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Studentenleben live

Frustrationsverbot

Was mache ich eigentlich hier? Diese Frage stellt sich bestimmt jeder Jura-Student mindestens einmal in seiner studentischen Laufbahn. Schon wieder dutzende Bücher wälzen, sich durch den Dschungel tausender Meinungen zu irgendeinem Streitstand schlagen, um dann bei der Klausur doch wieder nur gemeine fünf Punkte unter die eigene Leistung gesetzt zu bekommen. Selbst wenn man das Gefühl hat, gut vorbereitet gewesen zu sein und die Aufgaben gut gelöst zu haben – eine Garantie auf eine hohe Punktzahl gibt es nicht. 18 Punkte? Träum weiter.

Also, was soll dann das Ganze? Die Theorien reichen von „wir beweisen, dass wir besonders gut leiden können“ bis „man muss ja irgendwann auch mal lernen, mit Frust klarzukommen“. Egal was dahintersteckt – der unendliche Drang nach Perfektionismus, die Vorbereitung darauf, im Beruf wichtige Entscheidungen zu treffen und Rückschläge zu erleiden –, Grübeln hilft nicht. Stattdessen gilt das Frustrationsverbot. Scheuklappen aufsetzen, nicht auf die Noten gucken, einfach durchziehen. Und nach einem Blick aus dem eigenen Mikrokosmos heraus sinkt auch das Frustpotenzial erheblich. Andere haben es auch nicht immer leicht.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 11, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 11, 2015

Studentenleben live

Wenn die Metropole eine Metro bekommt

Wie oft kann man von sich behaupten, als eine der ersten in einer neu gebauten Metrolinie zu sitzen? Ziemlich selten, würde ich annehmen. Es sei denn, man lebt in einer aufstrebenden Metropole Mitteleuropas. Im vergangenen Jahr wurde in Warschau die M1 feierlich eröffnet – Prag zieht dieses Jahr nach. Mit nur wenigen Monaten Verspätung eröffnete am Ostermontag die Verlängerung der Metrolinie A, die nun nicht mehr nur bis Dejvická, sondern glatt vier Stationen weiter fährt! Obwohl ich direkt im Viertel wohne, bringt mir das nicht unbedingt viel – ich brauche sowohl zur neuen als auch zur alten Station jeweils zehn Minuten. Trotzdem konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen und bestaunte den Glanz der neuen Bahnhöfe, die noch ganz frisch nach Baumaterial rochen. Tatsächlich musste ich jedoch die Architektur recht bald links liegen lassen und viel mehr auf die Leute um mich herum achten. Man sah genau, wer gerade zum ersten Mal in der Metrostation stand und wer schon ein paar Mal mit der neuen Linie gefahren war. Nicht alle Tage schauen sich Leute interessiert und staunend in einem eigentlich völlig normalen U-Bahnhof um. Die Stationen waren aber auch schick. Man macht auf moderne Großstadt – mit Erfolg! Nur hier und da haperte es mit der kosmopolitischen Gewandtheit: Ausgerechnet an der Station, wo man in den Bus zum Flughafen umsteigen muss, funktioniert der Aufzug nicht und man muss sich mit dem Gepäck die Treppen hochquälen.

Autor: Inga  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2015
Autor: Inga
Rubrik: studium
May 8, 2015

Studentenleben live

Berufsfelder

Eines unserer Seminare im zweiten Mastersemester Medienwissenschaft heißt „Berufsfelder“. In der ersten Sitzung sollten wir alle unserem Sitznachbarn berichten, was wir werden wollen. Naja, eigentlich sollten wir, wie unser Seminarleiter betonte, nicht erzählen was wir werden wollen, sondern womit wir unser Geld verdienen wollen; das ist schließlich ein Unterschied. Ich berichtete von meinen Plänen, in die Unternehmenskommunikation zu gehen. Als ich fertig war, sagte ich mehr vor mich hin, dass ich nicht sicher sei, wie wichtig es für mich ist, einen Beruf auszuüben, der mir Freude macht. Ich kann mich einfach gut in der Unternehmenskommunikation sehen, weil mir die Arbeit dort liegt, aber so richtig viel Spaß macht mir das vermutlich nicht.

Als wir dann den Berufswunsch unseres Sitznachbarn dem Plenum vorstellen sollten, sagte meine Nachbarin über mich: „Sie möchte in die Unternehmenskommunikation und denkt nicht, dass die Arbeit Spaß machen muss.“ Als ich das so hörte, fand ich das schlimm. Das klang definitiv resigniert und nach dem falschen Weg. Auch weil viele meiner Freunde etwas haben, wofür sie brennen. Ich habe das nicht und bin verunsichert. Ich weiß zwar, dass niemand dauerhaft Freude bei der Arbeit empfindet, aber habe ich nur eine gesunde Grundeinstellung, nämlich, dass es nicht den perfekten Beruf gibt? Oder befinde ich mich auf dem Holzweg? Zeit für ein weiteres Praktikum habe ich jedenfalls nicht mehr. Ich kann also nur hoffen, dass ich entweder noch etwas finde, wofür ich brenne, oder doch noch feststelle, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  May 7, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
May 7, 2015