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Studentenleben live

Ayacucho

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

31.07.2015

Die kleine, verschlafene Andenstadt Ayacucho lässt sich gut besuchen, wenn man auf dem Weg nach Cusco ist. Bekannt ist sie vor allem für ihre Osterfeierlichkeiten mit Stierläufen, Festumzügen und einem großen Fest, zu dem Besucher aus dem ganzen Land anreisen. Ich war in der Nebensaison dort und traf nur auf ein paar Amerikanerinnen.

Wenngleich die Stadt ein hübsches Zentrum hat, habe ich mich dort ziemlich gelangweilt und darüber geärgert, dass Pizza erst nach Sonnenuntergang verkauft wird. Auch die Märkte kamen mir ziemlich verschmutzt vor und das Kunsthandwerk x-beliebig. Andere Reisende haben uns später von der Stadt vorgeschwärmt – sie hatten sie wohl komplett anders wahrgenommen. Ich denke, es kommt sehr drauf an, was man gerade sucht – wer Ruhe und Entspannung braucht, mag dort gut aufgehoben sein.

Das Highlight von Ayacucho ist meines Erachtens das Museum zur Erinnerung an die Zeit des Terrorismus. Dieses wird von der kleinen Nichtregierungsorganisation ANFASEP betrieben, die von den Hinterbliebenen verschwundener Familienmitglieder ins Leben gerufen wurde. Das Museum besteht nur aus zwei Räumen und einem kleinen Geschäft, gibt jedoch einen ersten Eindruck von dem bewaffneten Konflikt. Wirklich empfehlenswert.

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