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Studentenleben live

Frustrationsverbot

Autor:
Luisa

Rubrik:
studium

11.05.2015

Was mache ich eigentlich hier? Diese Frage stellt sich bestimmt jeder Jura-Student mindestens einmal in seiner studentischen Laufbahn. Schon wieder dutzende Bücher wälzen, sich durch den Dschungel tausender Meinungen zu irgendeinem Streitstand schlagen, um dann bei der Klausur doch wieder nur gemeine fünf Punkte unter die eigene Leistung gesetzt zu bekommen. Selbst wenn man das Gefühl hat, gut vorbereitet gewesen zu sein und die Aufgaben gut gelöst zu haben – eine Garantie auf eine hohe Punktzahl gibt es nicht. 18 Punkte? Träum weiter.

Also, was soll dann das Ganze? Die Theorien reichen von „wir beweisen, dass wir besonders gut leiden können“ bis „man muss ja irgendwann auch mal lernen, mit Frust klarzukommen“. Egal was dahintersteckt – der unendliche Drang nach Perfektionismus, die Vorbereitung darauf, im Beruf wichtige Entscheidungen zu treffen und Rückschläge zu erleiden –, Grübeln hilft nicht. Stattdessen gilt das Frustrationsverbot. Scheuklappen aufsetzen, nicht auf die Noten gucken, einfach durchziehen. Und nach einem Blick aus dem eigenen Mikrokosmos heraus sinkt auch das Frustpotenzial erheblich. Andere haben es auch nicht immer leicht.

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