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Studentenleben live

Erstellen einer Website

Am Wochenende habe ich mich mal wieder in die für mich unendlichen Tiefen der Computerwelt gewagt. HTML (Hypertext Markup Language) und CSS (Cascading Style Sheets) standen auf dem Kursprogramm. Dafür bin ich extra ins Rechenzentrum einer anderen Universität gefahren, da meine eigene Uni im Angebot dieser Querschnittskompetenzen noch etwas schläft. Schließlich heißt es mittlerweile in vielen Stellenbeschreibungen nicht mehr nur, dass man „einen sicheren Umgang mit MS Office“ vorweisen muss, sondern es werden auch explizit Kenntnisse in InDesign, Bildbearbeitung oder Webdesign verlangt. Und woher dieses Wissen nehmen, wenn nicht stehlen? Deshalb stehle ich mit den Augen und Ohren so viel ich kann und fahre dafür auch gerne mal in eine andere Stadt.

Und wer hätte das gedacht: Sogar für Technologiepfeifen wie mich war es nicht schwierig, die Grundlagen im Erstellen einer Webseite zu verstehen und diese dann nach meinen Wünschen zu gestalten. Wider Erwarten hat es sogar Spaß gemacht. An dieser Stelle muss ich mich kurz kneifen, denn ich kann selbst nicht fassen, was ich alter Bücherwurm da schreibe. Vielleicht werde ich ja nochmal zu einem richtigen IT-Spezialisten wenn ich so weitermache. Na, wohl eher nicht. Aber ich kann jetzt immerhin mitreden, wenn es um Content-Management-Systeme oder ein Style Sheet geht. Dennoch ist es wohl besser für die Welt, dass meine im Kurs erstellte Website über Schneeleoparden nicht online geht.

Autor: Sabrina  |  Rubrik: studium  |  May 6, 2015
Autor: Sabrina
Rubrik: studium
May 6, 2015

Studentenleben live

Zwischen den Welten

Anfang März war es soweit: Die Abschlussklausur stand vor der Tür. Die Tage davor versuchte ich selbstverständlich, alles detailgenau zu wiederholen. Nur leider erschien mir alles andere interessanter und wichtiger. Da muss ich noch schnell die Spülmaschine ausräumen, das Zimmer aufräumen oder bei jemandem anrufen. Dementsprechend fühlte ich mich auch nicht besonders gut vorbereitet, aber das war bei mir eigentlich noch nie der Fall und meistens ging es dann doch gut. Vor einer Prüfung fahre ich mit einer „Wird schon schiefgehen“-Mentalität immer noch am besten. Und wenn ich doch mal durchfalle, dann geht das Leben auch weiter. Ist alles halb so schlimm.

Wenn man sich an der Fernuni Hagen zu einer Klausur anmeldet, muss man auch gleich den dazugehörigen Klausurort bestimmen: Diese Klausuren finden dann meist an den dort ansässigen Universitäten statt. Wohnt man im Ausland und es gibt keine mit der Fernuni Hagen kooperierende Universität, ist es auch möglich, die Prüfung beispielsweise bei der deutschen Botschaft oder dem Goetheinstitut abzulegen. Ich konnte zu einer Hochschule in meiner Nähe fahren. Da der Bahnhof dort zu weit von der Universität entfernt war, fuhr ich mit dem Auto. Allerdings hatte ich nicht mit dem typischen Großstadtverkehr gerechnet, der mir alles abverlangte und mir schon vor der Prüfung sämtliche Nerven raubte. Endlich im Parkhaus angekommen, musste ich schon die nächste Hürde überwinden, die darin bestand, die Universität überhaupt nur zu finden. Glücklich stand ich letztlich vor dem Hauptportal und war erleichtert, nicht zu spät zu sein. Mit der Größe des Campus hatte ich jedoch nicht gerechnet: Bis ich das richtige Gebäude gefunden hatte vergingen dann nochmal gute zwanzig Minuten.

Die Klausur an sich war dann in Ordnung. Bei zwei der drei Teilbereiche habe ich ein relativ gutes Gefühl, was meine Antworten angeht. Mit den Fragen in der letzten Teildisziplin hatte ich hingegen nicht gerechnet. Dementsprechend war ich nicht wirklich auf diese Themen vorbereitet und tat mich etwas schwer. Hinzu kam die sauerstoffarme Luft in einem Hörsaal ohne Fenster, die mich nach zwei Stunden sehr müde werden ließ. Das Gefühl nach der Abgabe werde ich aber nie vergessen: Man fühlt sich so richtig befreit. Und mir persönlich ist es fast egal, ob ich bestanden habe oder nicht, ich war einfach nur froh, aus diesem Raum raus zu können.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 5, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 5, 2015

Studentenleben live

Das Eignungspraktikum

Das Praktikum ist vorbei, die Bescheinigung hat mir zwei Credit Points im Wahlpflichtmodul KUBUS (Karriere und Beruf und Studium) gebracht und ich stecke schon wieder mitten im Prüfungsstress. Zeit für eine Bilanz.

Ich habe das Gefühl, dass mir das Praktikum viel gebracht hat. Ich weiß, dass der Lehrerberuf auf jeden Fall eine Option für mich ist – wenn auch lieber mit drei Fächern als nur mit zweien. Ich habe die Schule aus einer anderen Perspektive gesehen und mich auch selbst vor mehreren Klassen ausprobiert. Die Schüler mögen mich, Erklären klappt zumindest im Einzelgespräch sehr gut (das wusste ich aber auch schon vorher) und ich habe erstaunlich wenig Probleme damit, eine Klasse ruhig zu halten oder zur Mitarbeit zu bewegen.

Die negativen Impressionen beziehen sich eher auf generelle Sachen, die nicht am Lehrerberuf an sich, sondern am Arbeitsleben selbst liegen. Bislang war mir nicht klar, dass ich so viel Freizeit wie jetzt im Studium nie wieder haben werde – und ich weiß es vielleicht auch in den nächsten Semestern besser zu schätzen. Lehrer sein ist viel Arbeit, aber nicht mehr als jeder andere Job, der mir womöglich weniger Spaß macht und schlechter bezahlt wird.

Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht, ob ich genau dieselben Aspekte mitgenommen hätte, wenn ich das Eignungspraktikum direkt nach dem Abi gemacht hätte. Gerade meine fünf Semester Studium waren wichtig, um den Unterschied zwischen Schule und Studium noch deutlicher zu erkennen. Die vielen Praxiselemente während des Lehramtsstudiums halte ich aber auf jeden Fall für sinnvoll. Im Gespräch mit dem Fachleiter einer Referendarin, kam heraus, dass er kürzlich erst einen Referendar verloren hatte, der mit der Unterrichtssituation nicht klar gekommen war. Mindestens fünf Jahre lang zu studieren und dann festzustellen, dass der Beruf doch nichts für einen ist, stelle ich mir ziemlich hart vor. Da testet man sich doch lieber vor und während des Studiums schon aus.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 4, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 4, 2015