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Studentenleben live

Last but not least

Irgendwie ist es ein komisches Gefühl, das ich an diesem Sonntagabend habe – denn es ist der letzte Sonntag, bevor die Uni wieder losgeht. Irre, wie schnell die Zeit vergeht! Aber nun ist das Ende der Semesterferien gekommen und so allmählich füllt sich unsere Mädels-WG wieder. Eigentlich ist alles wie immer. Eigentlich. Denn morgen beginnt nicht nur mein letztes Semester im Bachelor, sondern auch das letzte Semester bevor zwei von uns ausziehen werden.

Am Samstag vor Semesterbeginn haben Jojo und ich deshalb einen wahren WG-Besichtigungsmarathon durchgemacht. Unter den Interessenten war wirklich alles dabei: vom gleichaltrigen Medizinstudentinnen-Doppelpack bis hin zum 17-jährigen Küken, das von seiner Mami begleitet wurde. Und nun haben wir die Qual der Wahl, denn wir können uns um alles in der Welt einfach nicht entscheiden. Lieber zwei Freundinnen aus Hamburg, die ein Studium hier in Göttingen anstreben, oder zwei Azubis, ein Mädel und ein Junge? Natürlich haben beide Optionen ihre Vor- und Nachteile und ob man die richtige Entscheidung getroffen hat, merkt man wahrscheinlich ohnehin erst, wenn man sich ein Badezimmer und den Kühlschrank teilen muss.

Naja. Jetzt steht erst einmal das Sommersemester an. Obwohl ich gerade einmal sechs Veranstaltungen habe, verteilen sich diese auf vier Tage. Das ist ein bisschen blöd, weil ich im Mai ein Praktikum in einer Buchhandlung beginnen werde und dafür natürlich auch Zeit brauche. Und ich brauche Zeit, mir Gedanken über meine Bachelorarbeit zu machen. Ein infrage kommendes Thema hab ich schon: Ich würde gerne den deutschen Jugendroman „Tschick“ mit dem Klassiker „The Catcher in the Rye“ auf die psychosozialen Gemeinsamkeiten der beiden Protagonisten hin untersuchen. Aber was heißt überhaupt psychosozial und wie gliedert man das Ganze am besten?

Fragen über Fragen, auf dich ich hoffentlich bald Antworten finde.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Apr 21, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Apr 21, 2015

Studentenleben live

Warten auf die Noten

Das neue Semester hat offiziell am 1. April angefangen, allerdings hänge ich irgendwie noch ein bisschen in der Luft, da ich meine Noten aus dem vorangegangenen Studienhalbjahr noch nicht habe. Dieses Semester habe ich zwei neue Module belegt, deshalb läuft es wahrscheinlich wieder auf eine Klausur und eine Hausarbeit hinaus. Allerdings ist es etwas schwierig, einen Lernplan für das kommende Semester zu erstellen, wenn man nicht weiß, ob man nun zwei Klausuren und zwei Hausarbeiten schreiben muss oder jeweils nur eine.

Jedenfalls sitze ich nun schon den ganzen Tag vor den Pdf-Dateien und versuche herauszufinden, wie ich meine Tage bis zur Bekanntgabe der Noten gestalten soll. Schlimmstenfalls verliere ich sowieso nur zwei Wochen des neuen Semesters, also sollte ich es eigentlich besonnen angehen. Besonnen klingt gut. Ich werde einfach mal mit den neuen Modulen anfangen, das Erarbeitete kann ich dann auf jeden Fall verwenden.

Meine Themen dieses Semester sind eine Einführung in die Literaturwissenschaft, was nach viel Auswendiglernen aussieht und mich ein bisschen abschreckt, und ein Modul zu Arbeit und Familie im vorindustriellen Europa, was sich eigentlich richtig interessant anhört. Ich fürchte, ich werde mich schwertun, mich auf ein Hausarbeitsthema festzulegen. Das fängt schon bei den Überbegriffen an: Arbeit oder doch lieber Familie? Sind doch beides sehr interessante Themenbereiche.

