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Bus fahren in Peru

Autor:
Anni

Rubrik:
orientieren

10.08.2015

Wer sich die Landkarte Perus ansieht, mag vielleicht bemerken, dass das Land ein vielfaches größer ist als Deutschland. Auch deshalb unterschätzt man leicht die Strecken. Vor allem aber, weil die andinen Berggipfel die Distanzen wachsen und die Geschwindigkeit schrumpfen lassen. Man fährt hier oft nur zwischen 40 und 80 Kilometern pro Stunde. Für 300 Kilometer braucht man mindestens sechs Stunden. Fliegen ist da eine attraktive Alternative, besonders wenn die Zeit knapp und das Reisebudget nicht zu eng ist.

Falls man trotzdem den Bus bevorzugt, sollte man sich vorher gut über den Anbieter informieren, denn es gibt hier so einige schwarze Schafe. Wir hatten da streckenweise wirklich Pech. Nach Cusco nahmen wir blauäugig den erstbesten Busanbieter. Das Gefährt ging schon eine Stunde nach Ortsausgang kaputt. Ein Ersatzbus war nicht vorhanden, und so bemühten sich die drei Fahrer, die Kühlpumpe zu reparieren. Als das nicht klappte, versuchten sie ein riskantes Wendemanöver.

Ich werde nicht vergessen, wie die Menschen zu schreien begannen. Alle wollten so schnell wie möglich aus dem Bus, der hinten schon weit über die Klippe hing. Da die Fahrer nicht reagierten, schlugen sie gegen Fenster und Tür, woraufhin die sich dann doch öffneten. Irgendwie haben die Fahrer das Manöver zwischen Klippe und Felsenwand letztlich geschafft. Erst 24 Stunden später waren wir am Ziel.

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