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Studentenleben live

Anmeldung mit Hindernissen

In der Theorie habe ich immer einen perfekten Zeitplan. Der sah für dieses Semester so aus: Referate, Essays und andere beteiligungsnachweisgebundene Aufgaben am Anfang erledigen, pünktlich Anfang Mai die Bachelorarbeit anmelden, pünktlich Anfang August die Bachelorarbeit abgeben und Mitte August in den Urlaub aufbrechen. Aber irgendwas würde vermutlich in meinem Leben falsch laufen, wenn mal alles so käme wie geplant. Es gibt einfach zu viele Faktoren, die ich nicht eingerechnet hatte.

Etwa die letzte Aprilwoche: Die Dozentin war an dem Tag, an dem ich zu ihr in die Sprechstunde kommen wollte, um mein Bachelorarbeitsthema zu besprechen, krankgeschrieben. Ich bin nicht nur unnötigerweise so früh aufgestanden, sondern hätte auch einen Tag mehr bei meiner Familie verbringen können. Richtig doof war aber, dass ich die Bachelorarbeit dann an dem Tag anmelden musste, an dem ich sie zum ersten Mal mit der Dozentin besprach.

Oder die erste Maiwoche: Ich schaffe es zur Sprechstunde, die Dozentin ist nach anfänglicher Skepsis auch mit meinem Thema einverstanden. Leider habe ich dafür den Anmeldebogen für die Bachelorarbeit sowie eine Studienbescheinigung vergessen, Beides braucht man aber im Prüfungsamt. Also verschob ich die die Anmeldung um eine Woche nach hinten. In der zweiten Maiwoche habe ich dann vergessen, dass das Sommersemester ja von diversen Feiertagen durchzogen ist, die fast alle an Donnerstagen stattfinden – genau wie die Sprechstunde meiner Dozentin.

In der dritten Maiwoche hat endlich alles geklappt. Das Thema ist abgesprochen, die Arbeit ist angemeldet. Später als geplant, aber trotzdem vollbracht – das war mein Gedanke. Mal sehen, welche Hindernisse ich noch umschiffen muss.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 15, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 15, 2015

Studentenleben live

Nichts Konkretes - aber davon eine ganze Menge

Das Schlimmste am Studium ist meiner Meinung nach, dass du nichts Konkretes zu tun hast – aber davon eine ganze Menge. Eigentlich darf ich mich momentan nicht beschweren. Ich habe genügend Freizeit, kann ausschlafen und auch für meinen Nebenjob am Wochenende bleibt noch genug Zeit, sodass auch das Sparschwein immer gut gefüttert wird. Doch wenn ich an all das denke, was mir in den kommenden Monaten bevorsteht, fühle ich mich jetzt schon gestresst, und das, obwohl ich ja eigentlich gar nicht so viel zu tun habe.

Wahrscheinlich ist aber genau das das Problem: Wir Studierende können uns unsere Zeit (zumindest größtenteils) frei einteilen und davon fühle ich mich oft ziemlich überfordert: Hausaufgaben machen, in die Bibliothek gehen, Prüfungen, Hausarbeiten schreiben, Geld verdienen, den Hobbys nachgehen und natürlich seine Freunde treffen – da kommt ganz schön viel zusammen. Außerdem steht die Bachelorarbeit an. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mich erst so richtig in das Thema reinzuhängen, wenn der ganze andere Unistress vorbei ist, doch so langsam bekomme ich Panik.

Das Prüfungsamt empfiehlt, die Arbeit bis zum 20. Juni einzureichen, aber halt, Stopp! Das ist doch schon nächste Woche oder?! Dabei habe ich gerade erst ein grobes Thema und meine Erstprüferin vorzuweisen. Aber es ist ja nicht so, dass ich nichts mache. Ich sitze auch an meinen freien Tagen in der Bibliothek, sichte Literatur und kümmere mich um alles, was seminarbedingt so anfällt.

Manchmal denke ich, dass es irgendwie leichter wäre mit einem 9-to-5-Job, bei dem ich immer genau weiß, was zu tun ist. Da hat man immerhin seine Ruhe, wenn man nach Hause kommt! Aber andererseits hat doch alles seine Vor- und Nachteile und die Vorteile des Studentenlebens möchte ich um nichts in der Welt eintauschen.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Jun 12, 2015
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Jun 12, 2015

Studentenleben live

Ich lass das so

Seit sechs Wochen haben wir das Thema für unsere (Probe-)Seminararbeit. Aber wie das so ist – so richtig anfangen zu arbeiten tut man erst in den letzten drei Wochen vor Abgabeschluss. 25 Seiten soll ich schreiben. Das hört sich eigentlich nach nicht so viel an. Ist es aber.

Noch fünf Tage habe ich jetzt, und wechsle jede Stunde zwischen „Ist mir alles egal“ und „Bin ich dumm?“. Immer wieder stoße ich auf Autoren, die meiner Meinung widersprechen, und verstehe einfach die Begründung nicht. Soll ich die Gegenmeinung also einfach nicht erwähnen? Auch komme ich mit der völkerrechtlichen Art, wissenschaftlich zu arbeiten, noch nicht so ganz klar. Wo stehen die ganzen Bücher? Gibt es überhaupt Kommentare? Und so lese ich „aus Versehen“ einen politikwissenschaftlichen Aufsatz nach dem anderen. Alles umsonst.

Aber so ist das, ein langsames Vortasten, ein ewiger Prozess von Umstellen und Löschen und Verzweifeln. Egal, was ich mache, der Aufsatz ist immer im Hinterkopf. Das Wort „Seminararbeit“ habe ich inzwischen tabuisiert. Immerhin ist mein Thema spannend. Und wenn ich wirklich das Gefühl habe, nicht mehr weiterzukommen, dann lass ich das einfach so.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jun 12, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jun 12, 2015