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Studentenleben live

Zwischen den Welten

Anfang März war es soweit: Die Abschlussklausur stand vor der Tür. Die Tage davor versuchte ich selbstverständlich, alles detailgenau zu wiederholen. Nur leider erschien mir alles andere interessanter und wichtiger. Da muss ich noch schnell die Spülmaschine ausräumen, das Zimmer aufräumen oder bei jemandem anrufen. Dementsprechend fühlte ich mich auch nicht besonders gut vorbereitet, aber das war bei mir eigentlich noch nie der Fall und meistens ging es dann doch gut. Vor einer Prüfung fahre ich mit einer „Wird schon schiefgehen“-Mentalität immer noch am besten. Und wenn ich doch mal durchfalle, dann geht das Leben auch weiter. Ist alles halb so schlimm.

Wenn man sich an der Fernuni Hagen zu einer Klausur anmeldet, muss man auch gleich den dazugehörigen Klausurort bestimmen: Diese Klausuren finden dann meist an den dort ansässigen Universitäten statt. Wohnt man im Ausland und es gibt keine mit der Fernuni Hagen kooperierende Universität, ist es auch möglich, die Prüfung beispielsweise bei der deutschen Botschaft oder dem Goetheinstitut abzulegen. Ich konnte zu einer Hochschule in meiner Nähe fahren. Da der Bahnhof dort zu weit von der Universität entfernt war, fuhr ich mit dem Auto. Allerdings hatte ich nicht mit dem typischen Großstadtverkehr gerechnet, der mir alles abverlangte und mir schon vor der Prüfung sämtliche Nerven raubte. Endlich im Parkhaus angekommen, musste ich schon die nächste Hürde überwinden, die darin bestand, die Universität überhaupt nur zu finden. Glücklich stand ich letztlich vor dem Hauptportal und war erleichtert, nicht zu spät zu sein. Mit der Größe des Campus hatte ich jedoch nicht gerechnet: Bis ich das richtige Gebäude gefunden hatte vergingen dann nochmal gute zwanzig Minuten.

Die Klausur an sich war dann in Ordnung. Bei zwei der drei Teilbereiche habe ich ein relativ gutes Gefühl, was meine Antworten angeht. Mit den Fragen in der letzten Teildisziplin hatte ich hingegen nicht gerechnet. Dementsprechend war ich nicht wirklich auf diese Themen vorbereitet und tat mich etwas schwer. Hinzu kam die sauerstoffarme Luft in einem Hörsaal ohne Fenster, die mich nach zwei Stunden sehr müde werden ließ. Das Gefühl nach der Abgabe werde ich aber nie vergessen: Man fühlt sich so richtig befreit. Und mir persönlich ist es fast egal, ob ich bestanden habe oder nicht, ich war einfach nur froh, aus diesem Raum raus zu können.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 5, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 5, 2015

Studentenleben live

Das Eignungspraktikum

Das Praktikum ist vorbei, die Bescheinigung hat mir zwei Credit Points im Wahlpflichtmodul KUBUS (Karriere und Beruf und Studium) gebracht und ich stecke schon wieder mitten im Prüfungsstress. Zeit für eine Bilanz.

Ich habe das Gefühl, dass mir das Praktikum viel gebracht hat. Ich weiß, dass der Lehrerberuf auf jeden Fall eine Option für mich ist – wenn auch lieber mit drei Fächern als nur mit zweien. Ich habe die Schule aus einer anderen Perspektive gesehen und mich auch selbst vor mehreren Klassen ausprobiert. Die Schüler mögen mich, Erklären klappt zumindest im Einzelgespräch sehr gut (das wusste ich aber auch schon vorher) und ich habe erstaunlich wenig Probleme damit, eine Klasse ruhig zu halten oder zur Mitarbeit zu bewegen.

Die negativen Impressionen beziehen sich eher auf generelle Sachen, die nicht am Lehrerberuf an sich, sondern am Arbeitsleben selbst liegen. Bislang war mir nicht klar, dass ich so viel Freizeit wie jetzt im Studium nie wieder haben werde – und ich weiß es vielleicht auch in den nächsten Semestern besser zu schätzen. Lehrer sein ist viel Arbeit, aber nicht mehr als jeder andere Job, der mir womöglich weniger Spaß macht und schlechter bezahlt wird.

Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht, ob ich genau dieselben Aspekte mitgenommen hätte, wenn ich das Eignungspraktikum direkt nach dem Abi gemacht hätte. Gerade meine fünf Semester Studium waren wichtig, um den Unterschied zwischen Schule und Studium noch deutlicher zu erkennen. Die vielen Praxiselemente während des Lehramtsstudiums halte ich aber auf jeden Fall für sinnvoll. Im Gespräch mit dem Fachleiter einer Referendarin, kam heraus, dass er kürzlich erst einen Referendar verloren hatte, der mit der Unterrichtssituation nicht klar gekommen war. Mindestens fünf Jahre lang zu studieren und dann festzustellen, dass der Beruf doch nichts für einen ist, stelle ich mir ziemlich hart vor. Da testet man sich doch lieber vor und während des Studiums schon aus.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 4, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 4, 2015

Studentenleben live

Der Ruf der Studierenden

Aktuell kann man in sämtlichen Medien eine neue Debatte über die Praxistauglichkeit von Bachelorabsolventen verfolgen. Angeblich seien Unternehmen immer unzufriedener mit den eingestellten Bachelorabsolventen, weil sie zu schlecht auf den Arbeitsmarkt vorbereitet seien. Was sagt man dazu? Stimmt das? Einige meiner Freunde haben direkt nach dem Bachelor eine Festanstellung angenommen. Sie wurden mit Kusshand aufgenommen und sind in ihrem Job richtig aufgegangen. Was steckt also hinter dieser Kritik?

Das Bild, das viele Studierende von Unternehmen vermittelt bekommen, ist, dass sie nach Absolventen Ausschau halten, die so jung und gleichzeitig so erfahren wie möglich sind. Um es einmal platt auszudrücken: 20-Jährige mit zehn Jahren Berufserfahrung. Ein Ding der Unmöglichkeit. Ich persönlich habe meinen Bachelor an einer Fachhochschule gemacht und hatte durchaus den Eindruck, dass hier viel Wert auf Praxisbezug gelegt wurde, zum Beispiel in Form von Unternehmens-Kooperationen für studentische Projekte und natürlich die allseits bekannten Pflichtpraktika von drei bis sechs Monaten. Natürlich würde man Bachelorabsolventen noch besser auf die Praxis vorbereiten, wenn man die Mindestdauer der Pflichtpraktika anhebt, aber dann wären die Absolventen natürlich wieder älter, weil sich die Studiendauer verlängern würde.

Meiner Meinung nach basiert diese Unzufriedenheit seitens der Unternehmen auf einem Ungleichgewicht aus Erwartungshaltung und -erfüllung. Erwarten Unternehmen zu viel? Oder die falschen Dinge? Oder beides? Und wie werden die frisch eingestellten Absolventen in den Berufsalltag integriert? Finden etwa Schulungen und Seminare statt? Was wird ihnen auf diesen Veranstaltungen beigebracht? Werden die Berufseinsteiger ins kalte Wasser geworfen oder eher sachte an ihre neuen Aufgaben herangeführt? Ich finde, all diese Dinge sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man den nächsten (Bachelor-)Studenten-Bashing-Artikel liest.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Apr 29, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Apr 29, 2015