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Studentenleben live

Auf den letzten Drücker

In der Oberstufe habe ich irgendwann mal einen humoristischen Ratgeber für Studierende gelesen. Es ging darum, wie Hausarbeiten entstehen: Erst schiebt man drei Monate lang die Arbeit vor sich her, dann rechnet man aus, wie viele Seiten man pro Tag schreiben muss, um die Abgabefrist gerade noch einhalten zu können und am letzten Tag kopiert man Wikipedia, formuliert den Text um, erfindet ein paar Quellen und gibt ab.

Ganz so schlimm ist es in Wirklichkeit natürlich nicht, aber irgendwie klappt das mit dem Einhalten der Abgabefristen trotzdem nicht so wirklich. Ich muss zugeben, ich bin wohl etwas zu optimistisch an die Sache rangegangen. Zwei Hausarbeiten, eine mündliche Prüfung und das alles unmittelbar nach dem Praktikum. Aber man kann ja schon neben dem Praktikum viel erledigen. Haha, ja genau, und in der Schule hab ich auch immer alle Hausaufgaben direkt an dem Tag gemacht, an dem wir sie aufbekommen haben. Ich hätte es wissen müssen.

Ganz untätig war ich natürlich nicht, habe die Quellen zu meinem ersten Hausarbeitsthema schon ziemlich zeitnah besorgt und bin dafür sogar bis nach Köln gefahren, weil es das in psychologischer Fachsprache geschriebene Buch in Düsseldorf nur auf Englisch gab. Ab und zu habe ich sogar in die Bücher reingeschaut. Für mehr hatte ich aber leider keine Zeit. Und die mündliche Prüfung musste ich ja auch vorbereiten. Mehr als vier oder fünf Tage hatte ich dafür aber nicht eingeplant. Allerdings fuhr ich damit auch bei den letzten beiden Prüfungen dieser Art sehr gut – und so war es auch diesmal. Bei der ersten Hausarbeit musste ich hingegen auf das Mitleid des Dozenten hoffen. Ich schilderte meine Lage und hatte Glück: zwei Wochen Aufschub. Statt die nun insgesamt drei Wochen Zeit ausgiebig zu nutzen, wurde aber erst einmal gefaulenzt und Ostern gefeiert, nebenher ein wenig gelesen und immerhin schon ein Word-Dokument erstellt. Irgendwann waren es nur noch eineinhalb Wochen und es wurde ernst. Wie genau ich es dennoch geschafft habe, ist mir immer noch unklar. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich etwas falsch gemacht habe, schließlich war ich im Endeffekt sogar einen Tag früher fertig.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 12, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 12, 2015

Studentenleben live

Glück im Unglück

Vergangene Woche hatte ich einen wirklich anstrengenden Tag. Ich hatte von 8 Uhr an elf Stunden Blockseminar zum Thema Umweltrecht, saß also den ganzen Tag im Hörsaal und fand es schon nach eineinhalb Stunden wirklich anstrengend. Ich hatte in der Nacht zuvor zu wenig geschlafen und war entsprechend müde. Außerdem musste ich meinem Mann Tschüss sagen, weil wir beide an diesem Wochenende getrennte Wege gehen würden. Gegen 19 Uhr verließ ich dann endlich den Vorlesungssaal und schaute auf dem Heimweg noch bei einem Supermarkt vorbei. Vollgepackt mit allerlei Einkäufen stand ich dann vor unserer Haustür. Ich wühlte in meinem Rucksack, wühlte immer weiter und immer tiefer, fand den Hausschlüssel aber trotzdem nicht. Verdammt. Das konnte doch nicht wahr sein! Ich hatte noch nie meinen Schlüssel vergessen! Natürlich war mein Handy-Akku so gut wie alle und: Ich musste dringend aufs Klo. Was also tun? Ein Anruf konnte vielleicht noch klappen, also entschied ich mich, es bei einem Freund zu probieren, bei dem ein Ersatzschlüssel gelagert ist. Gott sei Dank! Er ging ran und versprach mir, den Schlüssel vorbeizubringen. Mein Tag war gerettet und ich durfte den Gedanken an eine Nacht unter der Brücke doch wieder verwerfen. Um die Wartezeit zu überbrücken, klingelte ich bei einer Freundin, die nebenan wohnt. Wie sich herausstellte, kam ich gerade richtig zum Abendessen und wurde so spontan zum Spargelessen eingeladen. Wenn das nicht mal Glück im Unglück ist!

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  May 12, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
May 12, 2015

Studentenleben live

Begegnung mit einem Wildschwein

Wenn ich richtig informiert bin, bekommen Wildschweine zwischen März und Mai ihre Jungen. Außerdem sind Wildschweine keineswegs nur nachtaktiv; sie haben sich vielmehr der Bedrohung durch den Menschen angepasst und gehen ihm auch tagsüber aus dem Weg. In freier Wildbahn sieht man sie deshalb selten, da sie ein hervorragendes Gehör und einen sensiblen Geruchssinn besitzen.

Das Wildschwein, mit dem ich beinahe zusammengestoßen wäre, muss also taub gewesen sein und eine verstopfte Nase gehabt haben. Anders kann ich mir diese Begegnung nämlich nicht erklären. Ich war auf dem Weg in den Wald, um einen Spaziergang zu machen, und lief an einer betonierten Straße entlang. Links waren Felder, auf denen regelmäßig gearbeitet wird, rechts befand sich ein schmales Waldstück. Ich lief an einer Baumgruppe vorbei und sah auf einmal durch die Bäume die Umrisse eines Tieres. Zuerst hielt ich es für einen Hund doch ziemlich schnell wurde mir klar: „Wildschwein voraus“.

Zwischen mir und dem Tier waren keine drei Meter mehr. Langsam ging ich rückwärts den Weg zurück, auf dem ich gekommen war. Fast schon erleichtert, dass mich das Wildschwein nicht bemerkt hatte, wollte ich mich gerade umdrehen, als ein schwarzer Kopf hinter einem Baumstamm hervorlugte. Langsam ging ich weiter rückwärts. Soweit ich weiß sind Wildschweine eigentlich harmlos, es sei denn, sie fühlen sich bedroht und haben keine Fluchtmöglichkeit. In meinem Fall war diese jedoch zum Glück gegeben. Nach einer Weile verschwand die Bache mit ihren Frischlingen seelenruhig im Waldstück. Wahrscheinlich habe ich mich mehr erschrocken als das Tier.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 12, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 12, 2015