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Studentenleben live

Prakikumspleite?

Wenn man als Student der Geisteswissenschaften nicht, wie das Klischee besagt, als Taxifahrer enden möchte, muss man Praktika machen und davon am besten ganz, ganz viele. Doch wo fängt man da an? Nachdem ich mich für einen Platz im Lektorat eines großen Münchner Verlages und beim German Book Office New York beworben hatte – beide Praktika, dich nach meinem Abschluss machen möchte – dachte ich, es wäre doch auch eine gute Idee, schon während meines letzten Semesters hier in Göttingen etwas zu machen. Also bewarb ich mich in der örtlichen Filiale einer großen Buchhandlungskette. Eine Antwort auf meine Bewerbung erhielt ich schon nach kürzester Zeit und auch das Einstellungsgespräch war sehr vielversprechend. Jedoch hatte das Ganze zwei große Nachteile: 25 Stunden sollte ich pro Woche arbeiten, das war nicht gerade wenig. Außerdem war es unbezahlt. Aber egal, dachte ich mir. Neue Erfahrungen lassen sich schließlich mit keinem Geld der Welt bezahlen. Doch was mich dann im Endeffekt erwartete, überraschte mich doch sehr.

Mein erster Arbeitstag war an einem Mittwoch, an dem ich in diesem Semester zum Glück keine Seminare habe. Zunächst einmal erhielt ich eine kleine Führung durchs Haus, um mir einen Einblick zu verschaffen. Dann wurden mir meine ersten Aufgaben zugeteilt: DVDs mit den richtigen Preisen versehen und ins Regal einräumen. Nicht allzu schwer und nach kurzer Zeit war ich damit fertig. Danach sollte ich die großen Warentische vom Staub befreien. Okay, kein Problem. Auch hierfür brauchte ich nicht wirklich lang. Und so ging es dann die nächsten zwei Tage weiter: aufräumen, Preise aufkleben, Regale einräumen. Das kann auf Dauer schon ziemlich langweilig werden – besonders wenn man acht Stunden lang nichts anderes macht. Und auch meine Freunde meinten, das könnte doch wohl nicht alles gewesen sein. Umsonst die Putzfrau spielen? Nein danke. Und so beschloss ich, am dritten Tag mit der Filialleiterin über meine Unzufriedenheit zu sprechen. Solche Gespräche sind leider ganz und gar nicht mein Ding. Konfrontationen gehe ich lieber aus dem Weg. Doch bei dem Gedanken, noch weitere acht Wochen neben Studium und Bachelorarbeit vier Tage die Woche unbezahlt den Putzlappen schwingen zu müssen, bekam ich beinahe einen Magenkrampf. Wie es ausging? Das erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  May 26, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
May 26, 2015

Studentenleben live

Vorstellungsgespräch - so lief's

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich euch ja von meiner ersten Einladung zum Vorstellungsgespräch in Hannover erzählt. Ihr erinnert euch sicher, dass ich von der richtigen Vorbereitung berichtet habe. Im Nachhinein kann ich nun behaupten, dass es jede Sekunde wert war: Ich wurde wirklich mit der einen oder anderen kniffligen Frage konfrontiert. Zum einen ging es um die altbewährte Überprüfung, ob sich der Bewerber – in diesem Falle ich – auch tatsächlich über das Unternehmen und die entsprechenden Marketingaktivitäten informiert hatte. Das hatte ich natürlich und ließ mich davon nicht aus der Ruhe bringen. Da es sich bei der ausgeschriebenen Position um einen sehr kreativen Job handelte, wurde auch sogleich überprüft, ob ich diese Eigenschaft mitbringe. Ich erhielt ein paar Eckdaten und sollte daraus spontan Konzepte und Maßnahmen ableiten. Auch hier konnte ich meiner Meinung nach punkten, denn mir fiel sofort eine ansprechende Idee ein – kein langes Zögern meinerseits und keine negative Kritik meines Gegenübers. Obwohl ich kurz vor dem Gespräch von der Nervosität überrannt wurde, ließ ich mir nichts anmerken. Nach den ersten Sätzen war sie auch schon wie weggeblasen. Das Gespräch war nach knapp einer Stunde zu Ende. Alles in allem habe ich den Raum mit einem guten Gefühl verlassen. Ich habe mein Bestes gegeben und meine Stärken auch gut unter Beweis stellen können. Wie es meinen Mitbewerbern ergangen ist, weiß ich natürlich nicht. Fachwissen und Kompetenz sind ja das eine. Softskills und Persönlichkeit spielen aber auch eine große Rolle. Nur wenn all diese Komponenten in das Bild des Unternehmens passen, hat man eine Chance. Ich hoffe und drücke mir selbst beide Daumen, dass dem in meinem Falle so ist, denn ich hätte wirklich große Lust auf diesen Job: Er vereint genau die Aufgaben, die ich mir als Marketing-Managerin immer gewünscht habe. Drückt auch ihr mir also die Daumen, dass es bald heißt: „Sie haben den Job!“

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  May 26, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
May 26, 2015

Studentenleben live

Grüner Campus

Diese Woche war ich zum ersten Mal bei der neu gegründeten Initiative „Grüner Campus“. Nicht grün im Sinne der Farbe, sondern grün im Sinne von öko. Unsere bisherigen Ideen: ein kleiner Gemüsegarten, um den Kopf zwischendurch von Jura frei zu kriegen; mehr Hinweisschilder, wie Mülltrennung funktioniert; ein paar zusätzliche Altpapier-Container für unseren übermäßigen Papierverbrauch.

Aber mein größtes Anliegen: Fleisch. Es gibt Tage, da gibt es unter den vier möglichen Mensa-Gerichten keine (essbare) fleischlose Variante. Vor lauter Frust bringen die meisten Vegetarier ihr Essen selber mit – oder müssen sich mit Beilagen begnügen. Ein Teller Hühnchen-Crossies mit Pommes kostet 2,80 Euro. Unter welchen Bedingungen diese Hühnchen gehalten werden, um diese Preise hinzubekommen, will ich gar nicht wissen.

Mein Reformvorschlag: Mehr fleischlose Varianten in der Mensa. Auch wenn ich mit einer Reduzierung der Fleischgerichte bestimmt nicht den Konsens der Hochschule treffe (ich sehe mich schon laut protestierenden Studierenden gegenüber), wäre das nicht mal ein Anlass, über den eigenen Fleischkonsum nachzudenken? Wir leben in einer Gesellschaft, in der es normal geworden ist, jeden Tag Fleisch zu essen. Und das geht nur, indem wir billige Massenware produzieren, auf Kosten der Tiere und auf Kosten der Menschen, denen unsere Tiere das Essen wegessen.

Ich will niemandem vorschreiben, was er zu essen hat. Aber zum Nachdenken anregen will ich schon: Muss das sein?

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  May 22, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
May 22, 2015