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Studentenleben live

Wenn die Metropole eine Metro bekommt

Wie oft kann man von sich behaupten, als eine der ersten in einer neu gebauten Metrolinie zu sitzen? Ziemlich selten, würde ich annehmen. Es sei denn, man lebt in einer aufstrebenden Metropole Mitteleuropas. Im vergangenen Jahr wurde in Warschau die M1 feierlich eröffnet – Prag zieht dieses Jahr nach. Mit nur wenigen Monaten Verspätung eröffnete am Ostermontag die Verlängerung der Metrolinie A, die nun nicht mehr nur bis Dejvická, sondern glatt vier Stationen weiter fährt! Obwohl ich direkt im Viertel wohne, bringt mir das nicht unbedingt viel – ich brauche sowohl zur neuen als auch zur alten Station jeweils zehn Minuten. Trotzdem konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen und bestaunte den Glanz der neuen Bahnhöfe, die noch ganz frisch nach Baumaterial rochen. Tatsächlich musste ich jedoch die Architektur recht bald links liegen lassen und viel mehr auf die Leute um mich herum achten. Man sah genau, wer gerade zum ersten Mal in der Metrostation stand und wer schon ein paar Mal mit der neuen Linie gefahren war. Nicht alle Tage schauen sich Leute interessiert und staunend in einem eigentlich völlig normalen U-Bahnhof um. Die Stationen waren aber auch schick. Man macht auf moderne Großstadt – mit Erfolg! Nur hier und da haperte es mit der kosmopolitischen Gewandtheit: Ausgerechnet an der Station, wo man in den Bus zum Flughafen umsteigen muss, funktioniert der Aufzug nicht und man muss sich mit dem Gepäck die Treppen hochquälen.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
May 8, 2015

Studentenleben live

Berufsfelder

Eines unserer Seminare im zweiten Mastersemester Medienwissenschaft heißt „Berufsfelder“. In der ersten Sitzung sollten wir alle unserem Sitznachbarn berichten, was wir werden wollen. Naja, eigentlich sollten wir, wie unser Seminarleiter betonte, nicht erzählen was wir werden wollen, sondern womit wir unser Geld verdienen wollen; das ist schließlich ein Unterschied. Ich berichtete von meinen Plänen, in die Unternehmenskommunikation zu gehen. Als ich fertig war, sagte ich mehr vor mich hin, dass ich nicht sicher sei, wie wichtig es für mich ist, einen Beruf auszuüben, der mir Freude macht. Ich kann mich einfach gut in der Unternehmenskommunikation sehen, weil mir die Arbeit dort liegt, aber so richtig viel Spaß macht mir das vermutlich nicht.

Als wir dann den Berufswunsch unseres Sitznachbarn dem Plenum vorstellen sollten, sagte meine Nachbarin über mich: „Sie möchte in die Unternehmenskommunikation und denkt nicht, dass die Arbeit Spaß machen muss.“ Als ich das so hörte, fand ich das schlimm. Das klang definitiv resigniert und nach dem falschen Weg. Auch weil viele meiner Freunde etwas haben, wofür sie brennen. Ich habe das nicht und bin verunsichert. Ich weiß zwar, dass niemand dauerhaft Freude bei der Arbeit empfindet, aber habe ich nur eine gesunde Grundeinstellung, nämlich, dass es nicht den perfekten Beruf gibt? Oder befinde ich mich auf dem Holzweg? Zeit für ein weiteres Praktikum habe ich jedenfalls nicht mehr. Ich kann also nur hoffen, dass ich entweder noch etwas finde, wofür ich brenne, oder doch noch feststelle, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  May 7, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
May 7, 2015

Studentenleben live

Semesterbeginn

Das Semester begann mit fünf fast neuen Fächern, die eigentlich alle ganz spannend sind: „Denken und Sprache“, „kognitive Psychologie“, Persönlichkeitspsychologie, Sozialpsychologie und Methoden. Wer nicht Psychologie studiert, kann sich vielleicht nicht bei allen Wortungetümen vorstellen, was sich dahinter verbirgt, aber dafür habt ihr ja mich: Bei „kognitiver Psychologie“ geht es darum, wie wir Menschen Dinge wahrnehmen. Hier gibt es viele Überschneidungen mit Biologie. Persönlichkeitspsychologie beschäftigt sich mit den Unterschieden in der Psyche der Menschen, deswegen heißt das Fach an manchen Unis auch „differenzielle Psychologie“. Sozialpsychologie ist der Schnittpunkt zwischen Soziologie und Psychologie. Das finde ich sehr spannend. Hier geht es etwa darum, dass sich die Aussagen von Menschen beeinflussen lassen, wenn ihnen jemand über die Schulter schaut. Methodik ist ein ganz großes Modul, das sich über mehrere Semester zieht. Auch diesmal steht wieder Statistik auf dem Stundenplan. Zudem werde ich dieses Semester auch lernen, welche Computerprogramme man zur Datenanalyse nutzt und ich habe eine Vorlesung, die mir die Methoden der kognitiven Neurowissenschaften näherbringen soll. Darauf freue ich mich besonders. Was zunächst langweilig klingt, ist nämlich spannender als man denkt!

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  May 7, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
May 7, 2015