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Studentenleben live

Sportlich, sportlich

Ich liebe Statistiken. Darum habe ich mir neulich mal die Mühe gemacht auszurechnen, wie viele Schritte ich laut Schrittzähler-App in den letzten Monaten eigentlich im täglichen Durchschnitt gemacht habe. Das Ergebnis zeigte vor allem eins: Im Juni waren es jeden Tag fast 1.000 Schritte mehr als in den vorherigen Monaten! Ein kleiner Teil mag daher kommen, dass es zu meinem Bikini-Programm 2015 gehört, lieber die Treppe zu nehmen.

Meine eigentliche Erklärung dafür ist: Ich verbringe in den letzten Wochen erstaunlich viel Zeit damit, von Dozent zu Dozent zu laufen. Um mich für das Masterstudium bewerben zu können, brauche ich ein vorläufiges Transcript of Records, also eine beglaubigte Übersicht über die Kurse, die ich in meinem Studium belegt habe. Außerdem suche ich alle Dozenten auf, die noch Hausarbeiten von mir korrigieren und meiner Transcript-Dozentin Bescheid geben müssen, dass ich voraussichtlich bestehen werde. Und ich laufe zum Studentenwerk, weil das Wohnheimzimmer fristgerecht gekündigt und meine Nachmieterin vorgestellt werden muss. Und natürlich ist das alles nicht immer so einfach und man muss einen zweiten oder dritten Anlauf starten.

Ich brauchte noch einen Nachweise für ein Seminar aus dem Sommersemester 2013. Ich gehe also zum Sekretariat der Mediävistik. „Hm, nee, sorry, das haben wir nicht hier, da müssten Sie mal zur Dozentin gehen.“ Die Dozentin hat ihre Sprechstunde erst am darauffolgenden Tag, also stehe ich 24 Stunden später wieder auf der Matte. „Hm, da habe ich wohl vergessen, einen Haken neben Ihren Namen zu machen. Aber Ihr Essay ist ja da. Ich schreibe Ihnen einen Zettel, dann gehen Sie damit zum Sekretariat, die stellen Ihnen dann einen Beteiligungsnachweis aus.“ Das Sekretariat hat natürlich nur von zehn bis elf Uhr auf, es ist kurz vor halb eins, also fahre ich einen Tag später wieder hin und bekomme den Zettel, auf dem jetzt nur noch die Dozentin unterschreiben muss, die leider erst wieder in der Woche drauf an der Uni ist. Ich kann nur hoffen, dass ich vor lauter Gerenne nicht die Bewerbungsfristen verpasse!

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jul 15, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jul 15, 2015

Studentenleben live

Baustelle

In Leipzig lebt es sich wirklich gut: Abgesehen vom tollen kulturellen Leben, gibt es auch noch sehr günstigen Wohnraum. Das hat großteils damit zu tun, dass es so viel Leerstand gibt. Die Kehrseite der günstigen Wohnungen ist, dass sie oft nicht wirklich saniert sind und die Zugangswege diverse Schlaglöcher aufweisen. Für mich ist das aber ganz wunderbar so. Zwischendurch werden all die Löcher gestopft, die freien Flächen bebaut und die Häuser renoviert. Das macht viel Krach. Ich wohne in Reudnitz und scheinbar hat die Stadt Leipzig beschlossen, diesen Stadtteil zum Hauptbaugebiet des Sommers zu machen.

Schon im April ging es los: Wochenlang wurden erst die Gehsteigplatten neu verlegt und dann die Straße neu geteert. Nach ungefähr zwei Monaten hegte ich die Hoffnung, zumindest in der Prüfungszeit mal ungestört schlafen zu können und nicht morgens um sieben vom Presslufthammer geweckt zu werden. Aber weit gefehlt: Vor zwei Wochen ging es erst so richtig los. Direkt gegenüber wird ein Haus gebaut. Und weil es gerade so heiß ist, fangen die Bauarbeiter oft schon um sechs Uhr morgens an. Ich bin inzwischen total übermüdet – und muss das auch noch ziemlich lange ertragen. Ein Jahr werden die Arbeiten nämlich ungefähr dauern. Da kann man nur hoffen, dass es nicht die ganze Zeit über so laut ist.

Andererseits sehe ich das nach der Prüfungszeit sicher entspannter. Und zum Lernen kann ich ja auch in die Bibliothek gehen. Im Moment bekomme ich dort jedenfalls immer einen Platz, weil ich ja zwangsweise immer schon um sechs aufstehe. Und in den Ferien fahre ich einfach weg.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jul 14, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jul 14, 2015

Studentenleben live

Das gibt's nur hier

1: Ein Mentoringprogramm. Jedes Jahr bekommen die Studierenden des dritten Jahres die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Hierbei wird jedem Studierenden (= Mentee) ein Mentor zugewiesen, der möglichst dieselben Interessen hat und zu den Berufsvorstellungen des Mentees passt, um schon mal Einblicke in das jeweilige Berufsleben und die Einstiegschancen zu gewinnen. Witzigerweise sehen sich unglaublich viele Mentoring-Paare ziemlich ähnlich – werden die wirklich nach Interessen ausgesucht oder doch nach Fotos? Ich finde jedenfalls, das ist eine echt gute Chance, interessante Persönlichkeiten kennenzulernen und gute Tipps abzustauben.

2: Das Sommerfest des Mentoring-Programms. Dieses Jahr wurde eine Radtour durch den Elbtunnel zum Energiebunker in Wilhelmsburg organisiert, wo der Ausflug mit kalten Getränken, einem Buffet und interessanten Gesprächen auf der Dachterrasse ausklang. Gerade der Blick auf die Hamburger Skyline im untergehenden Sonnenlicht machte die Veranstaltung zu einem wahnsinnig tollen Erlebnis.

Es hat bestimmt einige Nachteile, an einer Privatuni zu studieren. Heute sind aber die Vorteile ganz deutlich zu spüren.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 13, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jul 13, 2015