interaktiv

Studentenleben live

Die Berge von Huaraz

Autor:
Anni

Rubrik:
studium

19.08.2015

Nach einer gut 22-stündigen Busreise kamen wir wieder in Lima an. Es folgten eine heiße Dusche und ein halber Tag Erholung, ehe meine Reisegefährtin und ich die letzten vier Tage ins Auge fassten, die uns blieben, bis sie in den Flieger steigen würde, um nach Deutschland zurückzukehren. Limas Beiname „die Graue“ rührt von der dichten Nebeldecke, die im Winter über der Stadt hängt. Deshalb wollten wir auf keinen Fall zu lange hier bleiben. Als uns Freunde Fotos von Huaraz zeigten, war die Entscheidung getroffen und wir packten in Windeseile unsere Koffer. Eine Nacht lang würden wir fahren müssen, aber das nahmen wir gerne in Kauf.

Die drei Tage in Huaraz waren wohl das Beste, was wir mit der Zeit machen konnten. Am ersten Tag sahen wir uns die Stadt an und kletterten auf einen nahen Hügel, der auch als Aussichtsplattform dient. Für die anderen beiden Tage hatten wir geführte Touren gebucht. Die erste Wanderung führte uns zur Laguna 69. Der Weg dorthin glich einem Spiel aus Farben und Formen. Und wenn man die Höhe verträgt, dauert es auch nur angenehme drei Stunden lang. Am zweiten Tag ging es dann zur Laguna Churup, die zwar etwas tiefer gelegen ist, jedoch einen viel längeren Aufstieg mit sich bringt. Auf den letzten Metern mussten wir sogar einen Wasserfall und eine Felswand hochklettern. Aber die Belohnung für die Strapazen war unglaublich: Beide Bergseen leuchteten in einem so klaren Blau, wie ich es nie für möglich gehalten hätte!

Diesen Artikel teilen