Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Maiball

Wie immer nutze ich jede Gelegenheit für eine Pause vom hanseatischen Studienalltag. Diesmal ist es der Maiball der Studienstiftung, der in Heidelberg stattfindet. Hier bekomme ich einen Einblick in ein ganz anderes Studentenleben als in Hamburg: Eine von Touristen und ausländischen Studierenden übervölkerte Kleinstadt mit einem Studierendenanteil von über 20 Prozent. Eine Uni, die im 14. Jahrhundert gegründet wurde und somit anders als die Bucerius Law School nicht grade ihr 15-jähriges Bestehen gefeiert hat. Eine kleine Innenstadt, die man in 15 Minuten problemlos durchlaufen hat. Idylle und Ruhe in einem grünen Tal mit Fluss und malerischen Häusern.

Heidelberg hatte ich schon einen Besuch abgestattet, nachdem ich im Film „Der Vorleser“ gesehen hatte, wie der Hauptdarsteller in einem alten Hörsaal in der Heidelberger Uni Juravorlesungen hörte. Dem folgte ein kleiner Anflug von „Ich will an einer alten Universität studieren und den wissenschaftlichen Geist atmen können“, sodass ich mir die Heidelberger Uni genauer angucken musste, bevor ich meinen Studienplatz an der Bucerius Law School angenommen habe.

Und jetzt? Bin ich froh über meine Entscheidung. Denn auch, wenn eine kleine Studentenstadt sicherlich ihren Reiz hat, freue ich mich darüber, nach zwei Tagen der Enge entfliehen und mich wieder in den Wirren einer Großstadt verlieren zu können.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jun 3, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jun 3, 2015

Studentenleben live

Ziellinie: Masterabschluss

Es ist soweit: Mein Kolloquium steht an. Einige meiner Kommilitonen haben es schon hinter sich. Ich bin eine der letzten, was ich aber nicht schlimm finde. Nicht, weil ich dadurch länger lernen kann (dazu gleich mehr), sondern weil ich mir anhören kann, wie es den anderen erging. Der erste Kommentar war: „Du weißt ja, wie präzise Professor X ist. Er möchte alles so konkret wie möglich und fragt alles Mögliche und nichts. Man kann sich auf dieses Kolloquium einfach nicht vorbereiten.“ Ein anderer Kommentar lautete: „Er hat mich Sachen gefragt, die ich in meiner Arbeit gar nicht behandelt, ja noch nicht einmal angeschnitten habe.“ Ja, ich weiß, was ihr jetzt denkt: War es wirklich so eine gute Idee, sich die Erfahrungen der anderen anzuhören? Ja und nein. Zwar weiß ich jetzt, was auf mich zukommt, aber ich weiß auch, dass es ganz schön unberechenbar ist. Wie soll ich mich bitteschön darauf vorbereiten? Alle Skripte noch einmal durchgehen? Sicherlich nicht. Auch wenn noch genug Zeit bis zur Prüfung ist. Als gelernte BWLerin habe ich das Kosten-Nutzen-Prinzip einfach zu sehr verinnerlicht: Das Kolloquium bringt mir mickrige zwei Credit-Points, also so gut wie gar nichts. Also bloß nicht allzu verrückt machen! Ich soll dabei doch bloß eine kurze Zusammenfassung meiner Masterarbeit geben und Fragen zu eventuellen Ungereimtheiten beantworten. Dann war’s das auch schon.

Somit werde ich erst einige Tage vor der mündlichen Prüfung damit beginnen, mir noch einmal die gesamte Arbeit durchzulesen. Anschließend notiere ich mir die wichtigsten Infos auf meinem allerletzten Uni-Lernzettel (yeah!), auch wenn das eigentlich unnötig ist: Genau genommen habe ich ja noch alles im Kopf. Das müsste doch reichen … oder?!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 3, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 3, 2015

Studentenleben live

Zug nach Huancayo

Der 1. Mai ist auch in Peru ein Feiertag. Dies war die perfekte Gelegenheit, um mit dem Zug nach Huancayo zu fahren, einer Stadt, die rund 250 Kilometer östlich von Lima liegt. Die Zugfahrt ging über die Anden und überquerte dabei Pässe, Tunnel und endlose Brücken. Oft schraubte sich der Zug nur langsam über Serpentinen in die Höhe und brauchte dadurch einfach unglaublich lang. Die Entscheidung, die Tour nach Huancayo mit dem Zug zu machen, trifft daher auch nur, wer die Strecke an sich als Erlebnis sieht.

Mit zwei Freunden buchte ich mein Ticket im Classic-Bereich, der die ursprüngliche Ausstattung der Bahn wiedergibt. Wir saßen dort auf unseren grünen Samtsitzen und waren zu Fahrtbeginn ganz schön aufgeregt. Früh morgens um 7 Uhr ging es ruckelnd los. Besonders in der Umgebung von Lima schwankte der Zug extrem und fuhr im Schneckentempo. Je weiter wir uns von Lima entfernten, desto atemberaubender wurde die die Landschaft.

Einer meiner Begleiter hat die Hinfahrt im Nachhinein als Zombi-Fahrt bezeichnet. Ein Ausdruck, den ich sehr passend fand. Denn zum einen brauchten wir für die Strecke 16 Stunden und zum anderen war der Zug vollkommen ausgebucht und viele Leute vertrugen die Höhe nicht, weshalb sie sich bei schönstem Ausblick ständig übergeben mussten und die Bord-Toilette unbenutzbar machten. Die Rückfahrt war da wesentlich entspannter. Offenbar hatten sich die ganz schlimmen Fälle für den Bus entschieden.

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Jun 2, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Jun 2, 2015