interaktiv

Studentenleben live

Praktikumsbilanz

Autor:
Hannah

Rubrik:
studium

21.07.2015

So langsam geht es gegen Ende. Noch eine Woche Schulpraxis bleibt mir, dann heißt es Abschied nehmen, Semesterferien genießen und im Oktober zurück an die Uni. Und wenn ich so darüber nachdenke, werde ich wahrscheinlich Rotz und Wasser heulen. Ich bin prinzipiell kein Mensch, der seine Emotionen gerne zeigt, aber wenn es um Abschiede geht, streiken jegliche Verdrängungsmechanismen.

Auch wenn dieses wohl das anstrengendste aller bisherigen Semester war, war es doch einfach auch das schönste. Vor allem, weil ich begriffen habe, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Ich weiß jetzt, dass Lehrerin sein etwas ist, das ich kann und das mir Spaß macht. Ich habe zwar auch erfahren, dass es deutlich zeitaufwendiger ist als gedacht und dass ich noch weitaus organisierter werden muss, um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, aber es ist auf jeden Fall ein Job, der es mir wert ist.

Nichtsdestotrotz freue ich mich wirklich sehr auf das nächste Semester, weil ich durch meinen Auslandsaufenthalt in Israel und das Praktikum jetzt schon ein ganzes Jahr lang nicht mehr jeden Tag an der Hochschule war und es einfach vermisse, all meine lieben Kommilitonen wieder täglich zu sehen. Und abgesehen davon ist es natürlich auch entspannt, sich mal wieder nur auf Vor- und Nachbereitungen verschiedener Veranstaltungen konzentrieren zu können statt in Theorie und Praxis gleichzeitig liefern zu müssen. Nächstes Semester erwartet mich allerdings auch schon wieder ein bisschen Praxis, denn in einer Diagnostikveranstaltung soll es ab Oktober darum gehen, zu zweit ein Kindergarten- oder Schulkind (oder sogar einen erwachsenen Menschen) sprachtherapeutisch zu fördern. Meine Partnerin dafür habe ich auch schon gefunden – eine gute Freundin, die zwei Straßen weiter wohnt – und wir werden demnächst mal in der zwei Gehminuten entfernten Grundschule deswegen anfragen. Diesmal gehen wir nämlich nicht direkt an eine Schule für Sprachbehinderte, sondern suchen uns in irgendeiner beliebigen Einrichtung ein Kind, das Bedarf hat – und die gibt es ja bekanntlich überall.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.