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Studentenleben live

Wege durch den Verkehr von Lima

Als eines der größten Probleme der Stadt Lima nehme ich den innerstädtischen Transport wahr. Lima ist ein stressiges Pflaster – der Verkehr eine tägliche Herausforderung. Die Straßen sind regelmäßig verstopft, die Staus kosten viel Zeit und verpesten die Luft. Hinzu kommt, dass viele Fahrer und Fahrerinnen ihre Hupe regelmäßig betätigen, sei es, um andere zu warnen oder um andere Autos, die auch im Stau stehen, zu verscheuchen. Nicht weniger nervig sind die Männer, die jedem Rock und Hüftschwung hinterher hupen.

Der massive Zuzug von Menschen hat in den vergangenen Jahrzehnten offensichtlich zu einer extremen Verkehrsüberlastung geführt. Es gibt zwar verschiedene Projekte, um diese Situation zu verbessern – so wurde etwa eine elektrische Hochbahn gebaut und es gibt einen Trolleybus, der seine eigene Verkehrsspur hat – doch diese Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus. Außerdem hat deren Realisierung Jahrzehnte in Anspruch genommen, da bei jedem politischen Führungswechsel, die Projekte der Vorgängerregierung liegen gelassen wurden. Da kann der Bau einer Zugstrecke schon einmal 20 Jahre dauern.

Ich brauche zu meinem Büro täglich etwa 45 Minuten – egal ob ich das Rad oder den Bus nehme. Mit dem Rad fahre ich eigentlich einen Umweg, da es nur sehr wenige Radwege gibt, die auch noch häufig von unvorsichtigen Fußgängern gekreuzt oder in Beschlag genommen werden. Ich bin also 45 Minuten lang damit beschäftigt, „Vorsicht!“ und „Bitte lassen sie mich durch!“ zu rufen. Dennoch bin ich froh, diese Möglichkeit zu haben, denn das Rad ist das flexibelste Verkehrsmittel. Busse gibt es zwar viele, doch leider fehlt ein Linienplan. Da hilft nur ständiges Nachfragen – und das ist noch anstrengender.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Apr 28, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Apr 28, 2015

Studentenleben live

Meisterklasse

Es ist Frühling, die Kirschbäume blühen ganz zauberhaft, der erste gemütliche Grillabend liegt bereits hinter und jede Menge guter Wünsche und Hoffnungen für das Sommersemester vor mir. Mir geht es zur Zeit richtig gut. Und: Ich habe mich für den Master entschieden. Komplett unorganisiert bin ich in dieses erste Mastersemester hineingestolpert. Beim Stundenplan habe ich mich komplett an das gehalten, was meine Freundin für sich zusammengestellt hat. Mir war das Suchen im Vorlesungsverzeichnis zu kompliziert und irgendwie hatte ich vor lauter Freiheitsgefühl nach Abgabe der Bachelorarbeit wirklich keine Lust, mich in das Modulhandbuch hineinzufuchsen.

Einen Schwerpunkt habe ich mir dann aber doch gesteckt: Umweltrecht. Innerhalb einer Woche habe ich mir eine Vielzahl Gesetzestexte zugelegt, die sich nun absolut geheimnisumwoben vor mir auf dem Schreibtisch stapeln. Das ist ein ganz schöner Brocken und ich muss zugeben, dass ich in der ersten Propädeutischen Übung zu Umweltrecht (das klingt total hochtrabend, oder?) eigentlich gar nichts verstanden habe. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich unvorbereitet, zu spät und ohne Gesetzestext erschien. Aber mir kommt es so vor, dass ich jetzt, mit den dicken Rechtsschinken, auch nicht viel schlauer bin. Mal schauen, wie mir der Einstieg gelingt. In jedem Fall haben sich diese ersten zwei Wochen im Master richtig angenehm angefühlt. Ich bin entspannt und freue mich darauf, wie es weitergeht.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Apr 28, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Apr 28, 2015

Studentenleben live

Verzögerung

Für die Kurse jedes Moduls gibt es einen festgelegten Arbeitsbeginn. Bei den meisten liegt er direkt am Anfang des Semesters, weshalb die Kursmaterialien oft einige Tage vor Semesterbeginn in der Post liegen. Dieses Mal begann das Semester jedoch ohne überquellenden Briefkasten. Da ich von einigen Kommilitonen gehört hatte, dass bei ihnen auch noch nichts angekommen war, entschloss ich mich, vorerst noch abzuwarten. Und schließlich klärte sich auch alles durch eine E-Mail von der Fernuni.

Zu Beginn des Semesters wurde anscheinend eine neue Sortieranlage in Betrieb genommen, die jedoch beim letzten Testlauf einige Mängel aufwies. Einigen Studierenden konnte ihr Lernmaterial deshalb nicht rechtzeitig zugestellt werden. Das ist aber nur halb so schlimm, da die Fernuni ihren Studierenden auch eine Online-Plattform zur Verfügung stellt, auf der man die Unterlagen als PDF-Datei abrufen kann.

Dabei gibt es für manche Studierende – mich eingeschlossen – jedoch ein Problem. Viele, mit denen ich mich ausgetauscht habe, lernen lieber mit gedruckten Materialien, anstatt alles direkt vom Bildschirm zu lesen. Das bedeutet, ich müsste mir alle Skripte daheim ausdrucken. Bei 200 bis 400 Seiten pro Kursband käme da ganz schön was zusammen. Möchte man Geld sparen, bleibt den „Altmodischen“ unter uns also nur, sich wohl oder übel in ihr Schicksal zu ergeben und vorerst sehr viel mehr Zeit als gewollt vor dem Bildschirm zu verbringen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Apr 28, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Apr 28, 2015