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Studentenleben live

Was habe ich mir nur dabei gedacht?!

Zwei Klausuren am Ende des Semesters sind eine ganz schlechte Idee. Ich weiß, dass ich gerade auf sehr hohem Niveau jammere, aber da baut sich ein Berg voll Arbeit vor mir auf und die Themen beziehen sich noch nicht einmal aufeinander.

In der ersten Klausur geht es um die Grundlagen der Literaturtheorie, also Erzähltextanalyse, Epochen und Fachbegriffe. An sich ist das schon genug Lernstoff, und kompliziert ist er obendrein. Die zweite Klausur hingegen befasst sich mit Familien- und Verwandtschaftsverhältnissen im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Literaturtheorie habe ich bereits zusammengefasst und durchgearbeitet. Leider fühle ich mich noch alles andere als sicher und werfe vieles noch durcheinander. Verglichen mit den Familien- und Verwandtschaftsverhältnissen kommt mir Literaturtheorie jedoch wie ein Kinderspiel vor.

Die zahlreichen Unterschiede in den Verwandtschaftsverhältnissen vom Mittelalter bis zur Neuzeit wären eigentlich schon genug für eine fünfstündige Klausur. Hinzu kommt aber, dass zwischen verschiedenen europäischen Regionen differenziert wird. Und in jeder Region gibt es mindestens zwei Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Welcher Mensch kann sich das alles merken?

Erst jetzt verstehe ich, was andere Studierende leisten müssen, die sich ihre Prüfungsform nicht aussuchen können und jedes Semester drei- bis viermal so viele Klausuren schreiben müssen wie ich. Da kann man echt nur den Hut ziehen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jul 22, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jul 22, 2015

Studentenleben live

Praktikumsbilanz

So langsam geht es gegen Ende. Noch eine Woche Schulpraxis bleibt mir, dann heißt es Abschied nehmen, Semesterferien genießen und im Oktober zurück an die Uni. Und wenn ich so darüber nachdenke, werde ich wahrscheinlich Rotz und Wasser heulen. Ich bin prinzipiell kein Mensch, der seine Emotionen gerne zeigt, aber wenn es um Abschiede geht, streiken jegliche Verdrängungsmechanismen.

Auch wenn dieses wohl das anstrengendste aller bisherigen Semester war, war es doch einfach auch das schönste. Vor allem, weil ich begriffen habe, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Ich weiß jetzt, dass Lehrerin sein etwas ist, das ich kann und das mir Spaß macht. Ich habe zwar auch erfahren, dass es deutlich zeitaufwendiger ist als gedacht und dass ich noch weitaus organisierter werden muss, um dieser Aufgabe gerecht werden zu können, aber es ist auf jeden Fall ein Job, der es mir wert ist.

Nichtsdestotrotz freue ich mich wirklich sehr auf das nächste Semester, weil ich durch meinen Auslandsaufenthalt in Israel und das Praktikum jetzt schon ein ganzes Jahr lang nicht mehr jeden Tag an der Hochschule war und es einfach vermisse, all meine lieben Kommilitonen wieder täglich zu sehen. Und abgesehen davon ist es natürlich auch entspannt, sich mal wieder nur auf Vor- und Nachbereitungen verschiedener Veranstaltungen konzentrieren zu können statt in Theorie und Praxis gleichzeitig liefern zu müssen. Nächstes Semester erwartet mich allerdings auch schon wieder ein bisschen Praxis, denn in einer Diagnostikveranstaltung soll es ab Oktober darum gehen, zu zweit ein Kindergarten- oder Schulkind (oder sogar einen erwachsenen Menschen) sprachtherapeutisch zu fördern. Meine Partnerin dafür habe ich auch schon gefunden – eine gute Freundin, die zwei Straßen weiter wohnt – und wir werden demnächst mal in der zwei Gehminuten entfernten Grundschule deswegen anfragen. Diesmal gehen wir nämlich nicht direkt an eine Schule für Sprachbehinderte, sondern suchen uns in irgendeiner beliebigen Einrichtung ein Kind, das Bedarf hat – und die gibt es ja bekanntlich überall.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jul 21, 2015
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jul 21, 2015

Studentenleben live

Vorwehen

Endlich Ferien!! Das bedeutet, ich kann nun ausschlafen, Freunde treffen und ... die Sachen nacharbeiten, die während des Trimesters liegen geblieben sind. In einen Zustand der Tiefenentspannung gelange ich so leider nicht. Das liegt aber auch daran, dass alle zwei Tage E-Mails mit Informationen über die anstehende Bachelorarbeit reintrudeln. Erste erhielt ich einen 40-seitige Reader zur Anfertigung einer Bachelorarbeit, dann die Bewertung meiner letzten Seminararbeit und zwischendurch immer neue E-Mails von unserem überambitionierten Bibliotheksteam, in denen sie mir erklären, wie sie mich in dieser ach so schweren Zeit meines Studiums zur Seite stehen werden. Wie soll man sich bei diesem unterschwelligen Druck denn bitte entspannen? Alle meine Kommilitonen reden permanent darüber, welchen Zeitplan sie sich für die Arbeit angelegt haben, wann sie jeden Tag ins Bett gehen, wann sie vorhaben, in der Bibliothek aufzutauchen, wer am Ende ihre Bachelorarbeit gegenliest und so weiter und so fort. Da hilft nur eins: abtauchen und mit Nicht-Juristen abhängen. Der richtige Stress fängt noch früh genug an.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 20, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jul 20, 2015