Aber zunächst werde ich mal die Studienbriefe sichten, meistens fallen mir dabei Themen in den Schoß. Und wenn mir nicht sofort eine zündende Idee kommt, gibt es in den Studienbriefen zumindest immer Anknüpfungspunkte für die individuelle Recherche im Internet, bei der sich dann eigentlich immer ein geeignetes Thema herauskristallisiert.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Apr 20, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Apr 20, 2015

Studentenleben live

Plötzlich funktionieren müssen

Das Semester hat wieder begonnen. Willkommen in der Wirklichkeit. Willkommen in der verhassten Welt der geregelten Schlafrhythmen und Tagesabläufe. Willkommen im Alltag des Funktionierenmüssens. Ich mache gerade ein Schulpraktikum.

Die Klasse, in der ich mein Praktikum mache, und die Klassenlehrerin sind sehr lieb. Insgesamt sind es 13 Kinder der zweiten Klasse mit diversen Sprachbehinderungen und -schwierigkeiten, aber einer unglaublichen Sozialkompetenz. Und irgendwie ist es trotzdem anstrengend. Größtenteils einfach deshalb, weil ich weiß, was auf mich zukommen wird.

Am Ende werde ich ein Portfolio abgeben müssen, das sicher den Umfang von 150 Seiten überschreiten wird, zwar unbenotet bleibt, aber dennoch gemacht werden muss. Insgesamt soll ich mindestens 30 Unterrichtsstunden halten (was sich bei mir in Sprachtherapiestunden mit einem mir zugewiesenen Förderkind und Unterrichtsstunden mit der Gesamtklasse aufteilt), werde alle zwei Wochen von einer Dozentin des „Förderschwerpunkts Sprache“ besucht, die sich Therapie und Unterricht anschaut; vielleicht sogar auch ein oder zwei Mal von einer Ethik-Dozentin (dann müsste ich Ethik in der zweiten Klasse unterrichten, auch mal eine spannende Sache). Außerdem nehme ich an Lehrerkonferenzen mit allem Drum und Dran teil. An sich eine wertvolle Erfahrung, aber irgendwie ist es gerade noch etwas schwierig, sich da hineinzufinden. Die Themen, die wir unterrichten dürfen, überschneiden sich wenig bis gar nicht mit meinem Interessengebiet. Das meiste ist Biologie, also MeNuK (Mensch, Natur und Kultur), wie es hier genannt wird. Meine erste Stunde wird sich wahrscheinlich um Gartengeräte drehen. Der emotionale Bezug bleibt da vermutlich aus, aber vielleicht wird es trotzdem ganz lustig.

Abgesehen davon raubt mir die Fahrzeit (anderthalb Stunden je Strecke mit den Öffentlichen) enorm viel Energie. Und dann sind da noch diese Besprechungen mit der Lehrerin. Ich weiß nie wirklich, wann ich nach Hause komme. Selbst wenn ich laut Stundenplan um 12 Uhr Schulschluss habe, kann es sein, dass ich erst um halb fünf zu Hause bin, weil wir so viel besprochen haben und ich im Anschluss noch ein paar Ordner mit Unterrichtsmaterial durchsehen wollte.

Anmerkung: Zugegeben, ich komme mir selbst lächerlich vor, wie ich hier so rumjammere. Natürlich wird es genauso sein, wenn ich irgendwann ins Berufsleben einsteige. Ich vermute eher, hier kommt gerade einfach viel zusammen: die Angst, dass es doch nicht die richtige Studienwahl war, das Gefühl von Konkurrenzsituation (ich bin nämlich mit einer anderen Praktikantin meiner Uni in derselben Klasse) und die Tatsache, dass meine Arbeit ständig bewertet wird (obwohl ich keine Noten bekomme, werden ich wohl viel Kritik einstecken müssen) und die lange Bus- und Bahnfahrt. Ich fürchte, ich muss mich an all das erst noch gewöhnen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Apr 17, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Apr 17, 2015