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Studentenleben live

Baustelle

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

14.07.2015

In Leipzig lebt es sich wirklich gut: Abgesehen vom tollen kulturellen Leben, gibt es auch noch sehr günstigen Wohnraum. Das hat großteils damit zu tun, dass es so viel Leerstand gibt. Die Kehrseite der günstigen Wohnungen ist, dass sie oft nicht wirklich saniert sind und die Zugangswege diverse Schlaglöcher aufweisen. Für mich ist das aber ganz wunderbar so. Zwischendurch werden all die Löcher gestopft, die freien Flächen bebaut und die Häuser renoviert. Das macht viel Krach. Ich wohne in Reudnitz und scheinbar hat die Stadt Leipzig beschlossen, diesen Stadtteil zum Hauptbaugebiet des Sommers zu machen.

Schon im April ging es los: Wochenlang wurden erst die Gehsteigplatten neu verlegt und dann die Straße neu geteert. Nach ungefähr zwei Monaten hegte ich die Hoffnung, zumindest in der Prüfungszeit mal ungestört schlafen zu können und nicht morgens um sieben vom Presslufthammer geweckt zu werden. Aber weit gefehlt: Vor zwei Wochen ging es erst so richtig los. Direkt gegenüber wird ein Haus gebaut. Und weil es gerade so heiß ist, fangen die Bauarbeiter oft schon um sechs Uhr morgens an. Ich bin inzwischen total übermüdet – und muss das auch noch ziemlich lange ertragen. Ein Jahr werden die Arbeiten nämlich ungefähr dauern. Da kann man nur hoffen, dass es nicht die ganze Zeit über so laut ist.

Andererseits sehe ich das nach der Prüfungszeit sicher entspannter. Und zum Lernen kann ich ja auch in die Bibliothek gehen. Im Moment bekomme ich dort jedenfalls immer einen Platz, weil ich ja zwangsweise immer schon um sechs aufstehe. Und in den Ferien fahre ich einfach weg.

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