interaktiv

Studentenleben live

Sturm über Deutschland

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

15.04.2015

In Deutschland geht die Welt unter. Zumindest kommt es einem so vor. Nach dem Szenario zu urteilen, das sich mir bietet, wenn ich aus dem Fenster schaue, könnte man direkt auf diese Idee kommen. Der Wind peitscht Regen über die Anhöhe, nach wenigen Sekunden draußen ist man bereits völlig durchnässt, die Windböen hauen einen manchmal glatt von den Füßen. Und zwischendurch beruhigt sich das Wetter mal wieder und die Sonne zeigt sich. Dann ist es wirklich wunderschön. Nur leider schlägt es auch sehr schnell wieder um. Einen Fuß vor die Tür zu setzen, kann regelrecht abenteuerlich werden. Bei mir ging es beispielsweise um den Weg von der Haustür zum Mülleimer, also nur ein paar Meter. Auf diesen paar Metern musste ich aufpassen, nicht weggeweht oder von irgendwelchen umherfliegenden Gegenständen erschlagen zu werden. Mir flogen jedenfalls Äste, aus den Briefkästen gerutschte Zeitungen und herrenlose Gießkannen um die Ohren.

Zum Glück konnte ich an diesem Tag zu Hause bleiben. Viele andere mussten dem Wetter mutig trotzen. Um auf dem Laufenden zu bleiben, lief bei mir pausenlos das Radio. Und zugegebenermaßen ist das Radio auch eine vorzügliche Ablenkung, falls man mal eine Ausrede braucht, um sich nicht auf die Studienunterlagen zu konzentrieren. Weiterhin eignen sich dafür im Übrigen auch Fernseher oder das Handy. Sogar am Himmel vorbeiziehende Wolken sind manchmal wirklich interessanter. Ist euch mal aufgefallen, wie sich die Form jeder Wolke unterscheidet? Faszinierend.

So verbrachte ich also den stürmischen Tag, an dem in Deutschland die Welt unterzugehen drohte, damit, mir den Regen und vorbeiziehende Wolken anzuschauen, dem Radio zu lauschen und einer gefährlichen Wanderung von der Haustür zum Mülleimer und wieder zurück.

Diesen Artikel teilen