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Studentenleben live

Trekking in den Anden

Nicht weit von Lima entfernt erheben sich die Anden. Und obwohl Wandern kein sonderlich populärer Sport in Peru ist, gibt es doch um die sieben Wanderclubs, die ein- oder mehrtägige Ausflüge in die Umgebung der Stadt anbieten.

Vergangenes Wochenende bin ich zum ersten Mal mit zu einer dieser Trekking-Touren gefahren. Im Vorfeld war ich total gespannt und schon etwas aufgeregt, schließlich hatte ich keine Ahnung was mich erwarten würde. Besonders unruhig war ich, weil ich unsicher war, wie ich die Höhe vertragen würde. Freunde hatten mir geraten, in jedem Fall Kokatee, Kokablätter und Zitronenbonbons mitzunehmen. Auch der Verzehr von Knoblauch oder süßen Früchten soll helfen. Jedenfalls ist es sehr wichtig, viel Wasser zu trinken, Sonnenschutz aufzutragen und warme Kleidung mitzunehmen. Habe ich alles berücksichtigt.

Um 5 Uhr morgens brachen wir auf. Es ging durch grüne Gras-, Moos- und Flechtenlandschaften. Ich habe Alpakas in freier Wildbahn beobachtet und schöne Wasserfälle, Bergseen und Bäche gesehen. Wir überquerten Flüsse und Ebenen, in denen wir teils von Mooshügel zu Mooshügel hüpfen mussten, um trockenen Fußes durchzukommen. Es war wie Laufen auf Wolken, wobei sich jeder Berghang nur sehr langsam erklimmen ließ.

 

 

 

 

 

Unsere Gruppe von knapp 50 Personen verteilte sich wie Perlen an einer langen Kette auf dem Pfad, der durch Bergkämme unterbrochen wurde. Zwischendurch konnte ich niemanden mehr sehen – nur die karge Landschaft und absolute Stille umgaben mich. Immer mal wieder tauchte aber doch eine bunte Windjacke auf, zu dessen Träger ich etwas später aufschloss und mit dem ich dann eine Weile zusammen lief.

 

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  May 21, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
May 21, 2015

Studentenleben live

Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Neulich fragte mich ein Bekannter: „Du studierst also Kulturwissenschaften? Was macht man denn später im Berufsleben damit?“

Über meine berufliche Zukunft habe ich selbstverständlich schon häufiger nachgedacht, insbesondere, da man ja heutzutage keine Garantie hat, dass man auch im gewünschten Beruf landet (die hatte man früher zwar auch nicht, aber irgendwie erscheint mir das Berufsleben von damals nur halb so kompliziert wie heutzutage). Außerdem bekommt man ja von allen Seiten zu hören, dass die Geisteswissenschaften eine brotlose Kunst seien. Dazu kann ich nur sagen, dass es wahrscheinlich auch sehr viele arbeitslose Anwälte und Mediziner gibt, oder aber gelernte Mediziner und Anwälte, die in einem komplett anderen Beruf gelandet sich. Nachfrage bestimmt das Angebot, so funktioniert unser Wirtschaftssystem doch, oder? Also spielt bei der beruflichen Laufbahn auch ein gehöriger Faktor „Glück“ mit rein.

Irgendwie schon etwas unfair, oder? Stellt euch mal vor, ihr wollt unbedingt Arzt werden, investiert viel Zeit und Mühen in eure Ausbildung und am Ende bekommt ihr doch keine feste Stelle. Sicher ergattert man dann vielleicht eine Stelle als Produktionshelfer, Kellner oder was weiß ich, aber von einer gesicherten beruflichen Zukunft kann dann nicht wirklich die Rede sein, finde ich.

Neulich habe ich von einem alternativen Gesellschaftmodell gelesen: Wir automatisieren einfach alles so weit es geht. Jeder lernt, wie man die Maschinen wartet und jeder kümmert sich dann drei Stunden am Tag darum. Strom, ein Dach über dem Kopf, Wasser, Nahrung und Freizeitangebote sind in dem System komplett umsonst, denn es gibt kein Geld mehr in dieser Gleichung. Was würde ich tun, wenn ich so viel freie Zeit zur Verfügung hätte? Wahrscheinlich würde ich Kochen lernen wollen, neue Sprachen, eventuell sogar Maschinenbau. Auf jeden Fall weiß ich, dass mir bestimmt nicht so schnell langweilig werden würde. Man kann zu dem obigen Modell sagen, was man will, aber dem Satz eines Kritikers muss ich dann doch vehement widersprechen. Zumindest ich persönlich wäre in dem Szenario keineswegs unproduktiv.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 20, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 20, 2015

Studentenleben live

Unhöfliche Studierende

Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von „Janna regt sich über ihre Kommilitonen auf“. Das Thema heute: Höflichkeit.

Das neue Semester hat begonnen, mein Stundenplan ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, bietet aber viel Freizeit, und eigentlich freue ich mich auf den kommenden Studienabschnitt – wenn da nur nicht diese bestimmten anderen Menschen wären. Manchmal frage ich mich, ob die über die faulen Studenten schimpfenden Meckerer nicht womöglich doch ein bisschen Recht haben. Beispiel gefällig? Jederzeit!

Forensische Toxikologie, eine halbe (also wöchentlich dreiviertelstündig stattfindende) Vorlesung aus dem Wahlpflichtbereich, der Professor bemüht sich, alles verständlich und anschaulich aufzubereiten – angesichts der Tatsache, dass die Veranstaltung abends stattfindet und Anwesenheitspflicht herrscht, weil der Beteiligungsnachweis ausschließlich daran gekoppelt ist, eine nette Geste. Ich sitze mit zwei Freundinnen relativ am Rand einer Reihe, als eine Gruppe Mädchen uns bittet, aufzustehen, um in die Mitte der Reihe durchrücken zu können. Anschließend unterhalten sie sich die ganze Vorlesungszeit über so laut über die Hausaufgaben, die sie natürlich während der Vorlesung machen, dass man dem Dozenten kaum noch folgen kann. Fünf Minuten vor dem Ende verlangen sie erneut, dass wir aufstehen, damit sie verfrüht den Hörsaal verlassen können. Mir ist schon klar, dass man bei einer Vorlesung, die keine zusätzliche Leistung erfordert, nicht so aufmerksam lauscht, weil eben kein Test oder Essay geschrieben werden muss; meine Freundinnen und ich waren zwischendurch auch mal mit Handyspielen und Facebook beschäftigt. Mir ist auch klar, dass man zwischendurch mal zwei Sätze mit seinen Sitznachbarn wechselt, um etwas eben Gesagtes zu kommentieren oder eine Anekdote zum Besten zu geben. Und manchmal muss man auch fünf Minuten früher aus einer Uni-Veranstaltung gehen, um beispielsweise seinen früheren Bus noch zu bekommen. Aber alles gleichzeitig? Und so überzogen?

Wenn einen die Wahl-Vorlesung nicht interessiert und man nur seine Zeit absitzt, ist doch irgendwie der Sinn verfehlt. Da sollte man doch lieber nach einer Veranstaltung suchen, die man spannender findet. Das Vorlesungsverzeichnis bietet so viele Optionen. Und wenn man trotzdem hingeht, dann soll man doch bitte leise sein und weder Dozenten noch Mitstudenten durch zu lautes Gerede stören. Für so ein wüstes Verhalten fehlt mir wirklich das Verständnis.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 19, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 19, 2015