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Studentenleben live

Trekking in den Anden

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

21.05.2015

Nicht weit von Lima entfernt erheben sich die Anden. Und obwohl Wandern kein sonderlich populärer Sport in Peru ist, gibt es doch um die sieben Wanderclubs, die ein- oder mehrtägige Ausflüge in die Umgebung der Stadt anbieten.

Vergangenes Wochenende bin ich zum ersten Mal mit zu einer dieser Trekking-Touren gefahren. Im Vorfeld war ich total gespannt und schon etwas aufgeregt, schließlich hatte ich keine Ahnung was mich erwarten würde. Besonders unruhig war ich, weil ich unsicher war, wie ich die Höhe vertragen würde. Freunde hatten mir geraten, in jedem Fall Kokatee, Kokablätter und Zitronenbonbons mitzunehmen. Auch der Verzehr von Knoblauch oder süßen Früchten soll helfen. Jedenfalls ist es sehr wichtig, viel Wasser zu trinken, Sonnenschutz aufzutragen und warme Kleidung mitzunehmen. Habe ich alles berücksichtigt.

Um 5 Uhr morgens brachen wir auf. Es ging durch grüne Gras-, Moos- und Flechtenlandschaften. Ich habe Alpakas in freier Wildbahn beobachtet und schöne Wasserfälle, Bergseen und Bäche gesehen. Wir überquerten Flüsse und Ebenen, in denen wir teils von Mooshügel zu Mooshügel hüpfen mussten, um trockenen Fußes durchzukommen. Es war wie Laufen auf Wolken, wobei sich jeder Berghang nur sehr langsam erklimmen ließ.

 

 

 

 

 

Unsere Gruppe von knapp 50 Personen verteilte sich wie Perlen an einer langen Kette auf dem Pfad, der durch Bergkämme unterbrochen wurde. Zwischendurch konnte ich niemanden mehr sehen – nur die karge Landschaft und absolute Stille umgaben mich. Immer mal wieder tauchte aber doch eine bunte Windjacke auf, zu dessen Träger ich etwas später aufschloss und mit dem ich dann eine Weile zusammen lief.

 

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