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Studentenleben live

Bardentreffen

Jedes Jahr wieder findet in Nürnberg mit dem Bardentreffen ein wunderbares Weltmusikfestival statt. Dieses Jahr feierte die Veranstaltung ihren 40. Geburtstag. Ursprünglich sollte das Bardentreffen ein Liedermacher-Wettbewerb unter freiem Himmel sein. Mittlerweile gibt es über die Stadt verteilt neun Bühnen. Und das Beste: Es ist kostenlos. Auch deshalb komme ich jedes Jahr. Gemeinsam mit meinem Freund und einer Freundin bin ich nach Nürnberg gefahren. Am ersten Abend haben wir dem Konzert einer wunderbaren türkischen Sängerin namens Cigdem Aslan gelauscht. Ich lerne ja seit zwei Jahren relativ erfolglos Türkisch und habe leider immer nur einzelne Wörter verstanden. Die Musik war aber auch so toll. Im Anschluss besuchten wir den Auftritt einer Band, die irgendwas zwischen Jazz und Bossa Nova spielte. Zum Tanzen ging es dann auf den Hauptmarkt. Hier brachten Fanfare Ciocarlia die Zuschauer mit Balkan-Beats in Bewegung. Etwas ruhiger für uns, aber nicht für unsere Bauchmuskeln, wurde es bei El Mago Masin– das war bester fränkischer Humor!

Und so verbrachten wir das komplette Wochenende mit Live-Musik. Auch dieses Jahr hat sich das Bardentreffen wieder gelohnt!

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Aug 11, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Aug 11, 2015

Studentenleben live

Bus fahren in Peru

Wer sich die Landkarte Perus ansieht, mag vielleicht bemerken, dass das Land ein vielfaches größer ist als Deutschland. Auch deshalb unterschätzt man leicht die Strecken. Vor allem aber, weil die andinen Berggipfel die Distanzen wachsen und die Geschwindigkeit schrumpfen lassen. Man fährt hier oft nur zwischen 40 und 80 Kilometern pro Stunde. Für 300 Kilometer braucht man mindestens sechs Stunden. Fliegen ist da eine attraktive Alternative, besonders wenn die Zeit knapp und das Reisebudget nicht zu eng ist.

Falls man trotzdem den Bus bevorzugt, sollte man sich vorher gut über den Anbieter informieren, denn es gibt hier so einige schwarze Schafe. Wir hatten da streckenweise wirklich Pech. Nach Cusco nahmen wir blauäugig den erstbesten Busanbieter. Das Gefährt ging schon eine Stunde nach Ortsausgang kaputt. Ein Ersatzbus war nicht vorhanden, und so bemühten sich die drei Fahrer, die Kühlpumpe zu reparieren. Als das nicht klappte, versuchten sie ein riskantes Wendemanöver.

Ich werde nicht vergessen, wie die Menschen zu schreien begannen. Alle wollten so schnell wie möglich aus dem Bus, der hinten schon weit über die Klippe hing. Da die Fahrer nicht reagierten, schlugen sie gegen Fenster und Tür, woraufhin die sich dann doch öffneten. Irgendwie haben die Fahrer das Manöver zwischen Klippe und Felsenwand letztlich geschafft. Erst 24 Stunden später waren wir am Ziel.

Autor: Anni  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 10, 2015
Autor: Anni
Rubrik: orientieren
Aug 10, 2015

Studentenleben live

Guck mal, eine Biene ...

Je näher meine Prüfungen rücken, desto unruhiger werde ich. Obwohl ich den Stoff mehrmals durchgearbeitet habe, oder vielleicht gerade deshalb, herrscht in meinem Kopf ein absolutes Informationschaos. Wenn ich einmal anfange, über die Familienverhältnisse in Mittelalter und Früher Neuzeit nachzudenken, höre ich nicht mehr auf. Mein Gehirn ergänzt alle möglichen Informationen, was sicherlich ein gutes Zeichen ist, aber manches Mal hängt mir der Stoff dann einfach zum Halse raus.

Für diesen Fall habe ich diverse Taktiken entwickelt: Besonders mag ich das „Wolkenformen-erraten-Spiel“ oder auch „Wir bringen eine verirrte Biene wieder auf den richtigen Weg“. Selbstverständlich mache ich auch weniger spektakuläre Dinge wie ins Schwimmbad oder spazieren gehen, schaue einen Film im Kino oder gehe ins Musical im Theater. Wobei das Musical, wie könnte es auch anders sein, in einen historischen Kontext eingebettet sein muss. Ich studiere schließlich Geschichte und Literaturwissenschaft.

Außerdem kann ich kein Buch mehr lesen, ohne die Erzählstruktur des Textes zu analysieren oder zu bemerken, wann die Erzählebene gewechselt wurde. Normalerweise lese ich zur Entspannung, aber jeden Text, der mir unter die Augen kommt, unterbewusst zu analysieren, bewirkt leider das Gegenteil. Jedes Mal, wenn ich etwas nicht genau bestimmen kann, frage ich mich, ob ich auch wirklich optimal auf die Prüfung vorbereitet bin. Deswegen wünsche ich mir nun schon fast sehnlichst meine Klausuren herbei – ich möchte es einfach hinter mich bringen und freue mich schon, wenn die Anspannung von mir abfällt.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Aug 10, 2015
Autor: Nele
Rubrik: studium
Aug 10, 2015