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Studentenleben live

Und was jetzt?!

Tatsächlich lässt es sich über kurz oder lang nicht abstreiten: Auch dieses Jahr in Prag neigt sich langsam aber unerbittlich dem Ende zu. Ein Praktikum noch, eine Bachelorarbeit und dann steht schon wieder eine Entscheidung in meinem Leben an. Master? Kein Master? Wenn ja, welcher? Und warum überhaupt?
Gemeinsam mit vielen EVS-Freiwilligen (European Voluntary Service), einigen Studenten und in Pilsen gestrandeten Deutschen sitzen wir Freitag abends in der Pivonka, trinken ein Bierchen und stellen uns im Grunde alle dieselben Fragen. Wer nicht über einen Master nachdenkt, der fragt sich, was für einen Bachelor er studieren soll, oder ob eine Ausbildung oder ein dualer Studiengang nicht doch besser wäre. Für die allermeisten geht es zurück nach Deutschland, und da stellt sich die Frage: Was ist mit Tschechien? Mit Prag, mit Pilsen? Mit meinen gar nicht mehr so rudimentären Tschechisch-Kenntnissen? Mit den Leuten hier? Und es entstehen die verrücktesten Einfälle, die alle der Sehnsucht entspringen, hier zu bleiben. Der schönste unter ihnen: „Hey, wir mieten uns einfach zu sechst ne billige Einzimmerwohnung in Pilsen! Dann können wir immer zurückkommen!“ Das klingt gut, aber es ist weder rentabel noch realistisch.
Also googelt man Studiengänge in ganz Deutschland, schaut, wo nebenher die Möglichkeit besteht, Tschechisch zu lernen, malt wild Punkte in Karten, sucht hypothetische Bahnverbindungen raus, zieht Striche über die Karte und wird sich am Ende wohl doch rein inhaltlich für das Studium entscheiden, ohne auf die geographische Nähe zum gemeinsamen Traumland in Mitteleuropa zu achten.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Apr 14, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
Apr 14, 2015

Studentenleben live

Semesterferien

Die Klausur war geschrieben und die Hausarbeit schon lange abgegeben. Die Rückmeldung war getätigt und meine Seminare für das nächste Semester hatte ich auch schon angemeldet. Die lang ersehnten Semesterferien waren also endlich da! Nur wusste ich einfach nichts mit meiner freien Zeit anzufangen ... Alle meine Freunde waren entweder mit einem Praktikum beschäftigt, im Urlaub oder gingen einem Ferienjob nach. Ein passendes Praktikum hatte ich bis Anfang März leider nicht gefunden.

Was macht man nun, wenn man nichts zu tun hat und die Freunde alle beschäftigt sind? Theoretisch hätte ich mich schon einmal mit den Themen des kommenden Semesters beschäftigten können. Allerdings hatte ich mir zu Anfang der Semesterferien auch strikte Ferien verordnet. Ich wollte eben gerade nichts fürs Studium machen. Nun ja, erstmal schaute ich mir alle meine Lieblingsfilme mindestens zwei Mal an, danach gab es Tage, an denen ich stundenlange Spaziergänge unternahm, und schließlich bin ich irgendwie am Bücherregal hängengeblieben. Was sich so alles an nichtwissenschaftlicher Literatur ansammeln kann, wenn man die ganze Zeit mit Uni-Kram beschäftigt ist, ist schon bemerkenswert. Es gab also einiges nachzuholen.

Was ich im Übrigen während der ganzen Ferien nicht getan habe, war Nachrichten zu schauen, oder mehr als einmal pro Woche meinen PC hochzufahren. Der Effekt war wunderbar. Man könnte meinen, dass man davon erst mal gehörige Entzugserscheinungen bekommt, allerdings blieben die bei mir aus. Selten habe ich das Bedürfnis verspürt, mich mit meinem Computer zu beschäftigen. Und nun, da das Ende der Semesterferien immer näher rückt, möchte ich es eigentlich immer noch nicht. Ich werde meine computerfreie Zeit definitiv vermissen und ich weiß schon jetzt, dass ich das im Sommer wieder so machen werde.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Apr 9, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Apr 9, 2015

Studentenleben live

Pilsen 2015

Es ist mir nicht so ganz klar, warum ausgerechnet Pilsen Kulturhauptstadt des Jahres 2015 geworden ist. Die Tatsache ist in jedem Fall ebenso umstritten wie gefeiert in Tschechien.
Von Prag erreicht man die neue Kulturhauptstadt in knapp anderthalb Stunden mit dem Zug. Und wer nicht allzu stark an dem Phänomen Hauptstadtarroganz leidet, macht sich gerne mal auf den Weg in die Provinz, um zu schauen, was Pilsen so kann.
Schon am Bahnhof empfangen einen Baustellen, improvisierte Gleise, Bagger und Kräne. Das war zu erwarten – der Titel Kulturhauptstadt bedeutet ja auch (europäische) Finanzmittel für Investitionen.

Pilsen kann Bier, das ist unumstritten. Ein Besuch in der Brauerei lohnt sich vor allem, um einen Eindruck von der hervorragenden Marketing-Strategie von Pilsner Urquell zu bekommen. Aber kann Pilsen auch Kultur? Es bemüht sich. Es gibt Initiativen, alternativ angehaucht, die aus Pilsen einen Ort der Kulturbaustelle machen. Das alte Straßenbahndepot wurde kurzerhand umfunktioniert zu einem Veranstaltungszentrum der cooleren Art. Anlässlich des Lightfestivals (das in Pilsen übrigens wesentlich eindrucksvoller war als zuvor in Prag), wirbelten überall gelbe Engel herum (nein, nicht die vom ADAC, sondern Freiwillige in der Kultur in neongelben „Pilsen2015“-Westen), schenkten Glühwein aus, beantworteten Fragen und beugten sich erklärend über Stadtpläne. Die Stimmung war gut und plötzlich hatte man den Eindruck, die Stadt stünde zusammen. „Wir in Pilsen“ hieß es nicht nur von den Organisatoren, sondern von Einheimischen wie Ausländern in der Kulturhauptstadt 2015.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  Apr 7, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
Apr 7, 2015