interaktiv

Studentenleben live

Urlaub zwischen Kisten – Teil 2

Autor:
Mia

Rubrik:
studium

02.09.2015

Ich kann sagen, dass ich die zwei Wochen in Schweden sehr genossen habe. Es war zwar eine Art Aktivurlaub, aber ich bin sowieso nicht für Strandmattenurlaub zu haben. Außerdem war ich erstaunt, wie entspannt die Freizeit trotz Programmgestaltung und Betreuung für mich war. Selbst der Umstand, dass es wegen Zimmermangels nicht möglich war, mir ein Zimmer mit meinem Mann zu teilen, stellte sich als unproblematisch und sogar gemeinschaftsfördernd heraus. Ich schlief in einem Zimmer mit vier anderen Betreuerinnen und genoss es, ausführlich über Frauenthemen quatschen zu können. Allgemein war die Stimmung von Anfang an gut und ein Badesee direkt am Haus sorgte für vollkommene Urlaubsromantik. Wir unternahmen zwei Ausflüge. Einmal ging es zum Wandern ins „Große Moor“ und ein anderes Mal zu einem Stadtausflug nach Göteborg, bei dem ich sogar den Großteil des Tages allein mit meinem Mann unterwegs war. So verging die Zeit in Windeseile und ich dachte nur ganz selten an den bevorstehenden Umzug.

Als wir zurückkamen war ich ganz entsetzt darüber, dass hier mittlerweile der Herbst angebrochen war, beziehungsweise es wegen der großen Trockenheit zumindest so aussah. Das tat mir als Baumknutscher schon etwas in der Seele weh. Auf dem Heimweg hatten wir leider nicht mehr so viel Glück mit dem Verkehr und so ging die schöne Urlaubszeit nahtlos über in die stressige und terminlich dicht gedrängte Umzugszeit.

Unser Glück ist, dass ich als Studentin die vorlesungsfreie Zeit – diesmal auch ohne Praktikum – voll ausnutzen und mich voll aufs Kistenpacken konzentrieren kann. Außerdem erhalten wir viel Unterstützung von Freunden und unseren Eltern. Richtig klasse finde ich, dass meine Schwiegereltern nur eine halbe Stunde von der neuen Wohnung entfernt wohnen. Auch deshalb muss ich nur dann, wenn es gar nicht anders geht, in fast leeren oder wegen Umzug komplett auf den Kopf gestellten Wohnungen schlafen. Stattdessen kann ich häufig ein Gästebett und regelmäßige Mahlzeiten genießen. Wären wir nach München gezogen, wäre die ganze Sache viel komplizierter gewesen. Das gut aufgestellte soziale Netzwerk rund um Nürnberg macht schon jetzt, wo wir noch gar nicht offiziell dort wohnen, Lust auf die „neue“ Stadt.

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