Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Guck mal, eine Biene ...

Je näher meine Prüfungen rücken, desto unruhiger werde ich. Obwohl ich den Stoff mehrmals durchgearbeitet habe, oder vielleicht gerade deshalb, herrscht in meinem Kopf ein absolutes Informationschaos. Wenn ich einmal anfange, über die Familienverhältnisse in Mittelalter und Früher Neuzeit nachzudenken, höre ich nicht mehr auf. Mein Gehirn ergänzt alle möglichen Informationen, was sicherlich ein gutes Zeichen ist, aber manches Mal hängt mir der Stoff dann einfach zum Halse raus.

Für diesen Fall habe ich diverse Taktiken entwickelt: Besonders mag ich das „Wolkenformen-erraten-Spiel“ oder auch „Wir bringen eine verirrte Biene wieder auf den richtigen Weg“. Selbstverständlich mache ich auch weniger spektakuläre Dinge wie ins Schwimmbad oder spazieren gehen, schaue einen Film im Kino oder gehe ins Musical im Theater. Wobei das Musical, wie könnte es auch anders sein, in einen historischen Kontext eingebettet sein muss. Ich studiere schließlich Geschichte und Literaturwissenschaft.

Außerdem kann ich kein Buch mehr lesen, ohne die Erzählstruktur des Textes zu analysieren oder zu bemerken, wann die Erzählebene gewechselt wurde. Normalerweise lese ich zur Entspannung, aber jeden Text, der mir unter die Augen kommt, unterbewusst zu analysieren, bewirkt leider das Gegenteil. Jedes Mal, wenn ich etwas nicht genau bestimmen kann, frage ich mich, ob ich auch wirklich optimal auf die Prüfung vorbereitet bin. Deswegen wünsche ich mir nun schon fast sehnlichst meine Klausuren herbei – ich möchte es einfach hinter mich bringen und freue mich schon, wenn die Anspannung von mir abfällt.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Aug 10, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Aug 10, 2015

Studentenleben live

Bergfest

So nennt man das bei uns, wenn man überm Berg ist – also die Hälfte hinter sich hat. Und genau das habe ich gerade: Halbzeit bei meiner Bachelorarbeit.

Vor genau zwei Wochen habe ich mein Thema bekommen und mich gefreut: humanitäres Völkerrecht, also Kriegsvölkerrecht, das finde ich echt spannend. Aber nach der Anfangseuphorie und den paar Tagen, in denen ich es echt interessant fand, mich mal intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, folgte Talfahrt auf Talfahrt. Fast jeder Tag ist ein einziges Auf und Ab: Es gibt wenige lichte Momente, in denen ich denke, das Thema voll durchdrungen zu haben und eine hammermäßige Arbeit abliefern zu können. Meist erlebe ich aber eher düstere Zeiten, in denen ich einfach gar nichts mehr verstehe, an allem zweifle und gerne mal mit der Faust auf den Computer schlagen würde. Und jetzt wird auch noch das Wetter besser. Nach ein paar besonders verzweifelten Tagen habe ich dann das Bergfest zum Anlass genommen, mir mal einen Tag frei zu nehmen. Verrückt, oder?

Gutes Stichwort! Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht verrückt wird, zwischen den Leuten, die täglich 13 Stunden in der Bib verbringen, ihr (ausgedehntes) Mittagsschläfchen auf dem Bibliotheks-Boden halten und zehn Club-Mate-Flaschen um ihren Platz versammelt haben. Unsere Cafeteria macht bestimmt gerade einen wahnsinnigen Umsatz mit Kaffee. Bei jedem Mittagessen werden reihenweise Leute ermahnt, wenigstens in der Pause nicht über die Arbeit zu reden, aber am Abend bricht der Widerstand dann und es finden verzweifelte bis latent-aggressive Gespräche über die verschiedensten Fälle und Rechtsprechungen statt.

Bin ich froh, wenn die nächsten zwei Wochen vorbei sind.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 6, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 6, 2015

Studentenleben live

Machu Picchu

Wenngleich die alte Inkastätte Machu Picchu innerhalb von Peru das Touristenziel schlechthin ist, gehört es auch zu meinen persönlichen Reise-Highlights. Schon die Anreise nach Aguas Calientes ist wegen der atemberaubenden Berglandschaften ein Abenteuer. Wer nicht den stark überteuerten Zug nehmen will, kann, wie wir, mit dem Bus bis zu einem Wasserwerk fahren, um von dort aus zehn Kilometer entspannt entlang der Schienen bis ins Machu-Picchu-Dorf zu wandern.

Der ganze Ort ist komplett auf Tourismus eingestellt. Es wirkt als würde die ganze Stadt allein deshalb existieren, um Touristenmassen zu bedienen: Hier reihen sich Hotels, Gaststätten und Souvenirgeschäfte aneinander. Für unseren Aufstieg nach Machu Picchu sind wir schon um 4 Uhr morgens aufgestanden, um den Sonnenaufgang über den Ruinen zu sehen. Da aber über 100 andere Touristen die gleiche Idee hatten, verloren wir viel Zeit am ersten Kontrollposten und schafften den eineinhalbstündigen Aufstieg leider nicht vor Sonnenaufgang. Der Fußweg hat es dabei echt in sich, denn kleine Treppenstufen wechseln sich mit Monsterstufen ab, die scheinbar nie enden wollen.

Oben angekommen, nahmen wir uns einen „Guide“, der uns den Symbolismus und die erstaunlichen naturwissenschaftlichen Kenntnisse der Inka näherbrachte. Anschließend liefen wir den Wayna Picchu hinauf und genossen einen atemberaubenden Ausblick auf die Ruinenstadt. Und diesmal hatten wir Glück: Dort dürfen nämlich nur 400 Personen pro Tag hinauf – das frühe Aufstehen hat sich also doch gelohnt!

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Aug 5, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Aug 5, 2015