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Studentenleben live

Abstecher ans Meer (Teil 2)

Schweren Herzens ließ ich meine Surfbretter und die Neoprenanzüge daheim und machte mich nur mit leichtem Gepäck auf in mein Lieblings-Urlaubsland. Alles klappte wunderbar und als ich ankam, waren sämtliche Zweifel wie weggeblasen. Im Nu war ich total in Urlaubsstimmung. Zum entspannten Lesen, ausgiebigen Schlemmen und süßen Nichtstun gibt es meiner Meinung nach einfach nichts Schöneres als kleine französische Küstenorte. Besonders mag ich die Märkte mit frischem Obst und Gemüse und die Fisch-Händler, die ihre fangfrische Ware anpreisen, die Wein-Stände und Käse-Läden … was will man mehr? Und wenn man das alles dann auch noch genießen kann, ohne sich ständig fragen zu müssen, ob das diesen Monat noch im Budget drin ist, weil man seine Eltern dabei hat, die auch das Kochen übernehmen, dann ist das noch viel besser.

Ihr seht schon: Ich habe eine Woche lang sprichwörtlich gelebt wie Gott in Frankreich, Kraft und Pfunde gesammelt und musste dann leider viel zu früh wieder in den tristen Uni-Alltag zurückkehren. Meine Eltern brachten mich zum Bahnhof, der TGV nach Paris und von dort war ich in weniger als fünf Stunden zurück in Münster. Am nächsten Tag, in Gedanken noch bei Fisch, Wein und Käse, marschiere ich bestens gelaunt in meinen Pathologie-Kurs, als mir ein übler Gestank entgegen weht. Das war es dann auch schon wieder mit dem Urlaubsfeeling.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jun 26, 2015
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jun 26, 2015

Studentenleben live

Yeah, ich habe den Job!

Ein Anruf, der das Leben verändert: „Sie haben den Job!“ So ähnlich klang das bei mir vor einigen Tagen. Es dauerte einen kleinen Moment, bis die Botschaft bei mir ankam: Sie wollen mich – mich – in ihrem Online-Marketing-Team! Ich kann es noch gar nicht so richtig glauben. Das Ganze ging jetzt doch sehr schnell. Eines war sicher: Ich musste einen guten Eindruck hinterlassen haben, denn andernfalls hätte man sich wohl nicht so bemüht, mich schnell ins Boot zu holen. Die Nachricht ereilte mich übrigens genau zur richtigen Zeit: Noch am selben Tag besuchte mich meine beste Freundin für ein lange geplantes Mädelswochenende – was konnte es besser einläuten als eine Jobzusage?!

Damit ist der Eintritt ins „richtige“ Berufsleben offiziell besiegelt. Mit „richtig“ meine ich, dass es sich nach meiner Studienzeit nun um den ersten Vollzeit-Angestelltenjob meines Lebens handelt. Bis jetzt habe ich „nur“ als Praktikantin oder Werkstudentin gearbeitet, und zwar immer mit dem Studium im Nacken. Jetzt ist das Studium beendet und ich bin bereit für die neuen, spannenden Herausforderungen des Berufsalltags. Endlich beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Ich bin wirklich ungemein motiviert und würde am liebsten sofort anfangen. Bis zum offiziellen Start bleiben mir aber noch einige Tage und ich kann euch versichern, dass ich diese freie Zeit noch einmal ordentlich auskosten werde. Und dann kommt er auch schon, mein erster Tag bei meinem neuen Arbeitgeber. Hoffentlich kann ich mit vielen kreativen Ideen dazu beitragen, das Online-Marketing innovativ zu gestalten.

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: studium  |  Jun 25, 2015
Autor: Jacqueline
Rubrik: studium
Jun 25, 2015

Studentenleben live

Probleme mit der Bachelorarbeit (Teil 2)

Das Bauchgrummeln wuchs in den folgenden Tagen und an dem Tag, bevor ich erneut zur Sprechstunde der Dozentin sollte, war ich vollkommen am Ende. Ich konfrontierte erst eine Freundin und dann meine Eltern mit der Idee, die Bachelorarbeit einfach sausen zu lassen. Der Dozentin könne ich doch nicht mehr vertrauen, bei der wollte ich auf keinen Fall mehr schreiben. Außerdem würde ich vermutlich ohnehin für mein Zweitstudium eine neue Bachelorarbeit schreiben müssen und könnte mir diese hier nicht anrechnen lassen. Zum Glück zeigten Mama und Papa mal wieder ihre Fähigkeiten als Superhelden-Eltern und gingen mit mir alle möglichen Optionen durch. Die Devise am Ende lautete: Die Dozentin kann mir nichts. Im Notfall könnte ich immer noch hinschmeißen. Ich würde aber auf jeden Fall zu diesem Termin gehen, mit ihr sprechen und sie fragen, ob sie mir ein neues Thema geben könne.

Am nächsten Morgen stand ich pünktlich um kurz nach neun vor der Tür der Dozentin. Wirklich nett zu sein, schaffte ich leider nicht, aber immerhin konnte ich es dank Pokerface vermeiden, richtig unfreundlich zu werden. Die Dozentin redete und redete und hatte plötzlich diverse Vorschläge, was ich sonst mit Produktnamen machen könnte. Hätte sie mir das ein paar Wochen früher gesagt, hätte mir das gut gefallen, sodass ich sofort motiviert an die Sache herangegangen wäre. So war ich nur mittelmäßig begeistert. Ich nickte zwar schließlich ein Thema ab, aber wirklich Lust darauf hatte ich nicht, was besonders der wenigen verbleibenden Zeit geschuldet war. Ab Mitte August habe ich geplant, durch Deutschland zu touren und Menschen zu besuchen, die ich viel zu selten sehe – das bedeutet, dass ich am 31. Juli mit der Bachelorarbeit fertig sein muss, um noch genug Zeit zu haben, alles genau zu überarbeiten. Ob acht, neun Wochen für eine komplette Bachelorarbeit reichen würden?

Trotz Zeitnot beschloss ich, erst einmal eine Woche Auszeit zu nehmen, um in Ruhe darüber nachdenken und mich vor allem auch nach dem Stress der letzten Tage mal entspannen zu können. Vielleicht würde diese Woche mir helfen, meine Motivation wiederzufinden.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jun 24, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jun 24, 2015