Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Der Ruf der Studierenden

Aktuell kann man in sämtlichen Medien eine neue Debatte über die Praxistauglichkeit von Bachelorabsolventen verfolgen. Angeblich seien Unternehmen immer unzufriedener mit den eingestellten Bachelorabsolventen, weil sie zu schlecht auf den Arbeitsmarkt vorbereitet seien. Was sagt man dazu? Stimmt das? Einige meiner Freunde haben direkt nach dem Bachelor eine Festanstellung angenommen. Sie wurden mit Kusshand aufgenommen und sind in ihrem Job richtig aufgegangen. Was steckt also hinter dieser Kritik?

Das Bild, das viele Studierende von Unternehmen vermittelt bekommen, ist, dass sie nach Absolventen Ausschau halten, die so jung und gleichzeitig so erfahren wie möglich sind. Um es einmal platt auszudrücken: 20-Jährige mit zehn Jahren Berufserfahrung. Ein Ding der Unmöglichkeit. Ich persönlich habe meinen Bachelor an einer Fachhochschule gemacht und hatte durchaus den Eindruck, dass hier viel Wert auf Praxisbezug gelegt wurde, zum Beispiel in Form von Unternehmens-Kooperationen für studentische Projekte und natürlich die allseits bekannten Pflichtpraktika von drei bis sechs Monaten. Natürlich würde man Bachelorabsolventen noch besser auf die Praxis vorbereiten, wenn man die Mindestdauer der Pflichtpraktika anhebt, aber dann wären die Absolventen natürlich wieder älter, weil sich die Studiendauer verlängern würde.

Meiner Meinung nach basiert diese Unzufriedenheit seitens der Unternehmen auf einem Ungleichgewicht aus Erwartungshaltung und -erfüllung. Erwarten Unternehmen zu viel? Oder die falschen Dinge? Oder beides? Und wie werden die frisch eingestellten Absolventen in den Berufsalltag integriert? Finden etwa Schulungen und Seminare statt? Was wird ihnen auf diesen Veranstaltungen beigebracht? Werden die Berufseinsteiger ins kalte Wasser geworfen oder eher sachte an ihre neuen Aufgaben herangeführt? Ich finde, all diese Dinge sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man den nächsten (Bachelor-)Studenten-Bashing-Artikel liest.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Apr 29, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Apr 29, 2015

Studentenleben live

Wege durch den Verkehr von Lima

Als eines der größten Probleme der Stadt Lima nehme ich den innerstädtischen Transport wahr. Lima ist ein stressiges Pflaster – der Verkehr eine tägliche Herausforderung. Die Straßen sind regelmäßig verstopft, die Staus kosten viel Zeit und verpesten die Luft. Hinzu kommt, dass viele Fahrer und Fahrerinnen ihre Hupe regelmäßig betätigen, sei es, um andere zu warnen oder um andere Autos, die auch im Stau stehen, zu verscheuchen. Nicht weniger nervig sind die Männer, die jedem Rock und Hüftschwung hinterher hupen.

Der massive Zuzug von Menschen hat in den vergangenen Jahrzehnten offensichtlich zu einer extremen Verkehrsüberlastung geführt. Es gibt zwar verschiedene Projekte, um diese Situation zu verbessern – so wurde etwa eine elektrische Hochbahn gebaut und es gibt einen Trolleybus, der seine eigene Verkehrsspur hat – doch diese Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus. Außerdem hat deren Realisierung Jahrzehnte in Anspruch genommen, da bei jedem politischen Führungswechsel, die Projekte der Vorgängerregierung liegen gelassen wurden. Da kann der Bau einer Zugstrecke schon einmal 20 Jahre dauern.

Ich brauche zu meinem Büro täglich etwa 45 Minuten – egal ob ich das Rad oder den Bus nehme. Mit dem Rad fahre ich eigentlich einen Umweg, da es nur sehr wenige Radwege gibt, die auch noch häufig von unvorsichtigen Fußgängern gekreuzt oder in Beschlag genommen werden. Ich bin also 45 Minuten lang damit beschäftigt, „Vorsicht!“ und „Bitte lassen sie mich durch!“ zu rufen. Dennoch bin ich froh, diese Möglichkeit zu haben, denn das Rad ist das flexibelste Verkehrsmittel. Busse gibt es zwar viele, doch leider fehlt ein Linienplan. Da hilft nur ständiges Nachfragen – und das ist noch anstrengender.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Apr 28, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Apr 28, 2015

Studentenleben live

Meisterklasse

Es ist Frühling, die Kirschbäume blühen ganz zauberhaft, der erste gemütliche Grillabend liegt bereits hinter und jede Menge guter Wünsche und Hoffnungen für das Sommersemester vor mir. Mir geht es zur Zeit richtig gut. Und: Ich habe mich für den Master entschieden. Komplett unorganisiert bin ich in dieses erste Mastersemester hineingestolpert. Beim Stundenplan habe ich mich komplett an das gehalten, was meine Freundin für sich zusammengestellt hat. Mir war das Suchen im Vorlesungsverzeichnis zu kompliziert und irgendwie hatte ich vor lauter Freiheitsgefühl nach Abgabe der Bachelorarbeit wirklich keine Lust, mich in das Modulhandbuch hineinzufuchsen.

Einen Schwerpunkt habe ich mir dann aber doch gesteckt: Umweltrecht. Innerhalb einer Woche habe ich mir eine Vielzahl Gesetzestexte zugelegt, die sich nun absolut geheimnisumwoben vor mir auf dem Schreibtisch stapeln. Das ist ein ganz schöner Brocken und ich muss zugeben, dass ich in der ersten Propädeutischen Übung zu Umweltrecht (das klingt total hochtrabend, oder?) eigentlich gar nichts verstanden habe. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich unvorbereitet, zu spät und ohne Gesetzestext erschien. Aber mir kommt es so vor, dass ich jetzt, mit den dicken Rechtsschinken, auch nicht viel schlauer bin. Mal schauen, wie mir der Einstieg gelingt. In jedem Fall haben sich diese ersten zwei Wochen im Master richtig angenehm angefühlt. Ich bin entspannt und freue mich darauf, wie es weitergeht.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Apr 28, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Apr 28, 2015