Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Urlaub zwischen Kisten – Teil 2

Ich kann sagen, dass ich die zwei Wochen in Schweden sehr genossen habe. Es war zwar eine Art Aktivurlaub, aber ich bin sowieso nicht für Strandmattenurlaub zu haben. Außerdem war ich erstaunt, wie entspannt die Freizeit trotz Programmgestaltung und Betreuung für mich war. Selbst der Umstand, dass es wegen Zimmermangels nicht möglich war, mir ein Zimmer mit meinem Mann zu teilen, stellte sich als unproblematisch und sogar gemeinschaftsfördernd heraus. Ich schlief in einem Zimmer mit vier anderen Betreuerinnen und genoss es, ausführlich über Frauenthemen quatschen zu können. Allgemein war die Stimmung von Anfang an gut und ein Badesee direkt am Haus sorgte für vollkommene Urlaubsromantik. Wir unternahmen zwei Ausflüge. Einmal ging es zum Wandern ins „Große Moor“ und ein anderes Mal zu einem Stadtausflug nach Göteborg, bei dem ich sogar den Großteil des Tages allein mit meinem Mann unterwegs war. So verging die Zeit in Windeseile und ich dachte nur ganz selten an den bevorstehenden Umzug.

Als wir zurückkamen war ich ganz entsetzt darüber, dass hier mittlerweile der Herbst angebrochen war, beziehungsweise es wegen der großen Trockenheit zumindest so aussah. Das tat mir als Baumknutscher schon etwas in der Seele weh. Auf dem Heimweg hatten wir leider nicht mehr so viel Glück mit dem Verkehr und so ging die schöne Urlaubszeit nahtlos über in die stressige und terminlich dicht gedrängte Umzugszeit.

Unser Glück ist, dass ich als Studentin die vorlesungsfreie Zeit – diesmal auch ohne Praktikum – voll ausnutzen und mich voll aufs Kistenpacken konzentrieren kann. Außerdem erhalten wir viel Unterstützung von Freunden und unseren Eltern. Richtig klasse finde ich, dass meine Schwiegereltern nur eine halbe Stunde von der neuen Wohnung entfernt wohnen. Auch deshalb muss ich nur dann, wenn es gar nicht anders geht, in fast leeren oder wegen Umzug komplett auf den Kopf gestellten Wohnungen schlafen. Stattdessen kann ich häufig ein Gästebett und regelmäßige Mahlzeiten genießen. Wären wir nach München gezogen, wäre die ganze Sache viel komplizierter gewesen. Das gut aufgestellte soziale Netzwerk rund um Nürnberg macht schon jetzt, wo wir noch gar nicht offiziell dort wohnen, Lust auf die „neue“ Stadt.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Sep 2, 2015
Autor: Mia
Rubrik: studium
Sep 2, 2015

Studentenleben live

Die warmen Quellen von Chivay

Unweit von Arequipa gibt es einen kleinen Ort, der sich Chivay nennt. Wir sind dorthin gefahren, da es in der Nähe der Stadt Thermalbäder gibt. In Erwartung einer kleinen Stadt mit lauter betongrauen Funktionalbauten machten wir uns auf den Weg und waren dann umso überraschter, dass die Stadt doch sehr schön ist. Die Häuser sind gepflegt und gut erhalten. Außerdem gibt es eine Reihe kleiner Kunsthandwerksläden, Restaurants mit großen Innenhöfen und buntangemalten Statuen von Tänzern.

Zu den Thermalbädern sind wir auf der Landstraße gewandert, wobei wir an einer Stelle einen Fluss überqueren mussten. Die Thermalquellen waren wunderbar. Es gibt in dem Bad gleich mehrere Becken und bei angenehmen 37 Grad warmen Wasser hätte ich auch noch die ganze Nacht in dem Schwimmbad bleiben können. Wir vertrieben uns die Zeit mit Plantschen, Sonnen und einem kleinen Spaziergang zur benachbarten Hängebrücke. Außer uns und ein, zwei weiteren Touristen war nur eine Gruppe von Peruanern dort. Der Ort ist scheinbar noch ein richtiger Geheimtipp!

Autor: Anni  |  Rubrik: studium  |  Sep 1, 2015
Autor: Anni
Rubrik: studium
Sep 1, 2015

Studentenleben live

Radtour nach Wien

Seit Jahren erzählt mein Vater immer wieder wie schön es war, als er und meine Mama vor Jahren mit dem Rad von Passau nach Wien gefahren sind. So bin ich mit meinem Freund auf die Idee gekommen, dass wir das auch machen könnten. Wir wollten nämlich nicht so arg weit weg fahren und er wollte schon immer gerne nach Wien. Es gibt den sogenannten Donauradweg, der in 2.850 Kilometern von der Quelle der Donau in Deutschland bis zum Schwarzen Meer führt. Die Strecke ist in sechs Abschnitte gegliedert, doch wir sind nur den zweiten Abschnitt von Passau nach Wien gefahren.

Zunächst sind wir mit dem Bus von Leipzig nach Passau gefahren, denn das war sowohl günstig, schnell als auch praktisch. Mit der Bahn hätten wir fünfmal umsteigen müssen und das mit Fahrrädern! In Passau angekommen, haben wir uns erst einmal bei meinem Cousin einquartiert, der praktischerweise dort wohnt. Wir sind zwei Tage geblieben und haben gemeinsam mit meinem Cousin die Stadt erkundet. Am dritten Tag sind wir losgefahren: Wir haben Proviant eingekauft, unsere Klapperräder überprüft (die wir vorher in Leipzig noch mal auf Vordermann gebracht hatten) und unser Gepäck aufgeschnallt.

Am ersten Tag hatte es 36 Grad. Das ist wirklich sehr warm, wenn man untrainiert, mit nicht besonders guten Rädern und viel Gepäck 70 Kilometer weit fährt. Aber die wunderschöne Landschaft und ein kühles Getränk mit tollem Ausblick haben unseren Durchhaltewillen gestärkt. Abends haben wir unser Zelt auf einem Campingplatz aufgebaut und sind in der Donau schwimmen gegangen, um uns zu erfrischen. Nachdem wir gekocht und gegessen hatten, sind wir todmüde auf unseren Isomatten eingeschlafen.

In den nächsten Tagen wurde es etwas kühler und teilweise auch regnerischer. Aber das war vielleicht gar nicht so schlecht: Gegen Regen waren wir gewappnet und ein bisschen weniger Hitze war ganz angenehm. Zweimal mussten wir allerdings in Zimmern übernachten, weil es zu stark geregnet hat, um das Zelt aufzubauen. Nach sechs Tagen taten uns dann besonders die Hände weh. Wir waren froh, endlich in Wien angekommen zu sein.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Sep 1, 2015
Autor: Maja
Rubrik: studium
Sep 1, 2015