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Studentenleben live

Begegnung mit einem Wildschwein

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

12.05.2015

Wenn ich richtig informiert bin, bekommen Wildschweine zwischen März und Mai ihre Jungen. Außerdem sind Wildschweine keineswegs nur nachtaktiv; sie haben sich vielmehr der Bedrohung durch den Menschen angepasst und gehen ihm auch tagsüber aus dem Weg. In freier Wildbahn sieht man sie deshalb selten, da sie ein hervorragendes Gehör und einen sensiblen Geruchssinn besitzen.

Das Wildschwein, mit dem ich beinahe zusammengestoßen wäre, muss also taub gewesen sein und eine verstopfte Nase gehabt haben. Anders kann ich mir diese Begegnung nämlich nicht erklären. Ich war auf dem Weg in den Wald, um einen Spaziergang zu machen, und lief an einer betonierten Straße entlang. Links waren Felder, auf denen regelmäßig gearbeitet wird, rechts befand sich ein schmales Waldstück. Ich lief an einer Baumgruppe vorbei und sah auf einmal durch die Bäume die Umrisse eines Tieres. Zuerst hielt ich es für einen Hund doch ziemlich schnell wurde mir klar: „Wildschwein voraus“.

Zwischen mir und dem Tier waren keine drei Meter mehr. Langsam ging ich rückwärts den Weg zurück, auf dem ich gekommen war. Fast schon erleichtert, dass mich das Wildschwein nicht bemerkt hatte, wollte ich mich gerade umdrehen, als ein schwarzer Kopf hinter einem Baumstamm hervorlugte. Langsam ging ich weiter rückwärts. Soweit ich weiß sind Wildschweine eigentlich harmlos, es sei denn, sie fühlen sich bedroht und haben keine Fluchtmöglichkeit. In meinem Fall war diese jedoch zum Glück gegeben. Nach einer Weile verschwand die Bache mit ihren Frischlingen seelenruhig im Waldstück. Wahrscheinlich habe ich mich mehr erschrocken als das Tier.

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