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Studentenleben live

Datenjournalismus

Pünktlich zum Start des neuen Semesters starten auch wieder meine außercurricularen Seminarverpflichtungen. Ja, sowas gibt es. Ich habe ein Stipendium bei einer politischen Stiftung, das neben einer finanziellen auch eine ideelle Förderung beinhaltet. So muss ich pro Jahr zwei bis drei Seminare dieser Stiftung verpflichtend besuchen. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt und wenn mich Themen interessieren, darf ich zu so vielen Seminaren wie ich möchte. Vergangenes Wochenende stand das Thema Datenjournalismus auf dem Programm. Ein Wortungetüm, das immer häufiger durch die Medien geht. Was sich dahinter versteckt, ist die Recherche nach Zahlen und Fakten – Daten eben –, auf deren Basis journalistische Geschichten geschrieben werden. In drei Tagen lernten wir Teilnehmer, wo man Datenbanken findet, zu welchen Themen es überhaupt Statistiken gibt und zu welchen nicht. Niemand in Deutschland kann dir beispielsweise genau sagen, wie viele Prostituierte es hier wirklich gibt. Und die Schätzungen gehen so weit auseinander, dass man die Daten dazu im Grunde gleich vergessen kann.

Das wichtigste Werkzeug im Datenjournalismus ist Excel. Ein Programm, von dem viele nur Bahnhof verstehen. Da könnten genauso gut chinesische Zeichen drinstehen. Denkste! Anhand von Alltagsbeispielen aus dem Journalismus wurde uns gezeigt, welche Formeln man braucht und welch nützliche Funktionen dieses Programm sonst noch vorzuweisen hat. Ich kann jetzt jedenfalls mit S-Verweisen Tabellen verknüpfen und mit Pivot-Tabellen die wildesten Spielereien und Bezüge zusammenstellen. Auch freizugängliche Software haben wir besprochen. Mit Evernote seinen Kram verwalten, mit Netvibes auf dem Laufenden bleiben, mit GoogleMaps Daten visualisieren oder sich von DataWrapper interaktive Grafiken ausspucken lassen. Was es nicht alles gibt.

Und das Beste kommt ja erst noch! Am ersten Unitag dieses Semesters habe ich mir natürlich gleich zwei Referate für die kommende Woche aufschwatzen lassen. Aber was rum ist, ist rum, dachte ich mir. In meinem Zertifikatsstudiengang „Didaktik des Deutschen als Zweitsprache“, den ich seit diesem Semester nebenbei mache, soll ich nun statistische Angaben über die einzelnen Gruppen mit Migrationshintergrund in Deutschland auftreiben, auswerten und graphisch darstellen. Ha! Was für eine gemähte Wiese nach diesem Wochenende. Ihr entschuldigt mich, ich bin mal eben den Migrationsbericht analysieren.

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  Apr 21, 2015
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
Apr 21, 2015

Studentenleben live

Last but not least

Irgendwie ist es ein komisches Gefühl, das ich an diesem Sonntagabend habe – denn es ist der letzte Sonntag, bevor die Uni wieder losgeht. Irre, wie schnell die Zeit vergeht! Aber nun ist das Ende der Semesterferien gekommen und so allmählich füllt sich unsere Mädels-WG wieder. Eigentlich ist alles wie immer. Eigentlich. Denn morgen beginnt nicht nur mein letztes Semester im Bachelor, sondern auch das letzte Semester bevor zwei von uns ausziehen werden.

Am Samstag vor Semesterbeginn haben Jojo und ich deshalb einen wahren WG-Besichtigungsmarathon durchgemacht. Unter den Interessenten war wirklich alles dabei: vom gleichaltrigen Medizinstudentinnen-Doppelpack bis hin zum 17-jährigen Küken, das von seiner Mami begleitet wurde. Und nun haben wir die Qual der Wahl, denn wir können uns um alles in der Welt einfach nicht entscheiden. Lieber zwei Freundinnen aus Hamburg, die ein Studium hier in Göttingen anstreben, oder zwei Azubis, ein Mädel und ein Junge? Natürlich haben beide Optionen ihre Vor- und Nachteile und ob man die richtige Entscheidung getroffen hat, merkt man wahrscheinlich ohnehin erst, wenn man sich ein Badezimmer und den Kühlschrank teilen muss.

Naja. Jetzt steht erst einmal das Sommersemester an. Obwohl ich gerade einmal sechs Veranstaltungen habe, verteilen sich diese auf vier Tage. Das ist ein bisschen blöd, weil ich im Mai ein Praktikum in einer Buchhandlung beginnen werde und dafür natürlich auch Zeit brauche. Und ich brauche Zeit, mir Gedanken über meine Bachelorarbeit zu machen. Ein infrage kommendes Thema hab ich schon: Ich würde gerne den deutschen Jugendroman „Tschick“ mit dem Klassiker „The Catcher in the Rye“ auf die psychosozialen Gemeinsamkeiten der beiden Protagonisten hin untersuchen. Aber was heißt überhaupt psychosozial und wie gliedert man das Ganze am besten?

Fragen über Fragen, auf dich ich hoffentlich bald Antworten finde.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Apr 21, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Apr 21, 2015

Studentenleben live

Warten auf die Noten

Das neue Semester hat offiziell am 1. April angefangen, allerdings hänge ich irgendwie noch ein bisschen in der Luft, da ich meine Noten aus dem vorangegangenen Studienhalbjahr noch nicht habe. Dieses Semester habe ich zwei neue Module belegt, deshalb läuft es wahrscheinlich wieder auf eine Klausur und eine Hausarbeit hinaus. Allerdings ist es etwas schwierig, einen Lernplan für das kommende Semester zu erstellen, wenn man nicht weiß, ob man nun zwei Klausuren und zwei Hausarbeiten schreiben muss oder jeweils nur eine.

Jedenfalls sitze ich nun schon den ganzen Tag vor den Pdf-Dateien und versuche herauszufinden, wie ich meine Tage bis zur Bekanntgabe der Noten gestalten soll. Schlimmstenfalls verliere ich sowieso nur zwei Wochen des neuen Semesters, also sollte ich es eigentlich besonnen angehen. Besonnen klingt gut. Ich werde einfach mal mit den neuen Modulen anfangen, das Erarbeitete kann ich dann auf jeden Fall verwenden.

Meine Themen dieses Semester sind eine Einführung in die Literaturwissenschaft, was nach viel Auswendiglernen aussieht und mich ein bisschen abschreckt, und ein Modul zu Arbeit und Familie im vorindustriellen Europa, was sich eigentlich richtig interessant anhört. Ich fürchte, ich werde mich schwertun, mich auf ein Hausarbeitsthema festzulegen. Das fängt schon bei den Überbegriffen an: Arbeit oder doch lieber Familie? Sind doch beides sehr interessante Themenbereiche.

Aber zunächst werde ich mal die Studienbriefe sichten, meistens fallen mir dabei Themen in den Schoß. Und wenn mir nicht sofort eine zündende Idee kommt, gibt es in den Studienbriefen zumindest immer Anknüpfungspunkte für die individuelle Recherche im Internet, bei der sich dann eigentlich immer ein geeignetes Thema herauskristallisiert.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Apr 20, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Apr 20, 2015