interaktiv

Studentenleben live

Auf den letzten Drücker

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

12.05.2015

In der Oberstufe habe ich irgendwann mal einen humoristischen Ratgeber für Studierende gelesen. Es ging darum, wie Hausarbeiten entstehen: Erst schiebt man drei Monate lang die Arbeit vor sich her, dann rechnet man aus, wie viele Seiten man pro Tag schreiben muss, um die Abgabefrist gerade noch einhalten zu können und am letzten Tag kopiert man Wikipedia, formuliert den Text um, erfindet ein paar Quellen und gibt ab.

Ganz so schlimm ist es in Wirklichkeit natürlich nicht, aber irgendwie klappt das mit dem Einhalten der Abgabefristen trotzdem nicht so wirklich. Ich muss zugeben, ich bin wohl etwas zu optimistisch an die Sache rangegangen. Zwei Hausarbeiten, eine mündliche Prüfung und das alles unmittelbar nach dem Praktikum. Aber man kann ja schon neben dem Praktikum viel erledigen. Haha, ja genau, und in der Schule hab ich auch immer alle Hausaufgaben direkt an dem Tag gemacht, an dem wir sie aufbekommen haben. Ich hätte es wissen müssen.

Ganz untätig war ich natürlich nicht, habe die Quellen zu meinem ersten Hausarbeitsthema schon ziemlich zeitnah besorgt und bin dafür sogar bis nach Köln gefahren, weil es das in psychologischer Fachsprache geschriebene Buch in Düsseldorf nur auf Englisch gab. Ab und zu habe ich sogar in die Bücher reingeschaut. Für mehr hatte ich aber leider keine Zeit. Und die mündliche Prüfung musste ich ja auch vorbereiten. Mehr als vier oder fünf Tage hatte ich dafür aber nicht eingeplant. Allerdings fuhr ich damit auch bei den letzten beiden Prüfungen dieser Art sehr gut – und so war es auch diesmal. Bei der ersten Hausarbeit musste ich hingegen auf das Mitleid des Dozenten hoffen. Ich schilderte meine Lage und hatte Glück: zwei Wochen Aufschub. Statt die nun insgesamt drei Wochen Zeit ausgiebig zu nutzen, wurde aber erst einmal gefaulenzt und Ostern gefeiert, nebenher ein wenig gelesen und immerhin schon ein Word-Dokument erstellt. Irgendwann waren es nur noch eineinhalb Wochen und es wurde ernst. Wie genau ich es dennoch geschafft habe, ist mir immer noch unklar. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich etwas falsch gemacht habe, schließlich war ich im Endeffekt sogar einen Tag früher fertig.

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