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Studentenleben live

Radtour nach Wien

Seit Jahren erzählt mein Vater immer wieder wie schön es war, als er und meine Mama vor Jahren mit dem Rad von Passau nach Wien gefahren sind. So bin ich mit meinem Freund auf die Idee gekommen, dass wir das auch machen könnten. Wir wollten nämlich nicht so arg weit weg fahren und er wollte schon immer gerne nach Wien. Es gibt den sogenannten Donauradweg, der in 2.850 Kilometern von der Quelle der Donau in Deutschland bis zum Schwarzen Meer führt. Die Strecke ist in sechs Abschnitte gegliedert, doch wir sind nur den zweiten Abschnitt von Passau nach Wien gefahren.

Zunächst sind wir mit dem Bus von Leipzig nach Passau gefahren, denn das war sowohl günstig, schnell als auch praktisch. Mit der Bahn hätten wir fünfmal umsteigen müssen und das mit Fahrrädern! In Passau angekommen, haben wir uns erst einmal bei meinem Cousin einquartiert, der praktischerweise dort wohnt. Wir sind zwei Tage geblieben und haben gemeinsam mit meinem Cousin die Stadt erkundet. Am dritten Tag sind wir losgefahren: Wir haben Proviant eingekauft, unsere Klapperräder überprüft (die wir vorher in Leipzig noch mal auf Vordermann gebracht hatten) und unser Gepäck aufgeschnallt.

Am ersten Tag hatte es 36 Grad. Das ist wirklich sehr warm, wenn man untrainiert, mit nicht besonders guten Rädern und viel Gepäck 70 Kilometer weit fährt. Aber die wunderschöne Landschaft und ein kühles Getränk mit tollem Ausblick haben unseren Durchhaltewillen gestärkt. Abends haben wir unser Zelt auf einem Campingplatz aufgebaut und sind in der Donau schwimmen gegangen, um uns zu erfrischen. Nachdem wir gekocht und gegessen hatten, sind wir todmüde auf unseren Isomatten eingeschlafen.

In den nächsten Tagen wurde es etwas kühler und teilweise auch regnerischer. Aber das war vielleicht gar nicht so schlecht: Gegen Regen waren wir gewappnet und ein bisschen weniger Hitze war ganz angenehm. Zweimal mussten wir allerdings in Zimmern übernachten, weil es zu stark geregnet hat, um das Zelt aufzubauen. Nach sechs Tagen taten uns dann besonders die Hände weh. Wir waren froh, endlich in Wien angekommen zu sein.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Sep 1, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Sep 1, 2015

Studentenleben live

Bonn, hier komme ich!

Der letzte Julitag war gleich in doppelter Hinsicht ein Erfolg: Die Rohversion meiner Bachelorarbeit – noch gut 600 Wörter zu kurz und überarbeitungswürdig, aber trotzdem – war fertig geschrieben. Obendrein kamen mehrere Mails aus Bonn an. Zulassungen für Deutsch auf Lehramt und Bildungswissenschaften. Für Sozialwissenschaft auf Lehramt war mein NC um 0,2 zu schlecht, aber angesichts eines möglichen Nachrückverfahrens ist auch das kein Drama. Außerdem habe ich ja noch die Chance auf eine Zulassung im höheren Semester. Sicherheitshalber hatte ich mich in Bonn aber auch noch für Mathe und Philosophie auf Lehramt beworben – dafür gab es auch Zulassungen und damit kann ich mir sicher sein, ab Oktober in Bonn zu studieren.

Ein bisschen besorgt, dass womöglich doch alles schief gehen könnte, war ich nämlich schon, als ich vor zwei Wochen den Mietvertrag für eine Wohnung dort unterschrieben habe. Aber Moment: neue Wohnung? Mietvertrag? Bevor ich nach Düsseldorf gezogen bin, habe ich doch monatelang gesucht, um etwas zu finden! Ist die Nachfrage in Bonn denn so viel geringer? Ehrlich gesagt war ich selbst davon überrascht, wie schnell sich meine Wohnsituation geklärt hat. Der Freund einer Freundin studiert in Bonn, also habe ich sie vor ein paar Wochen angesprochen. Und wie es der Zufall so will, sucht der gerade einen Nachmieter, weil er selbst ein Auslandssemester macht.

Kurze Zeit später war der Vertrag unterschrieben. Ich werde ein ganzes Stockwerk für mich haben, mit Schlafzimmer, Arbeitszimmer, kleiner Küchenzeile im Wohnzimmer und kleinem Bad. Die Wohnung liegt sehr zentral und hat eine gute Busanbindung, die Miete ist bezahlbar und ich kann diverse Möbel übernehmen.

Der einzige Nachteil, den ich bislang entdeckt habe, ist die Tatsache, dass ich nur zur Zwischenmiete dort wohne. Wenn Lukas aus Frankreich wiederkommt, muss ich ausziehen. So schlimm finde ich das allerdings bislang nicht. Wer weiß, wie es in einem Jahr bei mir aussieht?

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Aug 31, 2015
Autor: Janna
Rubrik: studium
Aug 31, 2015

Studentenleben live

Endlich frei sein

Die Erholungsphase nach der Bachelorarbeit hat doch länger gedauert als erwartet – es waren einige Tage dabei, in denen unter zwölf Stunden Schlaf nicht viel ging. Und weil ich überraschend noch Besuch von zwei Freundinnen bekommen habe, bin ich, wie die Juristen immer so schön sagen, ein bisschen in Verzug gekommen mit meiner Urlaubsplanung.

Ich habe nämlich wunderbare sechs Wochen zur freien Verfügung. Zwei davon habe ich mir schon mit einer Sommerakademie der Studienstiftung in Südfrankreich „verbaut“. Und damit ich davor sowohl ein bisschen Exotik als auch ein bisschen Entspannung habe, fliege ich morgen nach Barcelona, schlängele mich an der Mittelmeerküste entlang bis nach Marokko und genieße dort noch ein bisschen die Wüste und das Meer.

Was ich nicht bedacht hatte: Für die Sommerakademie muss ich noch einen Vortrag vorbereiten, den ich nicht von irgendeinem Hostel-Wohnzimmer in Sevilla aus schreiben möchte. Dazu kommt die Urlaubsvorbereitung – und schon ist die freie Woche zwischen Urlaub und Seminararbeit proppenvoll. Notiz an mich selbst: Das nächste Mal, wenn ich für die Studienstiftung einen Vortrag halte, suche ich mir ein Thema aus, das einfach ist, und nicht eines, das mich interessiert. „Das Verhältnis von Religionen zum Terrorismus“ ist zwar wirklich spannend, aber auch unglaublich weit gefasst. Naja, in vier Tagen habe ich es fertig gebracht, mir einen Überblick darüber zu verschaffen und alles in eine PowerPoint-Präsentation zu quetschen. Das muss reichen.

In Marokko treffe ich meine Mutter, aber davor bin ich erst einmal alleine unterwegs. Auch ein komisches Gefühl – das letzte Mal war ich vor drei Jahren alleine unterwegs! Aber ich freue mich darauf, wieder einmal ein bisschen Zeit zu haben, um meinen Gedanken nachzuhängen, das zu machen, worauf ich gerade Lust habe, und neue Leute kennenzulernen. Ich habe schon gleich mein ganzes Umfeld in Gang gebracht und treffe morgen in Barcelona die beste Freundin der Freundin eines Freundes aus Brüssel – top. Hoffentlich geht’s so weiter!

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Aug 31, 2015
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Aug 31, 2015