreiben & Co. stehen auf der Agenda.

Voll motiviert startete ich in den Tag und entdeckte auch prompt eine Stellenausschreibung, die es mir von allen ganz besonders antat. Nach kurzer Homepage-Recherche war schließlich auch das Anschreiben verfasst, der Lebenslauf aktualisiert und die nötigen Arbeits- und Uni-Zeugnisse als PDFs zusammengefügt.

Der Motivationsknick kam dann allerdings schnell mit dem Hochladen der Anhänge. Jeder, der schon einmal eine Online-Bewerbung getätigt hat, weiß, wovon ich rede: Das Dateiformat ist einfach zu groß. Einsparpotenzial? Keines, schließlich ist es ja schon die reduzierte Auswahl der relevantesten Zeugnisse. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als sich mit entsprechenden Software-Lösungen Abhilfe zu verschaffen. Diese kleinen Wunderprogramme erleichtern einem das Leben spürbar: Im Nu liegen die entsprechenden PDF-Dateien nämlich in der richtigen Größe vor und können – endlich – problemlos hochgeladen werden.

Also falls ihr das nächste Mal vor demselben Problem steht: Nicht verzagen, sondern einfach mal unseren Freund Google fragen! Es gibt wirklich viele verschiedene Programme, die einen hier vor dem nächsten Wutausbruch bewahren können.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Mar 27, 2015