interaktiv

Studentenleben live

Guck mal, eine Biene ...

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

10.08.2015

Je näher meine Prüfungen rücken, desto unruhiger werde ich. Obwohl ich den Stoff mehrmals durchgearbeitet habe, oder vielleicht gerade deshalb, herrscht in meinem Kopf ein absolutes Informationschaos. Wenn ich einmal anfange, über die Familienverhältnisse in Mittelalter und Früher Neuzeit nachzudenken, höre ich nicht mehr auf. Mein Gehirn ergänzt alle möglichen Informationen, was sicherlich ein gutes Zeichen ist, aber manches Mal hängt mir der Stoff dann einfach zum Halse raus.

Für diesen Fall habe ich diverse Taktiken entwickelt: Besonders mag ich das „Wolkenformen-erraten-Spiel“ oder auch „Wir bringen eine verirrte Biene wieder auf den richtigen Weg“. Selbstverständlich mache ich auch weniger spektakuläre Dinge wie ins Schwimmbad oder spazieren gehen, schaue einen Film im Kino oder gehe ins Musical im Theater. Wobei das Musical, wie könnte es auch anders sein, in einen historischen Kontext eingebettet sein muss. Ich studiere schließlich Geschichte und Literaturwissenschaft.

Außerdem kann ich kein Buch mehr lesen, ohne die Erzählstruktur des Textes zu analysieren oder zu bemerken, wann die Erzählebene gewechselt wurde. Normalerweise lese ich zur Entspannung, aber jeden Text, der mir unter die Augen kommt, unterbewusst zu analysieren, bewirkt leider das Gegenteil. Jedes Mal, wenn ich etwas nicht genau bestimmen kann, frage ich mich, ob ich auch wirklich optimal auf die Prüfung vorbereitet bin. Deswegen wünsche ich mir nun schon fast sehnlichst meine Klausuren herbei – ich möchte es einfach hinter mich bringen und freue mich schon, wenn die Anspannung von mir abfällt.

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