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Studentenleben live

Probleme mit der Bachelorarbeit

Autor:
Janna

Rubrik:
studium

18.06.2015

Letzte Woche war ich kurz davor, mein Studium ohne Bachelor abzuschließen und alles hinzuwerfen. Bin ich eine Dramaqueen? Vielleicht. Aber ich hatte auch gute Gründe. Das Thema für die Bachelorarbeit hatte ich mir schon vor einer Weile überlegt. Wie bei einem Referat und der mündlichen Prüfung sollen Produktnamen im Fokus stehen. Dazu hatte ich die Idee, eine Umfrage zu machen, um zu testen, welche Produkte Menschen – vielleicht in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht oder Bildungsstand – hinter unterschiedlich stark abstrahierten Produktnamen vermuten. Die Dozentin war anfangs etwas skeptisch, schien sich aber von mir überzeugen zu lassen, und so ahnte ich nichts Böses, als ich am Nachmittag im Kolloquium an der Reihe war, vor den anderen mein Thema vorzustellen.

Ich legte die erste Folie auf und schon kam die erste Meldung: „Bist du sicher, dass du das so machen willst? Wenn du noch eine weiterführende Frage stellst, ist der Auswertungsaufwand so hoch, gerade wenn du möglichst 100 Probanden befragen willst.“

Und das war erst der Auftakt. Obwohl der Kurs aus wirklich netten Menschen besteht, die ihre Kritik freundlich, konstruktiv und definitiv berechtigt anbrachten, fühlte ich mich immer mehr wie eine Idiotin, weil ich all diese Probleme überhaupt nicht gesehen hatte. Am Ende der Stunde hatte ich ein mieses Gefühl im Bauch. Nicht nur, weil ich so viel einstecken musste, sondern auch, weil ich mit meinem Praxisteil jetzt noch einmal ganz von vorne anfangen musste. Dazu mischte sich eine gewisse Wut auf die Dozentin. Sie hatte doch gewusst, was ich vorhatte. Warum hatte sie nicht früher eingegriffen und mir ein besseres Thema empfohlen oder mir zumindest nahegelegt, in eine andere Richtung zu überlegen? Da war wohl noch ein Termin bei meiner Dozentin fällig.

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