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Studentenleben live

Unhöfliche Studierende

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von „Janna regt sich über ihre Kommilitonen auf“. Das Thema heute: Höflichkeit.

Das neue Semester hat begonnen, mein Stundenplan ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, bietet aber viel Freizeit, und eigentlich freue ich mich auf den kommenden Studienabschnitt – wenn da nur nicht diese bestimmten anderen Menschen wären. Manchmal frage ich mich, ob die über die faulen Studenten schimpfenden Meckerer nicht womöglich doch ein bisschen Recht haben. Beispiel gefällig? Jederzeit!

Forensische Toxikologie, eine halbe (also wöchentlich dreiviertelstündig stattfindende) Vorlesung aus dem Wahlpflichtbereich, der Professor bemüht sich, alles verständlich und anschaulich aufzubereiten – angesichts der Tatsache, dass die Veranstaltung abends stattfindet und Anwesenheitspflicht herrscht, weil der Beteiligungsnachweis ausschließlich daran gekoppelt ist, eine nette Geste. Ich sitze mit zwei Freundinnen relativ am Rand einer Reihe, als eine Gruppe Mädchen uns bittet, aufzustehen, um in die Mitte der Reihe durchrücken zu können. Anschließend unterhalten sie sich die ganze Vorlesungszeit über so laut über die Hausaufgaben, die sie natürlich während der Vorlesung machen, dass man dem Dozenten kaum noch folgen kann. Fünf Minuten vor dem Ende verlangen sie erneut, dass wir aufstehen, damit sie verfrüht den Hörsaal verlassen können. Mir ist schon klar, dass man bei einer Vorlesung, die keine zusätzliche Leistung erfordert, nicht so aufmerksam lauscht, weil eben kein Test oder Essay geschrieben werden muss; meine Freundinnen und ich waren zwischendurch auch mal mit Handyspielen und Facebook beschäftigt. Mir ist auch klar, dass man zwischendurch mal zwei Sätze mit seinen Sitznachbarn wechselt, um etwas eben Gesagtes zu kommentieren oder eine Anekdote zum Besten zu geben. Und manchmal muss man auch fünf Minuten früher aus einer Uni-Veranstaltung gehen, um beispielsweise seinen früheren Bus noch zu bekommen. Aber alles gleichzeitig? Und so überzogen?

Wenn einen die Wahl-Vorlesung nicht interessiert und man nur seine Zeit absitzt, ist doch irgendwie der Sinn verfehlt. Da sollte man doch lieber nach einer Veranstaltung suchen, die man spannender findet. Das Vorlesungsverzeichnis bietet so viele Optionen. Und wenn man trotzdem hingeht, dann soll man doch bitte leise sein und weder Dozenten noch Mitstudenten durch zu lautes Gerede stören. Für so ein wüstes Verhalten fehlt mir wirklich das Verständnis.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 19, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 19, 2015

Studentenleben live

Film, Film und Radio

Auch in diesem Semester habe ich wieder viele praktische Seminare. Ich mache zum Beispiel einen Radiobeitrag zum Thema Mediensucht in Kooperation mit dem SWR. Am Montag fahren mein Team und ich dafür in die Uniklinik Tübingen und „fangen einen O-Ton von Experten ein“, sprechen also mit Psychologen über das Phänomen. Damit der Beitrag anschaulich wird, brauchen wir dann noch einen Betroffenen. Außerdem mache ich dieses Semester zwei Filme, einen für das Sozialministerium Baden-Württemberg zum Thema Inklusion und den anderen ausschließlich für die Uni zum Thema Berufsfelder. Momentan werden wir noch in die Kamerahandhabung und in die Bedienung eines Schnittprogramms eingeführt, sind auf der Suche nach Statisten und schreiben das Drehbuch. Aber dann kann es endlich beginnen.

Da ich in den Sommerferien wieder ein Praktikum mache, versuche ich, für die theoretischen Vorlesungen so gut ich kann vorzuarbeiten. Außerdem bin ich in den Verein „oikos Tübingen“ eingetreten – nachdem ich ja auch schon bei „oikos“ in Koblenz tätig war. Der Verein beschäftigt sich grundsätzlich mit nachhaltigem Wirtschaften, ist aber in jedem "Chapter" (Bezirk) anders ausgerichtet. Die Vereinsarbeit wird mich also auch in Anspruch nehmen, aber ich habe mir all die Aufgaben selbst ausgesucht und freue mich deshalb darauf, mich ihnen zu stellen und sie hoffentlich zu meistern.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  May 19, 2015
Autor: Miriam
Rubrik: studium
May 19, 2015

Studentenleben live

V wie Vorstellungsgespräch

„Bewerbung absenden“ – mit diesem Button beendete ich erst kürzlich wieder einen Bewerbungsprozess für die Position als Marketing-Manager. Drei Tage später erhielt ich von diesem Unternehmen eine E-Mail. Die Betreffzeile war neutral formuliert. „Ihre Bewerbung vom xx“ hieß es da. Meine Mundwinkel wanderten automatisch nach unten. Sicher eine Absage, dachte ich. Doch als ich die E-Mail öffnete, wurde ich eines besseren belehrt, denn es handelte sich um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, yes! Ich sagte sofort zu.

Einige Tage später begann ich mit den Vorbereitungen: Unternehmens- und Produktrecherche, Kurzvorstellung vs. detaillierte Vorstellung, Stärken-Schwächen-Auseinandersetzung etc. – das volle Programm. Auch wenn viele Personaler heutzutage gar nicht mehr direkt nach Stärken und Schwächen fragen, so rate ich jedem, sich doch für den Fall der Fälle darauf vorzubereiten. Irgendwie wird diese Information nämlich immer entlockt. Noch einmal einen intensiven Blick auf die Stellenausschreibung zu werfen gehört übrigens auch dazu. Schließlich liegt es nahe, gefragt zu werden, wie man sich den Berufsalltag bei dieser Position vorstellt, also welche Aufgaben wohl konkret dazugehören könnten und dergleichen.

Last but least ist die Vorbereitung von eigenen Fragen unverzichtbar. Erstens sollte man stets Interesse und ein gewisses Maß an Neugier zeigen und zweitens kann es natürlich sein, dass einige Informationen im Gespräch noch nicht kommuniziert wurden. Beispiele sind hier die Frage nach Kernarbeitszeiten, Teamaufstellungen, Urlaubsregelung, Dresscode oder Arbeitszeiterfassung – gibt es ein Gleitzeitkonto und wie wird mit Überstunden umgegangen? Bald geht es los. Ich werde euch auf jeden Fall berichten, wie es gelaufen ist – drückt mir die Daumen!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  May 18, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
May 18, 2015