interaktiv

Studentenleben live

Ziellinie: Masterabschluss

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
studium

03.06.2015

Es ist soweit: Mein Kolloquium steht an. Einige meiner Kommilitonen haben es schon hinter sich. Ich bin eine der letzten, was ich aber nicht schlimm finde. Nicht, weil ich dadurch länger lernen kann (dazu gleich mehr), sondern weil ich mir anhören kann, wie es den anderen erging. Der erste Kommentar war: „Du weißt ja, wie präzise Professor X ist. Er möchte alles so konkret wie möglich und fragt alles Mögliche und nichts. Man kann sich auf dieses Kolloquium einfach nicht vorbereiten.“ Ein anderer Kommentar lautete: „Er hat mich Sachen gefragt, die ich in meiner Arbeit gar nicht behandelt, ja noch nicht einmal angeschnitten habe.“ Ja, ich weiß, was ihr jetzt denkt: War es wirklich so eine gute Idee, sich die Erfahrungen der anderen anzuhören? Ja und nein. Zwar weiß ich jetzt, was auf mich zukommt, aber ich weiß auch, dass es ganz schön unberechenbar ist. Wie soll ich mich bitteschön darauf vorbereiten? Alle Skripte noch einmal durchgehen? Sicherlich nicht. Auch wenn noch genug Zeit bis zur Prüfung ist. Als gelernte BWLerin habe ich das Kosten-Nutzen-Prinzip einfach zu sehr verinnerlicht: Das Kolloquium bringt mir mickrige zwei Credit-Points, also so gut wie gar nichts. Also bloß nicht allzu verrückt machen! Ich soll dabei doch bloß eine kurze Zusammenfassung meiner Masterarbeit geben und Fragen zu eventuellen Ungereimtheiten beantworten. Dann war’s das auch schon.

Somit werde ich erst einige Tage vor der mündlichen Prüfung damit beginnen, mir noch einmal die gesamte Arbeit durchzulesen. Anschließend notiere ich mir die wichtigsten Infos auf meinem allerletzten Uni-Lernzettel (yeah!), auch wenn das eigentlich unnötig ist: Genau genommen habe ich ja noch alles im Kopf. Das müsste doch reichen … oder?!

Diesen Artikel teilen