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Studentenleben live

Zug nach Huancayo

Der 1. Mai ist auch in Peru ein Feiertag. Dies war die perfekte Gelegenheit, um mit dem Zug nach Huancayo zu fahren, einer Stadt, die rund 250 Kilometer östlich von Lima liegt. Die Zugfahrt ging über die Anden und überquerte dabei Pässe, Tunnel und endlose Brücken. Oft schraubte sich der Zug nur langsam über Serpentinen in die Höhe und brauchte dadurch einfach unglaublich lang. Die Entscheidung, die Tour nach Huancayo mit dem Zug zu machen, trifft daher auch nur, wer die Strecke an sich als Erlebnis sieht.

Mit zwei Freunden buchte ich mein Ticket im Classic-Bereich, der die ursprüngliche Ausstattung der Bahn wiedergibt. Wir saßen dort auf unseren grünen Samtsitzen und waren zu Fahrtbeginn ganz schön aufgeregt. Früh morgens um 7 Uhr ging es ruckelnd los. Besonders in der Umgebung von Lima schwankte der Zug extrem und fuhr im Schneckentempo. Je weiter wir uns von Lima entfernten, desto atemberaubender wurde die die Landschaft.

Einer meiner Begleiter hat die Hinfahrt im Nachhinein als Zombi-Fahrt bezeichnet. Ein Ausdruck, den ich sehr passend fand. Denn zum einen brauchten wir für die Strecke 16 Stunden und zum anderen war der Zug vollkommen ausgebucht und viele Leute vertrugen die Höhe nicht, weshalb sie sich bei schönstem Ausblick ständig übergeben mussten und die Bord-Toilette unbenutzbar machten. Die Rückfahrt war da wesentlich entspannter. Offenbar hatten sich die ganz schlimmen Fälle für den Bus entschieden.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jun 2, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jun 2, 2015

Studentenleben live

Umweltpsychologie - was ist das?

Als ich noch Medizin studiert habe, habe ich von Bekannten gehört, dass sie auf einem Seminar zum Thema Umweltpsychologie waren. Das Thema fand ich damals schon spannend und da ich jetzt selber Psychologie studiere, habe ich mich ein darüber informiert: Umweltpsychologie besteht aus den beiden Zweigen Architekturpsychologie (Wie wirken Räume auf Menschen?) und Umweltschutzpsychologie. Für letztere Teilrichtung interessiert sich vor allem der Verein „Initiative Psychologie im Umweltschutz“ (kurz: IPU). Die IPU organisiert jedes Semester einen viertägigen Kongress zu einem umweltschutzpsychologischen Thema. Dieses Mal ging es um „commons“, zu Deutsch um die Allmende, das ist Gemeinschafts- oder Genossenschaftsbesitz abseits der in Fluren aufgeteilten Nutzflächen. Und da wollte ich hin.

Der Kongress fand im Harz in einer wunderschönen Jugendherberge statt. Es gab reichlich Programm: Nach dem Frühstück gab es immer eine Art Vorlesung und danach einen Workshop. Nach dem Mittagessen standen erneut ein Vortrag und ein Workshop auf dem Plan. Nach dem Abendessen gab es mal ein Lagerfeuer, mal eine Kleidertauschparty und mal Diskussionsrunden. Die Themen der Vorträge und Workshops waren sehr spannend. Man konnte sich beispielsweise über Gerechtigkeitstheorien, Spieltheorien, Bioenergiedörfer, Kommunen und ihre Organisation oder die Ökonomie des Vertrauens informieren.

Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn es um das Thema „Umweltpsychologie und Politik“ geht – ich werde nämlich garantiert wieder hinfahren.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jun 2, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jun 2, 2015

Studentenleben live

Wann war nochmal Muttertag?

Ich gehöre definitiv zu den Leuten, die selbst wiederkehrende Termine auch mal vergessen. Wann war nochmal genau Ostern? Wann haben die Großeltern Geburtstag? Wann ist Halloween? Und wann Muttertag?

Es ist nicht so, dass ich diese Daten nicht wichtig finde (nun ja, mal abgesehen von Halloween, das hat mich noch nie sonderlich interessiert), ich bin einfach außerstande, mir diese Termine zu merken. Wieso? Weiß ich wirklich nicht. Wenn nicht in allen Medien und Supermärkten frühzeitig dafür geworben werden würde: Den Muttertag hätte ich höchstwahrscheinlich verpennt.

Wobei dieser ganze Aufwand einem natürlich auch auf die Nerven gehen kann. Wenn ich meiner Mutter einfach mal so einen Gutschein für irgendwas schenke, liebe ich sie dann weniger, weil ich es nicht am Muttertag gemacht habe? Selbstverständlich finde ich es gut, einen Ehrentag für Mütter (und Väter) zu haben, allerdings sehe ich genügend Leute um mich herum, die sonst eher wenig mit ihren Eltern zu tun haben. Geht es allerdings auf Mutter- beziehungsweise Vatertag zu, werden sie panisch und brauchen unbedingt ein Geschenk.

Ich weiß nicht, wie das bei anderen ist, aber ich denke eigentlich oft an meine Eltern. Das fängt beim Einkaufen an („Den Tee trinkt Mama doch so gern“) und hört beim Fernsehen („Den Film schaut sie sich jetzt höchstwahrscheinlich an“) nicht auf. Ich kenne meine Eltern. Schließlich habe ich jahrelang mit ihnen zusammengelebt. Und ich finde es auch ganz normal, Zeit mit ihnen zu verbringen und ihnen zu zeigen, wie viel sie mir bedeuten. Das mache ich allerdings das ganze Jahr über und nicht nur am Muttertag.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jun 1, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jun 1, 2015