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Studentenleben live

Umweltpsychologie - was ist das?

Als ich noch Medizin studiert habe, habe ich von Bekannten gehört, dass sie auf einem Seminar zum Thema Umweltpsychologie waren. Das Thema fand ich damals schon spannend und da ich jetzt selber Psychologie studiere, habe ich mich ein darüber informiert: Umweltpsychologie besteht aus den beiden Zweigen Architekturpsychologie (Wie wirken Räume auf Menschen?) und Umweltschutzpsychologie. Für letztere Teilrichtung interessiert sich vor allem der Verein „Initiative Psychologie im Umweltschutz“ (kurz: IPU). Die IPU organisiert jedes Semester einen viertägigen Kongress zu einem umweltschutzpsychologischen Thema. Dieses Mal ging es um „commons“, zu Deutsch um die Allmende, das ist Gemeinschafts- oder Genossenschaftsbesitz abseits der in Fluren aufgeteilten Nutzflächen. Und da wollte ich hin.

Der Kongress fand im Harz in einer wunderschönen Jugendherberge statt. Es gab reichlich Programm: Nach dem Frühstück gab es immer eine Art Vorlesung und danach einen Workshop. Nach dem Mittagessen standen erneut ein Vortrag und ein Workshop auf dem Plan. Nach dem Abendessen gab es mal ein Lagerfeuer, mal eine Kleidertauschparty und mal Diskussionsrunden. Die Themen der Vorträge und Workshops waren sehr spannend. Man konnte sich beispielsweise über Gerechtigkeitstheorien, Spieltheorien, Bioenergiedörfer, Kommunen und ihre Organisation oder die Ökonomie des Vertrauens informieren.

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn es um das Thema „Umweltpsychologie und Politik“ geht – ich werde nämlich garantiert wieder hinfahren.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jun 2, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jun 2, 2015

Studentenleben live

Wann war nochmal Muttertag?

Ich gehöre definitiv zu den Leuten, die selbst wiederkehrende Termine auch mal vergessen. Wann war nochmal genau Ostern? Wann haben die Großeltern Geburtstag? Wann ist Halloween? Und wann Muttertag?

Es ist nicht so, dass ich diese Daten nicht wichtig finde (nun ja, mal abgesehen von Halloween, das hat mich noch nie sonderlich interessiert), ich bin einfach außerstande, mir diese Termine zu merken. Wieso? Weiß ich wirklich nicht. Wenn nicht in allen Medien und Supermärkten frühzeitig dafür geworben werden würde: Den Muttertag hätte ich höchstwahrscheinlich verpennt.

Wobei dieser ganze Aufwand einem natürlich auch auf die Nerven gehen kann. Wenn ich meiner Mutter einfach mal so einen Gutschein für irgendwas schenke, liebe ich sie dann weniger, weil ich es nicht am Muttertag gemacht habe? Selbstverständlich finde ich es gut, einen Ehrentag für Mütter (und Väter) zu haben, allerdings sehe ich genügend Leute um mich herum, die sonst eher wenig mit ihren Eltern zu tun haben. Geht es allerdings auf Mutter- beziehungsweise Vatertag zu, werden sie panisch und brauchen unbedingt ein Geschenk.

Ich weiß nicht, wie das bei anderen ist, aber ich denke eigentlich oft an meine Eltern. Das fängt beim Einkaufen an („Den Tee trinkt Mama doch so gern“) und hört beim Fernsehen („Den Film schaut sie sich jetzt höchstwahrscheinlich an“) nicht auf. Ich kenne meine Eltern. Schließlich habe ich jahrelang mit ihnen zusammengelebt. Und ich finde es auch ganz normal, Zeit mit ihnen zu verbringen und ihnen zu zeigen, wie viel sie mir bedeuten. Das mache ich allerdings das ganze Jahr über und nicht nur am Muttertag.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jun 1, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jun 1, 2015

Studentenleben live

Praktikumspleite? (Teil 2)

Wie bereits erwähnt, suchte ich schon nach drei Tagen Praktikum im Buchladen das Gespräch mit der Filialleiterin. Ich war einfach unzufrieden mit meinen Aufgaben und wollte die kurze Zeit doch nutzen, um etwas zu lernen. Putzen kann ich daheim auch. Die Filialleiterin schien von meiner Frustration jedoch vollkommen überrumpelt. Was ich mir denn vorgestellt hätte, fragte sie mich. Außerdem sagte sie, dass es nach gerade einmal drei Tagen ja viel zu früh sei, um eine Bilanz zu ziehen. Na ja, meinte ich, immerhin hatte ich ja damit gerechnet, auch einen Einblick ins System gewinnen zu dürfen, schließlich war mein Ziel des Praktikums ja gewesen, den Kunden behilflich sein zu können, anstatt immer nur hinter ihnen herzuräumen. Doch diese Arbeiten seien in meinem Praktikum zunächst nicht vorgesehen gewesen. Man müsse sich erst einmal beweisen, bevor man irgendeine höhere Arbeit zugewiesen bekomme. Und da begann ich zu zweifeln. Reagierte ich über? Gab ich wirklich zu früh auf? Aber ich entschied: Nein! Ziel eines Praktikums sollte doch sein, seine theoretischen Kenntnisse praktisch anwenden zu können und seine Fähigkeiten auszubauen. Das sah ich hier nicht gegeben. Und das sagte ich auch. Ich kam mir schlichtweg blöd vor, immer nur Bücher wegräumen zu müssen, aber den Kunden, die vielzählig auf mich zukamen, nicht wirklich helfen zu dürfen. Noch nie war mir so wenig Vertrauen entgegengebracht, noch nie so wenig zugetraut worden. Also schmiss ich hin.

Im Nachhinein fragt sich ein Teil von mir immer noch, ob ich vielleicht zu zimperlich war. Ist doch klar, dass man nicht von Anfang an jede Arbeit ausführen darf. Andererseits habe ich schon alleine ein Ausflugslokal gemanagt und während meiner Aushilfszeit bei einem großen Kaufhaus lautete die Devise: learning by doing. Natürlich macht man Fehler. Das ist normal. Aber es ist doch auch keine Schande, im Falle eines Falles nachzufragen. Meine Freunde jedenfalls sind stolz auf mich, dass ich den Mund aufgemacht habe, und das allein ist Bestätigung genug für mich. Praktikum hin oder her. Aber für eine lausige Zeile im Lebenslauf muss man nicht alles mit sich machen lassen.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  May 29, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
May 29, 2015