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Studentenleben live

Unhöfliche Studierende (Teil 2)

Ihr wollt mehr Beispiele für unhöfliche Studierende? Bitteschön: Ich sitze im Seminar Reformpädagogik bei einem meiner Lieblingsdozenten. Die Leistungsanforderungen sind angemessen, die Themen sind interessant und ich kann es mir vielleicht sogar für mein Lehramtsstudium anrechnen lassen. Einziger Haken ist die Uhrzeit: 8.30 Uhr morgens. Laut Klischee schläft der durchschnittliche Student um diese Zeit noch oder steht zumindest gerade erst auf. Trotzdem sollte man, wenn man ein Seminar um diese Uhrzeit gewählt hat, doch zumindest halbwegs auf Pünktlichkeit achten. Dass man lieber einen Bus später nimmt, um 20 Minuten länger schlafen zu können, ist verständlich. Und eine Verspätung von ein paar Minuten ist auch kein Ding, schließlich kommt der Dozent auch ab und zu erst ein paar Minuten nach offiziellem Beginn. Dass es aber tatsächlich Leute gibt, die jede Woche frühestens um neun Uhr auftauchen, und dass unter diesen Leuten auch einige sind, von denen ich genau weiß, dass sie in dem Studentenwohnheim direkt auf dem Campus wohnen, von wo aus es höchstens fünf Minuten bis zum Seminarraum sind, finde ich schon ziemlich unhöflich.

Sie stören damit die Aufmerksamkeit aller anderen, denn alle Blicke wandern natürlich zur Tür, wenn diese immer wieder aufgeht und jemand hereinkommt. Aber nicht nur das: Es ist irgendwie auch nicht nett dem Dozenten gegenüber, der dadurch immer wieder in seinem Vortrag gestört wird. Diese Leute sollen doch lieber ganz wegbleiben oder sich ein anderes Seminar suchen, das zu einer späteren Uhrzeit stattfindet.

Wie Leute mit solchen Einstellungen überhaupt ihr Abitur geschafft haben, frage ich mich manchmal. Einfach früher zu gehen, später zu kommen oder während des Unterrichts durchgehend zu quatschen, ging zumindest auf meiner Schule nicht ohne die eine oder andere Ermahnung. An der Uni kann man dahingehend nicht mehr so streng sein – ich hoffe trotzdem, dass diese Ereignisse Ausnahmeerscheinungen der ersten paar Wochen des Semesters sind, sodass es bis zur nächsten Folge „Janna regt sich über ihre Kommilitonen auf“ noch sehr lange dauert!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 28, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
May 28, 2015

Studentenleben live

Prakikumspleite?

Wenn man als Student der Geisteswissenschaften nicht, wie das Klischee besagt, als Taxifahrer enden möchte, muss man Praktika machen und davon am besten ganz, ganz viele. Doch wo fängt man da an? Nachdem ich mich für einen Platz im Lektorat eines großen Münchner Verlages und beim German Book Office New York beworben hatte – beide Praktika, dich nach meinem Abschluss machen möchte – dachte ich, es wäre doch auch eine gute Idee, schon während meines letzten Semesters hier in Göttingen etwas zu machen. Also bewarb ich mich in der örtlichen Filiale einer großen Buchhandlungskette. Eine Antwort auf meine Bewerbung erhielt ich schon nach kürzester Zeit und auch das Einstellungsgespräch war sehr vielversprechend. Jedoch hatte das Ganze zwei große Nachteile: 25 Stunden sollte ich pro Woche arbeiten, das war nicht gerade wenig. Außerdem war es unbezahlt. Aber egal, dachte ich mir. Neue Erfahrungen lassen sich schließlich mit keinem Geld der Welt bezahlen. Doch was mich dann im Endeffekt erwartete, überraschte mich doch sehr.

Mein erster Arbeitstag war an einem Mittwoch, an dem ich in diesem Semester zum Glück keine Seminare habe. Zunächst einmal erhielt ich eine kleine Führung durchs Haus, um mir einen Einblick zu verschaffen. Dann wurden mir meine ersten Aufgaben zugeteilt: DVDs mit den richtigen Preisen versehen und ins Regal einräumen. Nicht allzu schwer und nach kurzer Zeit war ich damit fertig. Danach sollte ich die großen Warentische vom Staub befreien. Okay, kein Problem. Auch hierfür brauchte ich nicht wirklich lang. Und so ging es dann die nächsten zwei Tage weiter: aufräumen, Preise aufkleben, Regale einräumen. Das kann auf Dauer schon ziemlich langweilig werden – besonders wenn man acht Stunden lang nichts anderes macht. Und auch meine Freunde meinten, das könnte doch wohl nicht alles gewesen sein. Umsonst die Putzfrau spielen? Nein danke. Und so beschloss ich, am dritten Tag mit der Filialleiterin über meine Unzufriedenheit zu sprechen. Solche Gespräche sind leider ganz und gar nicht mein Ding. Konfrontationen gehe ich lieber aus dem Weg. Doch bei dem Gedanken, noch weitere acht Wochen neben Studium und Bachelorarbeit vier Tage die Woche unbezahlt den Putzlappen schwingen zu müssen, bekam ich beinahe einen Magenkrampf. Wie es ausging? Das erzähle ich euch beim nächsten Mal.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  May 26, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
May 26, 2015

Studentenleben live

Vorstellungsgespräch - so lief's

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich euch ja von meiner ersten Einladung zum Vorstellungsgespräch in Hannover erzählt. Ihr erinnert euch sicher, dass ich von der richtigen Vorbereitung berichtet habe. Im Nachhinein kann ich nun behaupten, dass es jede Sekunde wert war: Ich wurde wirklich mit der einen oder anderen kniffligen Frage konfrontiert. Zum einen ging es um die altbewährte Überprüfung, ob sich der Bewerber – in diesem Falle ich – auch tatsächlich über das Unternehmen und die entsprechenden Marketingaktivitäten informiert hatte. Das hatte ich natürlich und ließ mich davon nicht aus der Ruhe bringen. Da es sich bei der ausgeschriebenen Position um einen sehr kreativen Job handelte, wurde auch sogleich überprüft, ob ich diese Eigenschaft mitbringe. Ich erhielt ein paar Eckdaten und sollte daraus spontan Konzepte und Maßnahmen ableiten. Auch hier konnte ich meiner Meinung nach punkten, denn mir fiel sofort eine ansprechende Idee ein – kein langes Zögern meinerseits und keine negative Kritik meines Gegenübers. Obwohl ich kurz vor dem Gespräch von der Nervosität überrannt wurde, ließ ich mir nichts anmerken. Nach den ersten Sätzen war sie auch schon wie weggeblasen. Das Gespräch war nach knapp einer Stunde zu Ende. Alles in allem habe ich den Raum mit einem guten Gefühl verlassen. Ich habe mein Bestes gegeben und meine Stärken auch gut unter Beweis stellen können. Wie es meinen Mitbewerbern ergangen ist, weiß ich natürlich nicht. Fachwissen und Kompetenz sind ja das eine. Softskills und Persönlichkeit spielen aber auch eine große Rolle. Nur wenn all diese Komponenten in das Bild des Unternehmens passen, hat man eine Chance. Ich hoffe und drücke mir selbst beide Daumen, dass dem in meinem Falle so ist, denn ich hätte wirklich große Lust auf diesen Job: Er vereint genau die Aufgaben, die ich mir als Marketing-Managerin immer gewünscht habe. Drückt auch ihr mir also die Daumen, dass es bald heißt: „Sie haben den Job!“

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  May 26, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
May 26, 2015